Jubi-Storys
Warum?
Es war doch für ihn
Thema Nr. 1
Ich wünscht ich wär ein Engel....
One Night in Magdeburg
PS: Ich liebe dich!
Beautiful
I hate this Song
Es tut mir Leid
Ich erinnere mich an die Zeit...



Kapitel 1:

Es war nachts. Ich schlief nicht tief, ich schwitze und hatte einen Albtraum. Bis ich aber aufschreckte. Ich sah durch mein Zimmer, es war dunkel, nichts anderes außer unter der Tür war ein Spalt Oranges Licht. Es roch leicht verbrand. Ich konnte eh nicht mehr einschlafen, ich ging was trinken. Ich merkte wie wärmer es wurde umso näher ich an die Tür ging. Ich machte sie langsam auf und verbrannte meine Hand an der Türklinke. Es brannte. Flammen überall, alles war hell es rauchte und ich merkte wie ich den Rauch einatmete und anfing zu husten. Ich kam an den Flammen vorbei, ins Zimmer meiner kleinen Schwester. Sie war 3. Ich schnappte sie mir und rannte aus dem Haus. Da hörte ich auch schon die Sirenen der Feuerwehr. Eine alte Nachbarin kam zu mir und meiner Schwester die noch ruhig auf meinem Arm schlief. Ich starte zum Haus und zur Tür und hoffte, dass meine Eltern raus kamen, es kam keiner. Die Nachbarin nahm mir meine Schwester ab und zog mich hinter ihr her. Die Feuerwehr war da und löschte. Ein Feuerwehrmann fragte ob noch jemand im Haus sei, die Nachbarin antwortete „Ja die Eltern müssten noch drin sein.“ Dort kam auch ein Notarzt. Eine Ärztin lief sofort zu mir und meiner Schwester. Sie wollte uns untersuchen, ich werte mich, ich sah immer noch zu unserem Haus. Da kam ein Feuerwehrmann aus unserem Haus, er hatte meine Mutter auf dem Arm. Ich wollte zu ihr rennen, aber ein anderer Feuerwehrmann hielt mich fest. Sie legten meine Mutter auf eine Liege und fingen an ihr Luft zu geben und auf ihrem Brustkorb rumzudrücken. Ich wusste was das heißt. Ich sah zu meiner Mutter mit wässrigen Augen, ich konnte mich aber nicht von dem Griff des Feuerwehrmanns lösen. Dann kam mein Vater aus dem Haus, er ging gestützt von einem Feuerwehrmann zu einem anderen Krankenwagen. Ich blickte wieder zu meiner Mutter. Die Ärzte bedeckten sie mit einem Tuch, über ihren ganzen Körper. Ich riss mich mit meiner ganzen Kraft aus dem Griff des Mannes und rannte zu ihr. Ich fiel über sie und weinte und rief immer nur „Nein!“ Meinen Vater brachten sie mit einem Krankenwagen weg. Die Ärztin von vorhin kam wieder zu mir und versuchte mich von meiner Mutter wegzuziehen. Sie schaffte es. Sie untersuchte mich. Ich war zu fertig um mich zu wären. Sie sagte „Alles okay und mit deiner Schwester auch!“ Sie sah mich fragend an, was sollte ich jetzt lächeln? Mir war da aber nicht zum lachen zu mute. Ich stand auf und wollte wieder zu meiner Mutter, aber das Auto war weg und meine Mutter auch, sie war zwar tot was ich wusste, aber sie war spurlos verschwunden. Ich sah auf unser Haus, alles Schutt und Asche. Man sah noch Ansätze von der Wand, aber erkennen das es ein haus war konnte man nicht. Ich stand vor der Ruine und brach heulend zusammen. Kein Haus, keine Mutter mehr. Der Mann von der alten Nachbarin kam zu mir und hob mich hoch. Er stellte mich wieder auf meine Beine, ich kannte ihn nicht gut fiel ihm aber um den Hals. „Ich bringe dich ins Krankenhaus zu deinem Vater deine Schwester Ida schläft bei uns.“ Ich setzte mich in sein Auto und er fuhr los.

Wir gingen zur Empfangsdame im Krankenhaus, unser Nachbar fragte nach meinem Vater. Ich schaute in einen Spiegel der da stand. Ich war ganz schwarz im Gesicht. Dann kam unser Nachbar wieder und zog mich hinter sich her. „Jenny komm“ sagte er noch zu mir. Dann standen wir vor einer Tür. Er klopfte. „Herein“ sagte eine verheulte Stimme. Wir traten ein, dort lag mein Vater, er wusste wohl schon von dem tot meiner Mutter, ich fiel ihm in die Arme. Er drückte mich ganz fest. Man hörte ihn unter seinen Tränen sagen „Sie war doch noch so jung.“ Da hatte er recht meine Mutter war gerade mal 31 Jahre alt. Ich war zwar schon 15, aber sie hatte mich halt schon sehr früh bekommen im Alter von 16 Jahren, deswegen war sie mir auch so wichtig, ich konnte mit ihr über alles reden. Dann stand ich auf und setzte mich auf einen Stuhl. Unser Nachbar fragte erstmal „Und wie geht es ihnen?“ „Die Ärzte meinen es ist nichts ich soll nur eine Nacht zur Beobachtung bleiben.“ Und wohin nach dieser Nacht unser Haus ist abgefackelt, aber hat es wahrscheinlich noch nicht gesehen. „Können sie Jenny mit zu ihnen nehmen?“ fragte mein Vater, er nickte und wir gingen wieder. Ich hab nicht geschlafen, ich konnte nicht schlafen. Ich hatte Angst vor der Dunkelheit. Ich musste das Licht anlassen.

Es wurde hell draußen, diese Nacht war die schlimmste meines Lebens. Unsere Nachbarin kam rein sie schaute traurig zu mir rüber und kam immer näher. Si strich mir über meinen Kopf. „Willst du was essen?“ Ich schüttelte mit dem Kopf, „Wo ist Ida?“ „Sie sitzt im Wohnzimmer und spielt, ich habe ihr erklärt, dass eure Mutter nicht mehr wiederkommen wird, aber sie versteht es nicht sie ist noch so klein.“ Ich machte die Gardine auf und sah genau unser Haus. Meine Augen füllten sich wieder mit Tränen. Sie zog mich vom Fenster weg. „Dein Vater hat angerufen und er hat gesagt, es wäre am besten, wenn ihr zu Bekannten nach Magdeburg geht, er möchte das kaputte Haus nicht sehen und ich bringe euch samt Vater nach Magdeburg okay?“ Ich nickte. Bevor wir losfuhren lief ich noch einmal rüber zum Haufen Asche um nur einen Anhaltspunkt an meiner Mutter zu finden. Ich fand es auch, es war ein Foto mit uns allen drauf. Ich nahm es und steckte es in meine Hosentasche und ging zum Auto und wir fuhren nach Magdeburg.


Kapitel 2

Ich stieg aus und sah mir das Haus an von Bekannten von uns, ich kannte das Haus ich war schon öfters hier. Ich ging zur Klingel wo drauf stand Eden. Ich drückte fest drauf und es machte wer auf. Es war Tamara. Tamara wohnte mit ihrem Mann Rolf alleine in diesem Haus. Sie wollten keine Kinder, hatten aber ein Vermögen und ganz viele Gästezimmer. Tamara wäre eigentlich die perfekte Mutter sie war immer lieb und älter als meine Mutter war sie auch nicht das sie mit ihr zusammen in die Schule ging. Sie nahm mich in ihrem Arm. Ich riss mich los ich wollte nicht umarmt werden. Rolf zeigte mir mein Zimmer indem ich mich sofort verkroch.

Es vergingen 2 Wochen und jeden Tag fragte Ida wann Mama wiederkommen würde, jedes Mal wenn sie fragte musste ich weinen. Den eine Tag kam mein Vater in mein Zimmer. „Jenny ich hätte da ein Haus für uns gefunden.“ Ich nickte mir war eh alles egal. „Es liegt in Loitsche ist nicht weit von hier. Willst du nicht mal wen von deinen Freunden anrufen?“ „Denen bin ich eh egal!“ Es stimmte sonst hätten sie sich schon lange bei mir gemeldet mein Handy hatte ich schließlich noch. Zum Glück war ich auch schon shoppen. Ich hatte jetzt aber nur schwarze Anziehsachen. Was anderes wollte ich nicht. Das Foto von meiner Mutter stand auf dem Nachttisch neben meinem Bett. Meine blonden Haare waren immer offen, ich dachte umso weniger man von mir sieht umso besser. Ich fuhr mit meinem Vater nach Loitsche. Wir schauten uns das Haus an, „Papa wie willst du das bezahlen?“ „Ich habe einen neuen Job, ein richtig guten nur ich werde nicht oft zu Hause sein!“ Ich nickte „Und was ist mit Ida?“ „Morgens ist die im Kindergarten, dann holt sie Tamara ab, die hat dann Mittagspause und wenn du Schule aus hast die Realschule ist ja gleich neben Tamaras und Rolfs Haus, dann holst du sie ab und ihr fahrt mit dem Bus hier her.“ Ich sah ihn skeptisch an „Jenny irgendwie müssen wir das schaffen.“ Ich nickte. Das Haus war schön und mein Vater unterschrieb auch gleich den Vertrag. Wir konnten gleich am Wochenende einziehen, wir hatten zwar noch keine Möbel, aber die Versicherung, gab uns ja noch Geld und wir gingen Möbel kaufen. Das taten wir gleich nach dem Vertrag unterschreiben.

Es war alles Fertig das Haus war auch fertig und wir konnten einziehen, was wir natürlich auch taten. Ich konnte immer noch nicht schlafen wen es dunkel ist. Ich musste immer Licht anhaben sonst hätte ich Panik bekommen. Das änderte sich auch im neuen Haus nicht. Ida fragte mich ob ich mit ihr raus kommen würde spielen, ich tat ihr den gefallen und spielte mit ihr draußen Ball. Ich merkte wie ein Junge aus dem Nachbarhaus rausschaute. Ich spielte trotzdem weiter. Dann kam der Junge raus und rief über den Zaun „Hallo!“ Ich drehte mich um und ging zu ihm, er sah mich an, ich streckte ihm meine Hand entgegen. Er gab mir seine Hand. Er hatte Dreadlocks und war ein bisschen größer als ich. „Na was führt euch hier in diese langweilige Gegend?“ „Der Job von meine Vater.“ Ich kannte den Jungen nicht auch wenn er Vertrauen anstrahlte, ich konnte ihm nicht von dem Tod meiner Mutter erzählen, es ist dafür zu früh, ich merkte wie die Tränen hoch kamen, „Sorry ich muss gehen!“ sagte ich zu ihm. Er sah meine glasigen Augen, ich drehte mich schnell weg nahm Ida an die Hand und ging ins Haus er rief noch hinter her „Warte!“ Ida riss sich von mir los und wollte noch draußen bleiben „Ida ich gehe rein ich lasse die Tür offen“ Ich ging rein und schaute aus dem Fenster, ich sah wie sich der Junge mit Ida unterhielt, er machte ihr wohl ein wenig Angst denn sie kam auch rein.

Mein erster Schultag, ich redete nicht mit meinen Mitschülern, was sollte ich auch mit ihnen reden. Man könnte meinen ich wurde Menschenscheu, seid dem meine Mutter nicht mehr da war. Nach der Schule ging ich zu Tamara wie abgemacht und holte Ida. Mein Vater war nun seid heute weg, für eine Woche. Eine ganze Woche alleine mit Ida. Ich war doch auch erst 15. Und das auch erst vor kurzem geworden.

Es vergingen 3 Tage und jeden tag sah ich den Jungen mit einem anderen Jungen, der schwarze Haare hatte, aber ich interessierte mich für den nicht. Ich spielte wieder mit Ida draußen, das kam wieder der Junge raus, ich ging wieder zum Zaum und gab ihm meine Hand. „Wie heißt du eigentlich?“ fragte ich „Ich heiße Tom und wer bist du?“ „Jennifer kannst mich Jenny nennen.“ Er lächelte. „Sag mal wie alt bist du?“ fragte er „15“ „Ist das deine Tochter?“ „Nein das ist meine Schwester!“ „Ach so“ antwortete er, ich sah in seine Augen sie waren Braun und ich sah auch das er gleich die Frage stellen würde, wo meine Eltern wären. Deswegen sagte ich, „Ich muss dann auch mal wieder zu Ida.“ Er merkte wie ich ihm auswich „Darf ich rüberkommen.“ Ich nickte er kam rüber und setzte sich zu Ida und mir auf den Sandkastenrand. Dann fragte er „Wo sind denn eure Eltern?“ Ich schaute runter. „Mama ist ein Engel und schaut immer auf uns, sie fliegt durch den Himmel.“ Ich war geschockt das Ida das erzählte. Ich stand auf und rannte ins Haus. Ich rannte die Treppe rauf und warf mich auf mein Bett. Ich hörte wie jemand die Treppe langsam hoch ging. Tom sagte zu Ida die er wohl mit hoch gebracht hatte „Ida geh mal in dein Zimmer spielen!“ „ja“ Dann kam er rein und setzte sich zu mir auf mein Bett. „Es ist noch nicht lang her oder?“ Ich schüttelte leicht mit dem Kopf. Ich richtete mich auf und fiel ihm um den Hals. „Wo ist euer Vater?“ fragte er leise „Der hat ein neuen Job und keine Zeit mehr für uns. Er ist eine Woche weg und die nächste wieder da.“ Tom drückte mich noch fester. Wieso erzählte ich ihm das alles. Er hielt mich immer fester. Und ich weinte immer mehr. Ich beruhigte mich langsam „du ich muss dann auch mal wieder rüber.“ „Findest du alleine zur Tür?“ „Ja, ich komme vielleicht auch wieder.“

Kapitel 3:

Er kam wieder, nur eine Stunde später. „Jenny, ich habe das alles meinem Zwillingsbruder erzählt und meiner Mutter, sie meinten ihr solltet die Nacht bei uns schlafen.“ Ich schaute ihn an, sagte aber nichts gegen. Ich packte ein paar Sachen für mich und für Ida. Ida kam einfach mit sie war ein offenes Mädchen, ich vertraute dem Jungen obwohl ich nur seinen Namen kannte. Ich sagte seiner Familie Hallo und er brachte mich in sein Zimmer. Sein Bruder kam rein und sah mich an. Er sah mitfühlend aus. „Sag mal wie lange hast du nicht mehr gelächelt, ich habe dich noch nie lächeln sehen, ich sehe dich nämlich öfters draußen mit deiner Schwester spielen, sie freut sich die ganze zeit, aber du nicht.“ fragte Tom, ich zuckte mit den Schultern. „Hallo ich bin Bill.“ Ich gab dem Bruder die Hand. Bill sah mich weiter und fragte „Ich kenne dich zwar nicht, aber ich würde gerne erfahren wie es passiert ist?“ „Ja das interessiert mich auch!“ warf Tom ein. Ich sah sie traurig an und fing an zu erzählen, was tat ich da ich erzählte ihnen alles ich gesehen hatte, sie waren die ersten die sich das anhörten. Es hatte davor keinen interessiert. Ich erzählte alles, was ich sah bis ins kleinste Detail. Ich schloss die Augen und sah alles genau vor mir. Tom nahm mich wieder in den Arm als ich fertig war. „Jenny du bist ein starkes Mädchen, wie du das alles aushältst!“ flüsterte Tom. Ich sah zu ihm und er lächelte, ich konnte nicht lächeln so sehr ich es auch probierte. Mein Handy klingelte, „Ja?“ sagte ich immer noch unter Tränen „Jenny ich versuch die ganze Zeit dich zu hause zu erreichen wo bist du und wieso weinst du?“ „Ich bin bei unseren Nachbarn!“ In dem Moment kam die Mutter von den beiden rein, sie machte Zeichen das ich ihr das Handy geben sollte, ich gab es ihr.

„Schlaf du ruhig in meinem Bett.“ „Und wo schläfst du?“ „auf der Couch.“ Ich nickte wir warn schon umgezogen, er wollte gerade zum Lichtschalter und ihn ausmachen. Ich überlegte kurz ob ich was sagen sollte, aber nein er war ja da ich brauchte keine Angst haben. Er drückte drauf, ich fühlte wie Angst in mir aufstieg. „Tom mach das Licht bitte wieder an!“ sagte ich ganz schnell, Panik war in mir drin. Er drückte wieder drauf und kam zu mir „Was ist denn los?“ „Ich kann seid dem das passiert ist nicht mehr im Dunkeln schlafen.“ Er nickte und verstand womit ich nicht gerechnet hätte. Er ließ das Licht an. Dass ich im Dunkeln nicht schlafen konnte wusste keiner außer ihm jetzt.

Es war der nächste Morgen und ich ging mit Ida wieder nach Hause. Ich machte uns was zu Essen und die anderen Hausarbeiten. Dann klingelte es ich ging zur Tür, es war Tom der da stand ich sah ihm in die Augen und umarmte ihn zur Begrüßung. Da kam Ida um die Ecke gerannt „Hallo Tom“ „Hallo Ida!“ Wir gingen ins Wohnzimmer. „Jenny?“ „Ja was ist Ida?“ Als wenn ich die Frage nicht schon kennen würde, ich atmete schon mal tief durch. „Wann kommt Mama wieder?“ „Sie wird nicht wieder kommen Ida.“ Und wieder lief mir eine Träne übers Gesicht. Tom nahm mich in den Arm. Ich flüsterte ihm ins Ohr „Sie fragt jeden Tag.“ „Es ist gut, dass du so ruhig antwortest, sonst versteht sie es nie!“ flüsterte er zurück. Ich ließ ihn wieder los. „Willst du was trinken oder so?“ „Ne lass mal!“ „Okay.“ Ich hörte wie die Tür aufging. Ich ging hin und es war mein Vater „Papa was machst du denn hier?“ fragte ich, zwar erfreut aber ohne irgendein Grinsen oder Lächeln. „Der Auftrag ging schneller zu Ende, konnte schon früher nach Hause, ich hab euch vermisst.“ Ida rannte total lachend auf ihn zu. Dann kam Tom und gab meinem Vater die Hand, „Hallo ich bin Tom und wohne im Haus nebenan.“ „Ah ja Hallo, ich bin Thomas der Vater von den beiden.“ Mein Vater lächelte, wieso konnten alle lachen nur ich nicht.

Tom war zu Hause und ich ging nach oben. Mein Vater spielte mit Ida, noch nicht mal ihm viel auf das ich in den letzten Wochen nie gelacht hab, und Tom viel es schon auf, obwohl er nur aus dem Fenster geschaut hat. Mein Vater kam hoch „Hey mein Schatz!“ Ich dachte er würde endlich fragen was mit mir los sei, aber nein, „Kannst du heute Abend noch mal auf deine Schwester aufpassen? Ich muss nämlich noch mal weg.“ Ich nickte, „Wohin?“ Aber da drauf antwortete er nicht, er ging aus meine Zimmer und tat so als wenn er es nicht gehört hatte, ich wusste das er es gehört hatte, aber ich wollte da jetzt nicht hinterher rufen. Er rief noch mal einmal von unten nach oben „Jenny, Essen steht auf dem Tisch ich gehe jetzt!“ Dann hörte man die Tür zufallen. Ich lief runter, Ida saß vor dem Fernseher und ich machte mir ein Brot. Es klingelte wieder, ich ging hin. Tom stand da wieder. „Was machst du denn hier?“ „Mir war langweilig, Bill ist grad nicht da!“ „Na komm rein.“

Wir haben uns lange unterhalten und Ida ins Bett gebracht. Dann fingen wir an rumzualbern. Wir waren in meinem Zimmer und es macht riesigen Spaß und ich merkte wie gut das Lachen tat, das seid Wochen verstummt war. ER schaute mich an „Es ist schön wenn du lachst!“ „Es ist angenehm“ antwortete ich. Ich hörte wie die Haustür zufiel. „Ich komme gleich wieder!“ Sagte ich Tom, der darauf nickte.

Kapitel 4:

Mein Vater stand vor mir, er hatte eine Wodkapulle in der Hand und war total besoffen. Ich sah ihn geschockt an, dann schubste ich ihn in das Wohnzimmer, so hatte ich ihn noch nie gesehen, ich rannte schnell die Treppe hoch und nahm Tom und zog ihn drückte ihm seine Jacke in die Hand und sagte „Du musst jetzt gehen!“ Er sah mich verwirrt an, ich schubste ihn bis zur Haustür und er immer „Was? Warum? Wieso?“ Endlich war er vor der Haustür ich schlug die Tür hinter ihm zu. Er sah noch einmal durch das Tür Fenster hinein. Ich rannte wieder ins Wohnzimmer. Ich nahm meinem Vater die Pulle weg. R fing an zu singen, er wurde lauter und lauter „Papa sei still Ida schläft!“ „Ida, Ida hat keine Mutter, Ida, Ida, Ida.“ Ich wusste nicht was ich tun sollte, er stand da besoffen mitten im Raum. Auf einmal fing er an zu weinen, total der Stimmungswechsel. Ich wusste nicht was ich tun sollte ich zerrte ihn zum Sofa und setzte ihn dahin. „Verdammt Papa was ist los?“ Er weinte weiter. Ich wusste nicht was ich tun sollte. Auf einmal nahm er seinen Arm und warf alles was auf dem Stubentisch runter. Es machte mir Angst. Es war laut, alles fiel auf dem Boden und zerbrach. Es waren auch ein paar Gläser dabei. Ich hoffte nur, dass er Ida nicht weckte. Dann schaute er mich an. „Warum deine Mutter WARUM?“ das letzte Warum brüllte er aus und kam auf mich zu schnappte sich mein Handgelenk und schlug mir ins Gesicht. Es tat schrecklich weh ich hielt meine Hände auf die Gesichtshälfte und schaute ihn an, ich schüttelte leicht meinen Kopf und sah ihn fassungslos an. Er schaute genauso entsetzt, aber es hielt nicht lang an. Er holte noch einmal aus und haute noch einmal zu. Ich schubste ihn weg und rannte raus, beim vorbeigehen holte ich mir noch meinen Schlüssel und draußen war ich. Ich lief um den Block und lehnte mich gegen eine Laterne, dann ging ich zum Zigaretten Automat. Ich hatte 4 Euro dabei und kaufte mir Zigaretten, ich hatte lange nicht mehr geraucht, ich hab es sonst nur auf Partys gemacht, aber ich brauchte es jetzt. Ich lehnte mich wieder gegen die Laterne. Ich atmete erstmal die frische Luft ein und fühlte mich wohl. Dann zündete ich mir die Zigarette an. Ich zog tief. Es erinnerte mich ans Feuer, es zerstörte mein Leben, aber das eben zerstört mein Leben noch mehr.

Ich spürte eine hand auf meiner Schulter, ich drehte mich um und sah Tom neben mir stehen. Zum Glück war es dunkel und er konnte mein rotes Gesicht nicht sehen. „Was ist denn los?“ „Nichts.“ „Jenny erzählt es mir.“ Ich konnte es ihm nicht erzählen. „Denkst du wieder an deine Mutter?“ Ich nickte, sie war an allem Schuld warum musste sie sterben, es wäre alles perfekt warum musste sie sterben? Das sagte ich aber natürlich nicht. Er hatte mich wieder im Arm. Ich fing an zu zittern. „Was war denn vorhin los? Du zitterst ja!“ Er zog seine Jacke aus und legte sie mir um, „Und was war nun vorhin?“ „Ach nichts, meinem Vater nimmt das ganze auch noch ziemlich mit und ich wollte nicht, dass du ihn so siehst.“ Er nickte „Aber Ida nimmt das alles nicht so mit oder?“ „na ja sie ist ja noch so klein!“ IDA! Mist Ida ist ja noch mit Papa im Haus, ich musste wieder rein. „Ich muss wieder rein Tom! Willst du meine Zigarette aufrauchen?“ Er nickte und ich ging wieder rein.

Zum Glück schlief mein Vater er lag auf der Couch. Ich ging hoch und schaute in Idas Zimmer, es war alles ruhig, ich ging zu ihrem Bett und schnappte sie mir und nahm sie mit in mein Zimmer, sie schlief jetzt bei mir, was mich beruhigte. „Jenny aufwachen!“ sagte Ida mit ihrer Babystimme. Ich wachte auf, „Ich runter geh okay?“ sagte sie ich schaute sie an und nickte. Doch da fiel mir wieder ein was gestern war, ich sprang auf und sagte „Ida, ich gehe zu erst ich hol dich gleich.“ Sie schaute etwas ungläubig, aber sie machte was ich ihr sagte. Ich ging runter und schaute meinen Vater skeptisch an, er lag immer noch auf dem Sofa. Ich weckte ihn vorsichtig und sah ihn böse an. Da verstand er erst was er gestern gemacht hat, er wollte mich umarmen ich wich ihm aus. „Oh man Jenny es tut mir Leid das wollte ich nicht! Ich tu das nie wieder, aber es kam gestern einfach nur über mich und was hab ich getan?“ Ich atmete einmal tief durch und dachte nur, was soll ich tun „Ist gut Papa.“ Nichts war gut, aber was sollte ich tun. Ich holte Ida runter und wir aßen zusammen. Dann ging ich ins Badezimmer. Man sah zum Glück nichts mehr. Ich ging wieder runter. „Ida schläft heute bei Tamara und Rolf. Ich bringe sie jetzt gleich dahin.“ Ich nickte ihm zu.

Ich ging am Nachmittag rüber zu Tom. Er brachte mich wieder zum lachen, worüber er sich immer wieder freute. „Wollen wir heute Abend ein DVD Abend machen?“ fragte Tom, ich antwortete „Ja könnten wir ja mal machen.“ „Und wo?“ „Von mir aus bei mir.“ Sagte ich grinsend. Ich freute mich, dass er zu mir kommen wollte. Mein Vater hätte da eh nichts gegen. „Ich geh dann auch schon mal wieder rüber, weil ich mache Abendbrot heute für mich und meine Vater.“

Wieso vertraute ich meinem Vater eigentlich, er war nie besoffen. Auf einmal war er es und er war schon wieder. Er kam nach hause dabei war es doch erst 6 Uhr und er war voll. Tom wollte um 7 kommen, ich musste ihm absagen, aber wie, ich hatte alle Hände voll zu tun meinen Vater hinzusetzten. Er war nie so und er schlug mich wieder. Ich sah immer wieder auf die Uhr und nun war es 7 und pünktlich klingelte es auch. Ich ging schnell an die Tür „Tom du musste gehen ich kann nicht!“ Ich schlug die Tür zu. Mein Vater kam und wurde aggressiver als gestern. Er schlug mich wieder und ich sah noch wie Tom das sah durch das Haustürfenster. Es tat weh und er boxte mich, richtig doll, warum tat er das? Mochte er mich nicht? Denkt er ich habe das Haus angezündet?
Kapitel 5:

Wir standen immer noch an der Tür und ich sah wie Tom wegrannte. Was er wohl tat? Vor Angst wegrennen? Dann boxte mein Vater auch noch ein letztes Mal zu, ich sank zu Boden. Ich schloss die Augen und brach nun endgültig zusammen.

„Jenny?“ Ich öffnete langsam die Augen, ich lag immer noch an der gleichen Stelle wo ich zusammen gesunken war. Tom saß vor mir und rüttelte an mir rum. Er half mir auf. Mein Bauch tat höllisch weh. „Jenny kannst du aufstehen?“ Er half mir aufzustehen, aber kaum stand ich hielt ich mir den Bauch und brach wieder zusammen. Er hob mich hoch. „Komm ich bring dich zu uns, wo ist Ida?“ „Bei Bekannten.“ Flüsterte ich unter dem Schmerz meines Bauches. Tom trug mich durch den Vorgarten, „Wo ist Papa?“ doch da sah ich noch den Krankenwagen abfahren. Tom guckte mich traurig an. „Er ist doch nicht…!“ „Nein er lebt noch, aber er hat eine Alkoholvergiftung.“ Dann waren wir drüben. Er legte mich auf ein Sofa. Da kam seine Mutter rein mit einer Ärztin, mit der sie wohl noch draußen stand. Die Ärztin tastete mein Bauch ab und sagte „Es könnte sein das da eine Rippe gebrochen ist, es wäre besser wenn du ins Krankenhaus zum Röntgen kommst.“ Dann sagte Toms Mutter „Wir bringen sie da gleich hin ist das okay?“ Die Ärztin nickte und ging. Dann kam Tom rein, „Danke Tom!“ sagte ich „Wofür?“ „Na ja dafür das du Hilfe geholt hast und für mich da bist obwohl du mich gar nicht kennst!“ „Ich glaub ich kenne dich jetzt schon ziemlich gut.“ Grinste er, dann nahm er mich wieder auf seinen Arm und brachte mich nach draußen zum Auto. Dann fuhren wir ins Krankenhaus, dort wurden wir sofort auf ein Zimmer gebracht und mussten warten. Eine Schwester brachte mich zum Röntgen und ich hatte Glück, sie war nur geprellt. Ich durfte auch schon wieder nach hause, aber alleine? „Ich will zu meinem Vater!“ sagte ich, Tom sah mich entsetzt an. „Ich muss zu ihm!“ sagte ich, Tom verstand es nicht, ließ mich trotzdem gehen. Ich ging gekrümmt, die Rippe schmerzte. „Warte!“ rief Tom er half mir beim laufen, er stütze mich, wehgetan hat es aber trotzdem. Nun stand ich vor dem Fenster der Intensivstation. Eine Schwester sah mich mitfühlend an und fragte sanft „Was ist passiert?“ Ich beachtete ihre Frage bewusst nicht, „Darf ich zu ihm?“ Sie nickte und brachte mich zu ihm rein. Er schlief. Die Schwester stand hinter mir. „Könnte ich mit ihm alleine sein?“ Sie nickte und ging raus, ich sah Tom vor der Scheibe stehen, ich gab ihm ein Zeichen das er gehen sollte. Er ging sogar ohne noch weitere Auforderungen. Dann wandte ich mich meinem Vater zu. „Papa warum? Reicht es denn nicht, dass ich schon Mama verloren hab? Bitte hör auf mit dem trinken, ich kann es nicht, was soll denn aus Ida werden? Sie ist doch noch so klein! Bitte Papa.“ Ich hoffte er wurde es hören, die Tränen liefen mir über die Wangen. Ida, wie sollte ich ihr das alles erklären? Sie wusste ja von nichts und Tamara und Rolf auch nicht. Ich sah noch einmal meinem Vater ins Gesicht, stand dann wieder unter meinen Schmerzen auf. Ich ging gekrümmt aus dem Zimmer und fiel Tom wieder in die Arme der wartete. „Was machst du denn noch hier?“ Ich kniff die Augen zusammen, die Rippe tat so weh. „Ich kann dich hier doch nicht alleine lassen.“ Er setzte mich auf die Bank und kniete sich vor mich. „Jenny ich bin immer für dich da okay?“ Ich nickte leicht, und hielt mir die Hand an den Bauch. Da kam Simone „Willst du mit zu uns?“ fragte sie, „Nein, aber können sie mich zu Bekannten von uns bringen?“ Sie nickte und Tom half mir hoch.

Ich stand vor Tamaras Haus und klingelte, sie machte auf und ich fiel ich weinend um den Hals. Sie brachte mich ins Wohnzimmer und Simone erklärte ihr und dem geschockten Rolf was passiert war. Dann ging sie. Ich lag in Rolfs Armen und weinte, Tamara war hoch zu Ida gegangen, sie war aufgewacht. „Ich hab ja geahnt das was nicht stimmte aber das es so schlimm war…“ sagte Rolf leise. Ich fühlte mein Herz klopfen. Ich schluchzte, es war zu viel. Irgendwann war ich in Rolfs Armen eingeschlafen. Der Schlaf war zwar unruhig, aber er war schön, über nichts nachdenken. Ob es auch so war wenn man Tod ist? Der Tod, er würde mich und meine geliebte Mutter wieder zusammen bringen. Aber nein, das konnte ich meinem Vater nicht antun und vor allem Ida nicht. Ob es gut war, wenn mein Vater sich Komareif soff? Ich hoffte er lernte was daraus, ich hoffte er würde es nie wieder machen. Nie Wieder! Eigentlich hatte ich genug von dieser grausamen Welt, aber ich musste stark sein. Man lebt nur einmal. Das sagte meine Mutter früher immer. Auch wenn ich sterben sollte, was würde mir das bringen? Könnte ich meiner Mutter so unter die Augen treten? Ich würde sie anschreien, weil sie mir so wehgetan hatte, wieso ist sie gegangen, warum hat sie nicht gekämpft um wieder bei uns zu sein, warum hatte sie den leichten Weg genommen und ist von uns gegangen?

Ich wachte auf. Mein Bauch tat immer noch sehr weh. Mein erster Gedanke war zu Papa. Ich musste zu ihm. Ohne mich würde er das nicht überstehen, oder doch? Ich stand auf zog mich unter Schmerzen an. „Rolf bring mich zu Papa!“ sagte ich sofort als ich ins Wohnzimmer abbog. Er nickte und zog seine Schuhe an. Ida kam auf mich zu gelaufen „Jenny! Was machst du hier?“ Ich lächelte sie an. Sie umarmte mich, „Au!“ Sie sah mich erschrocken an. „Schon Gut Ida ich dachte ich besuche mal Tamara und Rolf. Aber jetzt fahre ich wieder nach hause.“ „Ich will mit!“ „Nein Ida Schatz, wir holen dich später.“ Ich log sie an, was sollte ich sonst tun? Sie glaubte mir, sie war doch so jung sie glaubte noch an das Gute im Menschen.

Kapitel 6:

Ich ging langsam neben Rolf in das Zimmer meines Vaters. Er schlief immer noch. Ein Arzt kam rein. „Wenn er aufwacht muss er in eine Entziehungskur.“ Ich sah den Arzt an, „Nein muss er nicht, es ist nicht so schlimm er schafft das auch alleine glauben sie mir, das war nur ein Ausrutscher!“ Ich sah den Arzt bettelnd an, er schüttelte mit dem Kopf. Rolf sah mich an „War es echt erst das erste Mal?“ „Ja ganz ehrlich“ es stimmt nicht, ich musste lügen. Mein Vater war kein Säufer, auch wenn er es war es musste nicht die ganze Welt wissen. Der Arzt sah mir noch einmal in die Augen, dann nickte er „ich glaube dir!“ Ein Stein fiel mir vom Herzen, warum hab ich mich für ihn eingesetzt, hoffte ich wirklich das er aufhörte mit dem saufen? Mein Vater hustete, ich drehte mich zu ihm fasste ihm an die Hand, er machte langsam die Augen auf. „Jenny mein Schatz!“ Ich konnte ihn nicht anlächeln auch wenn ich es noch so gern wollte. Ich drückte meine Hand. Der Arzt untersuchte mein Vater einmal kurz und sagte „Er ist okay!“ Rolf stand hinter mir. „Rolf kann ich mit ihm alleine sein?“ Rolf nickte und ging raus. „Papa? Warum?“ Er sah einmal zur Seite, ich nahm meine zweite Hand und riss sein Kopf wieder zu mir, er sah mich traurig an. Dann öffnete er den Mund „Ich vermisse deine Mutter so!“ ich sah in seine Augen. „Papa ich hab dich vor einer Entzugsklinik bewahrt, aber bitte hör auf!“ Er nickte leicht. Konnte ich ihm glauben?

Es vergingen ganze zwei Monate und mein Vater hatte nie ein schluck Alkohol angerührt. Ich und Tom waren gute Freunde geworden. Mein Vater hatte ich in der Zeit wieder mein Lächeln geschenkt es war wieder da. Ich vertraute ihm wieder. Ida hatte von der ganzen Sache nichts mitgekriegt. Es war besser so. Ich traf mich jeden Tag mit Tom. Wenn es auch nur darum ging, mit seinem Hund Gassi zu gehen. Er war mir wichtig. Wie gern schaute ich ihn mir einfach nur an. Es war ein Samstagabend. Ich saß mit Tom und seinem Bruder Bill in meinem Zimmer vor dem Fernseher. Wir schauten DVD. Ida schlief tief und fest sie war mein kleiner Engel. Ich hörte unten in unserem haus die Tür knallen. „Papa ist wieder von der Arbeit zurück, Jungs ich bin sofort wieder da!“ Sie nickte und ich rannte die Treppe runter. Wie sehr hatte ich doch gehofft, dass der Albtraum zu Ende war. Er war es doch nicht, nach zwei ganzen Monaten fing es wieder an. Mein Vater stand da und sah mich mit seinem Säuferlächeln an. Wie viel Angst hatte ich vor diesem Lächeln. Ich fing an zu schreien. Sofort kam mit gepolter Bill und Tom die Treppe runter gestürmt. „Holt euch Ida und haut ab!“ Bill rannte hoch und holte Ida, meinen Engel. Er ging mit ihr, doch Tom blieb bei mir. „Tom renn!“ „nein Jenny!“ „Bitte renn, ich verspreche dir heute wird nichts passieren!“ Mein Vater sah uns böse an. Ich schob Tom zur Tür raus. Ich wusste nicht, dass mein Vater andere Absichten hatte, als mich zu schlagen. Er nahm seine leere Flasche und warf sie auf den Boden. Es schepperte, ich bekam einen Schreck und drehte mich um. Ich hatte Angst vor dem Umdrehen. Ich hatte Angst in das hasserfüllte Säufergesicht zu gucken. Ich brauchte ein paar Minuten, dann drehte ich mich um, doch dann war alles zu spät. Er hatte sich mit einer Scherbe die Pulsadern aufgeritzt. Ich hörte das jemand von draußen wie wild klingelte und klopfte. Ich konnte meinen Blick nicht von dem tropfenden Blut nehmen. Ich starre jeden einzelnen Tropfen. Ich nahm mit zittriger Hand das Telefon und rief beim Notarzt an. Dann sank mein Vater langsam zusammen. Ich konnte nichts tun, oder wollte ich es nicht? Langsam drehte ich mich von dem grausamen Bild weg. Mein Vater lag dort und ich konnte nichts tun, ich konnte mich noch nicht mal ihm nähern. Ich hasste ihn. Draußen hörte man die Sirenen. Ich rannte hin machte die Tür auf. Tom wollte rein, ich schob ihn weg. Die Ärzte kamen rein. Ich sah geschockt gerade aus. „Wo ist mein Engel?“ ich fragte es, dann fiel ich auf den Boden und weinte. Tom setzte sich zu mir. „Hat er dir was getan?“ Ich schüttelte leicht mit dem Kopf, Tränen liefen, aber ich schaute nur gerade aus. Tom hatte meinen Vater nicht gesehen. „Was ist passiert?“ „Er hat sich einfach die Arme aufgeritzt.“ Mein Blick war immer noch starr nach vorne gerichtet. Tom war wohl auch leicht geschockt. Ein Arzt kam zu mir und nahm meine Hand und zog mich aus dem Haus mit in den Krankenwagen. Ich fuhr mit. Wo war Tom auf einmal hin. Alles um mich rum war unklar.

Im Krankenhaus versuchten sie viel um ihn irgendwie das fehlende Blut reinzukriegen. Aber er hatte es geschafft, sie schafften es nicht. Ein Arzt kam raus. Er sagte mir er sei tot. Es war nicht schlimm, zumindest nicht für den ersten Moment. Ich schaute weiter starr durch die Gegend. Keiner war mehr da. Meine Mutter war tot und mein Vater auch. Ich liebte sie beide. Ich ging langsam aus dem Krankenhaus. Mich sah keiner. Mich kannte hier auch keiner. Dort war mein Ausweg, dort war die Brücke. Ich stellte mich langsam an die Brücke. Ich kletterte übers Geländer. Es war dunkel. Frische Luft kam an meinen warmen Kopf. Es war angenehm. Ich hielt mich fest und sah in die tiefe. Ich schloss langsam die Augen und löste einen Finger nach dem anderen. Es war das was ich wollte. Ich wollte meinen Eltern sagen was sie mir angetan hatte, ich würde ihnen einen gefallen tun, ich würde zu ihnen kommen, aber nur um ihnen zu sagen, wie sehr ich sie hasse. Ich lies ganz los. Und ich flog. Ich merkte die frische Luft, sie ganz schnell von unten an mich kam. Doch dann war es vorbei. Es war alles vorbei. Ich lag nun da, aber nicht mein ganzes ich, nur mein Körper. Ich käme jetzt zu meiner Mutter und meinem Vater und werde ihnen zeigen wie sehr sie mir wehgetan hatten und das ich es auch konnte was sie getan hatten.

Kapitel 7:

Toms Sicht:

Ich saß zu Hause und mir ging es schlecht, warum war ich gegangen als ihr Vater wieder besoffen war? Wie würde es ihrem Vater wohl gehen und wie Jenny? Es klingelte. Ich rannte schnell zur Tür, Bill war auch schon unterwegs. Wir machten auf. Rolf stand in der Tür. Er sah traurig aus. Es machte mir Angst und ich fühlte wie auch in Bill die Angst hochkam. „Ich muss euch was sagen.“ Ich bekam immer mehr Angst mit jedem Wort was Rolf sagte, wir gingen in das Wohnzimmer und ich setzte mich. Er schaute auf den Boden. Er sagte nichts. „Was ist denn jetzt?“ fragte ich mit zittriger Stimme. „Wo ist Jenny und vor allem wie geht es ihrem Vater?“ Es war eine unerträgliche Luft in dem Raum. Meine Mutter kam rein und setzte sich zu uns. „Ihr Vater ist tot.“ Ich bekam einen Schock, ich wusste irgendwie, dass die Schreckensnachrichten noch kein Ende hatte, denn Rolf war noch nicht ganz in Tränen ausgebrochen. Ich starr ihn trotzdem an, ihr Vater war tot. „Wo ist sie jetzt?“ Dann fing er heftig an zu weinen. Ich sah zu Bill und Bill zu mir. Ich fühlte einen tiefen Schmerz in mir. Als wenn mir jemand ein Messer in mein Herz stieß. Rolf holte Luft. „Sie ist von der Brücke gesprungen!“ Das Messer rammte fester zu. Ich atmete nicht. „ist sie…“ ich krächzte, dann hustete ich einmal „Ist sie Tod?“ Er nickte, Bill kam sofort zu mir und nahm mich in seine Arme.

Bills Sicht:

Ich hatte ihn in meinen Armen er weinte und hörte nicht auf. Es waren die schlimmsten Wochen die wir je hatten. Wie sehr er sie doch gemocht hatte, er hatte sie sogar geliebt, auch wenn er es nie zugeben würde. Er hatte gehofft, dass er ihr aus ihren Problemen raus helfen konnte, nun hatte sie es aber selbst getan. Sie rette sich selbst mit dem Tod. Ob es das Beste für sie war? Vielleicht, aber für Tom war es die Hölle. Wieso weinte ich nicht? Vielleicht weil sie für mich nicht das war wie das was sie für Tom war. Ich mochte sie gerne, hatte aber mit ihr nicht so viel zu tun wie er mit ihr.

Es vergingen Tage und Tom wollte nicht auf ihre Beerdigung. Ich musste ihn zwingen. Er war danach dankbar dafür, dass ich ihn gezwungen hatte, sonst hätte er sich nie wirklich von ihr Verabschiedet. Er wusste, dass sie es tun musste. Wie hätte sie weiter leben sollen ohne ihren Vater und ihre Mutter. Ihr Engel ihre kleine Schwester wohnte nun bei Rolf und Tamara und ich und Tom besuchten sie regelmäßig. Wenn es auch nur für 10min war. Länger hielten wir es nicht aus, dann mussten wir wieder an Jenny denken. Jenny!

So das war dann die zweite Geschichte, sie ist nicht lang, aber ich denke sie ist ziemlich traurig, auch wenn sie eigentlich nicht zu einem Jubiläum passt, aber ich brauchte eine Überraschung für euch und des ist sie dann geworden, meine zweite Story. Okay ich hoffe sie hat euch gefallen.
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