Jubi-Storys
Warum?
Es war doch für ihn
Thema Nr. 1
Ich wünscht ich wär ein Engel....
One Night in Magdeburg
PS: Ich liebe dich!
Beautiful
I hate this Song
Es tut mir Leid
Ich erinnere mich an die Zeit...


 

„Also Jessy darf ich vorstellen Tokio Hotel.“ Er öffnete die Tür. Ich sah rein. David schubste mich etwas, da ich eigentlich nicht wirklich die Lust hatte da rein zu gehen. Ich ging rein und gab ihnen die Hand. „Hallo, ich bin Jessy.“ Nacheinander gaben sie mir ihre Hände. Ich war genervt, ich hatte David Joost meinem Produzenten gleich gesagt, dass ich nicht mit denen auftreten wollte. Ich bin Jessy, 17 Jahre alt und war ein Megastar. Ich bin eigentlich eine Schauspielerin und das schon mein ganzes Leben lang, aber nun wollte ich mich mal als Sängerin versuchen. Meine Mutter stand hinter allem was ich tat, mit meinem Vater hatte ich keinen Kontakt, sie waren getrennt, beide selbst Schauspielikonen von daher waren sie eh nie zu Hause. Nun wollte ich auch eine Gesangskarriere starten. Mir wurde durch meine Mutter ein Produzent namens David Joost zugesteckt. Der hatte gleich die tolle Idee mich ins Vorprogramm von der Band Tokio Hotel aufzunehmen. Ich war strickt dagegen, ich wollte nicht in irgendeinem Vorprogramm spielen, ich war ein Star wenn sollten die in meinem Vorprogramm spielen und ich wollte diese Jungs schon gar nicht kennen lernen, aber nun war dies ja der Fall. Ich hatte ihnen nun Hallo gesagt und sah David Joost genervt an. Ich war zickig ja das stimmte, aber ich bekam nun mal sonst alles was ich wollte. Seid dem ich halt ein Baby war. Meine aller erste Schauspielrolle hatte ich als ich grade mal 10 Wochen alt war. Da hatte ich das Baby von irgendeiner TV Familie gespielt. „Kann ich wieder gehen? Ich kenne sie ja nun.“ David sah so gar nicht glücklich aus, die Jungs sahen mich auch eher angewidert an. Ich ging einfach. „Jessy warte, ich dachte ihr könntet noch euch so ein bisschen verständigen.“ Ich fing an zu lachen und ging weiter. Ich verschwand in ein anderes Zimmer. „Möchtest du einen Kaffee?“ fragte mich meine „Aufpasserin.“ Meine Mutter hatte sie eingestellt. Sie hatte ein schlechtes Gewissen und dachte ich würde mit allem nicht alleine klar kommen, da hat sie mir diese komische Frau namens Renate aufs Auge gedrückt. Ich hasste sie. „Ja mach mir einen.“ Sagte ich, diese Frau hatte meiner Meinung nach etwas Angst vor mir. Dabei war sie mindestens 15 Jahre älter als ich. Sie stellte mir eine Tasse auf den Tisch. David kam rein. Er setzte sich mit ernster Miene an den Tisch. Ich blätterte grade eine Zeitschrift durch und sah mir die Schminktipps an. David wollte mit mir reden, das wusste ich, aber warum sollte ich dann aufhören zu lesen? „Jessy wir müssen reden.“ Ich nickte aber nicht so als wenn es mich wirklich interessieren würde. Ich nahm einen Schluck aus meiner Tasse. Ich sah David nicht an, sah nur weiter auf de Zeitschrift. Ich schluckte den Schluck Kaffe, den ich mir grade genommen hatte, runter und schrie ganz laut „BÄH! Renate willst du mich vergiftet das schmeckt ja wie getrunken und wieder ausgekotzt.“ Renate fuhr zusammen und nahm ganz schnell die Tasse weg. Ich musste grinsen, ich fand es toll wenn jemand so eine Angst vor mir hatte. Dann wendete ich mich wieder meiner Zeitschrift zu. „Jessy können wir endlich?“ fragte David. Ich nickte wieder „ja dann fang doch endlich an.“ Mit einmal stand David auf und riss mir die Zeitung weg. „Du bist hier nicht die Prinzessin okay? Am liebsten würde ich das hier alles mit dir fallen lassen, wenn ich das nicht alles deiner Mutter zu liebe tun würde, mich kotzt es an, denkst du mir macht das Spaß mit so einer Megazicke so wie du es bist zu arbeiten?“ brüllte er mich an. Ich stand auf sah ihn an. „Ach ja? Na wenn du das so siehst!“ Ich nahm mir meine Tasche und ging. So konnte er nicht mit mir reden, er würde durch mich Geld verdienen, ich brauchte ihn nicht und seine komische Band Tokio Hotel auch nicht. Meine Stöckelschuhe hörte man immer schnell hintereinander klacken. Ich ging schnell. Andere 17 jährige Mädchens sehen gegenüber mir aus wie 5 jährige, ich hatte eher so den Anblick einer 20Jährigen. David wollte also nicht mit mir arbeiten wohl lieber mit seiner komischen Kinderband, die zwar auch so alt waren wie ich, aber sich wahrscheinlich noch benahmen wie Kinder in ihrem Alter und noch nicht wussten wie hart das Showgeschäft doch werden kann. Warum ich so zickig war? Man musste sich halt ein zweites Gesicht in dieser Welt zu legen, nur ich wusste, dass ich das auch nicht wirklich trennen konnte, deswegen überspielte mein zweites Gesicht auch meine erstes. Das erste kam nur manchmal abends raus, wenn ich ganz alleine war. Wenn ich mal wieder in einem Hotelzimmer war und mal wieder nicht wusste in welche Stadt ich doch wäre, wenn ich doch wieder merkte das ich nicht das starke Mädchen war das man mir ansah, wenn mich dieses Geschäft wieder stresste. Ich hatte keine Freunde, woher denn auch? Seitdem ich denken konnte war ich unterwegs und seitdem ich 14 war, alleine sogar ohne meine Mum, wenn ich glück hatte sah ich sie ein zweimal im Monat, sonst war ja noch Renate da, die ich ja aber nicht mochte. Ich hasste Leute die mir sagten was ich zu tun hatte, so wie dieser Produzent den ich ja so lieb David nennen sollte, weil er meine Mutter kannte. Ich kannte ihn auch schon seid dem ich denken konnte. Er war der beste Freund meiner Mutter und mein Patenonkel, aber sie war nun mal bekannt und er auch, von daher hatte ich ihn auch nicht oft gesehen und kennen tat ich ihn auch nicht wirklich. Ich war auf dem Studiodach. Das Studio war hoch und oben auf dem Dach war es windig, doch auch schön. Ich setzte mich an die Schornsteinmauer. Aus meiner Tasche zog ich meine Zigaretten und machte mir eine an. Ich hatte die Tür nach innen offen gelassen, ich hörte ein Schlagzeug spielen, später dann auch ein Bass und eine Gitarre. Es war Tokio Hotel, ja die Band die mit mir auf Tour gehen sollte, nein ich sollte ja mit ihnen auf Tour gehen. Ich merkte ein paar Tränen, wie sehr hasste ich doch dieses Geschäft, es kotzt mich so zu sagen sogar an. Aber flüchten ging nicht, ich wusste auch nicht wirklich warum ich dann eigentlich noch eine Musikkarriere startete. Aber ich liebte die Musik, sie war so etwas wo man sich drin fallen lassen konnte für jede Situation gab es einen Song. Ich zog wieder an meiner Zigarette und wischte mir die Tränchen von den Augen. Aus meiner Tasche nahm ich mir den Handspiegel und sah nach ob irgendwas verwischt war. Es war alles okay. Ich stand wieder auf und ging wieder runter zu den Studios. „Jessy hier bist du, ich hab dich schon überall gesucht.“ David kam zu mir, „na anscheinend nicht sonst hättest du mich ja gefunden. Ich will zum Hotel.“ „Das geht nicht wir sind grade bei den Tourvorbereitungen, du musst auch noch üben, so viel Zeit bleibt uns nicht mehr.“ Sagte David, ich sah ihn an und rief nach „RENATE!“ sie kam zu mir „Bring mich zum Hotel und bring Joey mit.“ Joey war mein Bodyguard, mit dem verstand ich mich gut. Es war wie ein Freund, aber es war so ein Vater-Freund. Wie mein großer Kuschelbär. Ich mochte ihn und er war wohl der einzige der mich richtig kannte. „Jessy ich meine es ernst!“ meinte David zu mir und sah mich an. Ich blinzelte „ich auch!“ und ging an ihm vorbei. Joey und Renate kamen. David stand da nun wie bestellt und nicht abgeholt. „Na David kommst du gegen das Temperament einer 17 jährigen nicht an?“ hörte ich einen der komischen 4 Jungs sagen. Ich musste grinsen, was sie ja zum Glück nicht sahen. Ich kam aus dem Studio. Da standen ein paar Fans, zwar nicht nur von mir, aber auch. Ich war so nett schrieb ein paar Autogramme und machte ein paar Fotos und verschwand in einem kleinen schwarzen Auto. Ich saß hinten neben mir saß Joey. Ich spielte mit ihm ein Spiel, wir sahen in die Wolken und versuchten daraus etwas zu sehen. Es war schön mit Joey rum zu albern. Renate fuhr nur ruhig, dann bog sie beim Hotel ein. Ich ging zum Check-In Schalter. „Jessy Trensen“ sagte ich genervt, der Mann sah kurz in sein Buch und drückten mir dann ein Schlüssel in die Hand. Renate holte sich auch noch ihre Schlüssel und es ging hoch. Joey und Renate waren zusammen in einem Zimmer. Ich sah Renate eigentlich nie an, ich war auch nie nett zu ihr ich mochte sie nun mal nicht, kein bisschen. Ich ging in mein Zimmer. Joey kam zu erst mit und sah mich an „Ist denn alles okay bei dir?“ ich nickte „Ja alles gut, kannst ruhig gehen.“ Er fragte jeden Abend nach mir, denn er hatte mich einmal dabei erwischt wie ich geweint hatte. Er wuschelte mir noch einmal übern Kopf und verschwand. Ich schloss die Tür hinter ihm. Ich sah in das Hotelzimmer, wie immer war es leer. Wie immer war ich alleine. Ich ging zum Fenster und sah hinaus. Wie ich diese Stille hasste. Draußen liefen Mütter mit ihren Kindern lang, Freundinnen und Pärchen. Ich fing wieder an zu weinen. Wie gern würde ich auch mal etwas mit meiner Mutter unternehmen, mit ihr durch die Straßen gehen, ohne erkannt zu werden. Wie gern hätte ich doch auch einfach eine beste Freundin und einfach einen festen Partner. Einfach nur die Nähe zu einem Menschen. Eine Beziehung, die nicht nur darauf basiert ich habe was mit dem berühmten Mädchen zu tun. Nicht wie schon viele Jungs einmal mit ihr ins Bett und dann damit angeben. Ich hasste es. Ich sprang auf mein Bett. Es klopfte an meiner Tür. Ich ging zur Tür, machte sie auf und sah David in die Augen. „Jessy so geht das nicht wir müssen wenn schon zusammen arbeiten und nicht gegen einander. Sag mal was ist denn mit deiner Schminke?“ Ich sah ihn an und ging zum Spiegel, sie war verlaufen. „Ach ähm…ja ich wollte mich grade waschen und hab grade mein Gesicht und dann hast du geklopft dann ist es verwischt.“ Er nickte. „Können wir das morgen klären David?“ fragte ich, er sah mich an „Na ich hoffe, dass ich dann wieder mit dir reden kann.“ „Kannst du.“ Sagte ich und schloss die Tür. Ich ließ ihn einfach vor der Tür stehen. Ich musste wieder weinen. Ich wollte doch nicht viel um glücklich zu sein, ich wollte doch nur einen Menschen der auch mir zu hört, der mir auch ein wenig Licht schenkt in der großen Dunkelheit. Der mir auch mal ein Lächeln schenkte und mir das passende Wort in manchen Situationen gab. Ich weinte wieder wie immer, wie jeden Abend. Ich machte meine Tür auf und wollte grade zu Joey gehen, es war keiner auf dem Flur also ging ich. Die Tür war offen, ich ging langsam rein. Joey und Renate lagen zusammen im Bett und küssten sich grade. Ich bekam ein Schock. Joey wusste doch wie sehr ich diese Frau hasste. Der eine Freund den ich hatte mit dem schlimmsten Mensch dieser Erde vereint. Ich rannte wieder raus in mein Zimmer. Ich warf die Tür hinter mir zu. Nun lag ich auf meinem Bett und weinte wie noch nie zu vor. Nun war ich ganz alleine, nun war da nur noch ich. Ich schlief weinend ein

Es war der nächste Morgen Joey weckte mich. „Jessy aufstehen“ sagte er sanft, ich blinzelte. Als ich ihn dann erkannte sprang ich auf. „Verpiss dich! Verpiss dich aus diesem Zimmer!“ Er sah mich verwirrt an. „Raus!“ schrie ich noch lauter. Er ging langsam ich drückte ihn noch ein wenig das er schneller raus ging und warf die Tür hinter ihm zu. Wie konnte er nur, er sollte sich verpissen. Kurz darauf klopfte es wieder. „Wer ist da?“ fragte ich unfreundlich. „Jessy ich bin es David.“ Ich ging zur Tür und öffnete sie langsam. „Was ist denn los? Warum schmeißt du Joey raus?“ „Deshalb“ und mit dem Wort schmiss ich die Tür auch wieder zu. „Jessy bitte!“ sagte David. „Ich bin inner halben Stunde unten!“ sagte ich noch und fing an meinen Koffer auseinander zu nehmen. Ich zog meine Stiefel an und steckte die Hose hinein. Dann noch ein schicken schwarzen Pullover und los ging es mit dem schminken. Nach einer Stunde war ich unten, nicht nach einer halben, aber wen interessierte das schon. Klar alle sie warteten schließlich schon eine halbe Stunde auf mich. Ich kam rein und blinzelte erstmal gekonnt. „Können wir?“ fragte der schwarzhaarige von den Jungs genervt. „Warum denn nicht?“ fragte ich künstlich und wir gingen. Draußen folgten wie jedem Morgen Fotos und Autogramme. Dann musste ich wieder zu Joey und Renate ins Auto steigen. „Jessy was ist los? Prinzessin was ist mit dir?“ fragte Joey. Ich antwortete nicht sah nur mit hoher Nase aus dem Fenster. Ich setzte mir meine übergroße Sonnenbrille auf die Nase und setzte mir eine Cap auf. Meine Haare band ich noch schnell mit einem Zopfgummi zusammen. Dann kamen wir auch an. Nach denn alltäglichen Fans vor dem Studio ging es endlich rein. Ich ließ mich in den Aufenthaltsraum fallen. David kam rein, „Jessy können wir jetzt reden?“ Ich sah ihn genervt an, „man wozu?“ „Na okay, so bringt das ja eh nichts! Ich ruf deine Mutter an.“ sagte er und stand auf und ging. Sollte er sie doch anrufen, dann würde ich wenigstens mal wieder was von ihr hören so nach 3 Wochen, in Moment dachte sie ich wäre bei David also brauch sie sich den Problemen mit ihrer Tochter nicht auseinander zu setzten. Kurze Zeit darauf kam David wieder und hielt mir das Telefon ans Ohr. „Deine Mutter.“ Ich nahm ihm das Telefon ab. „Ja?“ fragte ich. „Jessy, was fällt dir ein, du musst auch auf David hören ich dachte so eine Studioauszeit würde dir mal gut tun!“ schrie sie mich an. „Weißt du wegen dir unterbreche ich grade die Dreharbeiten!“ Das war mal wieder typisch, sie dachte wie immer nur an ihre Arbeit. Es tat weh, sehr weh. „Mama vielleicht denkst du auch mal an mich und nicht nur an deine bescheuerte Arbeit, ich bin auch noch da.“ „Jessy sei still, irgendwer muss ja das Geld verdienen.“ Schrie sie. „Du bist doch schon reich verdammt du müsstest nicht mehr arbeiten!“ brüllte ich zurück. „Es reicht ich muss weiter arbeiten und du tust jetzt das was David dir sagt!“ mit diesen Worten legte sie auf. Ihre Arbeit war ihr nun mal wichtig als ich, ich war ja eh nicht geplant, ich passierte einfach. Das hatte ich irgendwann mal mitbekommen, als sich meine Eltern stritten. Renate sah mich mit großen Augen an. „Was guckst du?“ fragte ich sie abfällig und sie sah ganz schnell wieder weg. Ich stand auf wollte David das Handy wiederbringen. Ich kam langsam ins Studio blieb aber vor der Tür stehen und lauschte dem Gespräch. „Dieses Mädchen hat doch einen Schaden, wie kann man denn nur so drauf sein.“ Sagte der junge mit den Dreadlocks, wenn ich mich nicht täuschte hieß er Tom. „Echt so eine Zicke, zu gar nichts bereit, wie stellt die sich das eigentlich vor.“ Sagte der mit den schwarzen Haaren der wohl Bill hieß und der Bruder von Tom war. „Jungs die ist schon immer so glaubt mir, das ist die größte Zicke die ich kenne, manchmal bin ich wirklich kurz davor sie mit Schlampe zu bezeichnen, ihr wisst schon in welchem Sinne.“ Sagte David, das reichte mir. Ich machte die Tür ruckartig auf und warf ihm sein Handy mit voller Wucht vor die Füße. Dann drehte ich mich auf meinen Absätzen und begann zu laufen. Wieder auf das Studiodach. Ich wollte einfach nur noch weg von dieser Welt. Ich lief hoch und nun stand ich da auf dem Dach. Ich ging immer näher zum Rand und sah hinunter. Das Haus war hoch.  Mir gingen die Worte durch den Kopf und die Bilder, die ich schon mein ganzes Leben hatte, von meinen streitenden Eltern von Dreharbeiten die ich nicht mochte, von meiner wütenden Mutter die mich öfters so oft anschrie bis ich endlich diese Szene spielte, Freunde die mich nur ausnutzen weil ich bekannt war und zu letzt Joey und Renate. Ich schloss kurz die Augen, ich wollte springen, ich wollte nicht mehr leben, keiner mochte mich, was natürlich auch mit meine Schuld war, aber was sollte ich denn tun, nun würde eh nichts mehr nützen. Ich merkte meine Tränen. „Wenn du das tust…“ hörte ich eine Stimme hinter mir. Ich drehte mich kurz etwas um. Dort stand einer von Tokio Hotel, der älteste, ich erinnerte mich er hatte sich mit Georg vorgestellt.  „Was dann?“ fragte ich und sah wieder runter, da war eine Straße und da standen Mädchen. „Komm wieder zurück was würde es dir denn bringen?“ „Ich würde aus diesem scheiß Leben rauskommen.“ Sagte ich und ich weinte. Man hörte es auch an meiner Stimme. Er kam ein paar Schritte näher. „Bleib wo du bist!“ schrie ich ihn an. Er blieb stehen. „das ist doch aber schwach, wenn du springen würdest!“ sagte er. „Na und?“ fragte ich weinend. „Du bist nicht schwach du hast solange in diesem Geschäft durchgehalten! Komm, es gibt für alles eine Lösung.“ „Ach echt, kennst du mein Leben? Weißt du wie scheiße es ist?“ „Nein, aber möchtest du das deiner Familie und deinen Freunden antun?“ fragte er, das war die falsche Frage, noch mehr fing ich an zu weinen. „Welche Freunde? Welche Familie?“ Ich warf die Hände vors Gesicht und merkte wie ich anfing zu schwanken, ich wäre beinahe vorne übergekippt und wirklich runter gefallen doch im letzten Moment schnappte mich Georg noch und zog mich zurück. Er hatte so viel Kraft benutzt das wir nach hinten flogen und nun auf dem Rücken lagen. Er zog mich hoch an sich ran. Ich weinte immer noch. Er nahm mich ins eine Arme und zog mein Kopf an seine Brust. „Hey was ist denn los? Nichts ist so schlimm das sich so ein hübsches Mädchen wie du sich umbringen muss.“ Flüsterte er und wiegte mich leicht hin und her. „Ich habe keine Freunde, und meine Eltern hassen mich, mit meinem Vater hab ich so gut wie gar keinen Kontakt mehr und meiner Mutter bin ich egal, ihr ist die Arbeit wichtiger als ich. Joey mein Bodyguard macht mit der schlimmsten Frau die ich kenne rum und alle anderen hassen mich. Und die Fans ja, die kennen mich ja nicht! David hat recht ich bin eine Schlampe.“ Schluchzte ich, warum ich ihm das alles erzählte wusste ich nicht. Es sprudelte einfach so aus mir heraus. „David hat kein Recht, niemand ist so etwas, ich denke nicht, dass deine Mutter dich hasst und ich glaube auch nicht das dich alle hassen, ich glaube auch nicht, dass du so zickig bist wie du tust. Ich glaube du bist ein super liebes Mädchen was nur nicht ihrem Leben klar kommt weil du noch nie ein wirkliches eigenes Leben hattest. Ich weiß, dass du seid du klein bist berühmt bist schließlich kenn ich dich aus dem fernsehen seid dem ich denken kann.“ Sagte er. Er lächelte mich an. Mein Herz wurde dadurch wärmer. Ich spürte zum ersten Mal wie ein Mensch nett zu mir war und es auch wirklich ernst meinte. „Jessy ich sage David bescheid das ich dich wieder gefunden hab okay?“ fragte er. „Ja, aber sag ihm bitte nichts!“ Georg sah mich an. Nickte dann aber doch, „na gut ist okay, aber keine Selbstmordversuche mehr okay?“ lächelte er. „Okay, ich verspreche es.“ Sagte ich. „Gut, kommst du mir runter?“ „Ja mach ich!“ Wir standen auf er legte einen Arm um mich und wir gingen ganz langsam die Treppe hinunter. Kurz bevor wir unten waren nahm er ihn aber wieder weg, warum wusste ich nicht. Er machte die Tür auf da war David auch schon. „Oh Gott Jessy!“ sagte er und kam mit einmal auf uns zu. Er schloss mich in den Arm. „Mach so was nie wieder, ich hatte mir Sorgen gemacht!“ sagte er. Lügen konnte er anscheinend gut. Ich schob ihn von mir weg. „Fass mich nicht an!“ fauchte ich ihn an und ging ins Studio. „Welche Lieder soll ich üben?“ fragte ich genervt, wieder war die Jessy da die alle kannten, was Georg wohl nun von mir dachte? Dort oben auf dem Dach hatte ich mich ihm geöffnet er wusste nun das die wirkliche Jessy schwach war und auch nicht zickig. Nur er und Joey wussten das nun. Aber Georg hatte mich nun wieder rum zicken sehen, aber was hätte ich denn tun sollen, nett sein? Auf einmal? Der Mann nannte mir ein Lied. Ich fing an es zu singen einfach so drauf los, wie man es halt auf so einer Tour machte. Aber ich gab mir keine Mühe. Ich sah wie Georg rein kam. Mit einmal fing ich mit aller Kraft zu singen, so gut es ging. Mein Herz hüpfte. Ich lächelte zu ihm und er lächelte zurück. Mein Herz pochte als wenn ich mich in den kurzen Minuten oben auf dem Dach in ihn verliebt hätte. Obwohl war das Liebe? War das Liebe was ich grade spürte? Ich kannte dieses Gefühl nicht, wenn das Liebe war, war es ein sehr schönes Gefühl. Er lächelte zurück.

Es verging eine Woche, ich hatte oft mit Georg geredet! Meistens nachts wenn es mir scheiße ging, ging ich zu ihm rüber. Keiner wusste davon nur er und ich. Es war unser kleines Geheimnis. Ich war fertig mit Proben und David sagte mir ich sollte zu den Jungs gehen und ihnen sagen, dass sie dran wären. Das Verhältnis hatte sich zwischen mir und David, zu seinem Überraschen verbessert. Umso netter ich war, desto netter war er. Das hatte ich begriffen. Ich ging zu dem Raum in dem die Jungs sitzen mussten. Sie war ein Spalt offen. „Sag mal war Jessy gestern Nacht bei dir?“ fragte Bill. „Wir kommst du denn da drauf, was sollte die denn bei Georg?“ fragte Gustav der bis jetzt noch nicht so viel geredet hatte. „Ich hab sie gestern übern Flur gehen sehen und ich meine sie kam aus Georg Zimmer.“ sagte Bill. „Die war sicher bei ihrer komischen Renate die hat doch das Zimmer neben an.“ Sagte Georg. Was sollte das denn, warum log er? „Dann hatte ich mich verguckt“ sagte Bill „hab auch schon überlegt was die bei dir sollte!“ „Ja was denkt ihr eigentlich von mir, als wenn ich mit so einem verwöhnten komischen Kind abhängen würde, bin ich eklig die benimmt sich wie die Queen. Die ist doch nur nervig und ne Last für uns alle.“ Sagte Georg laut. Ich war geschockt. Sah er mich so? Mein Herz war so als wenn es stoppen würde. „Ja wie David halt sagte eine Schlampe!“ sagte Tom und Georg sagte noch ein „genau!“ Ich lief von der Tür weg rein in einen anderen Raum. Ich suchte Papier und Stift und fing an zu schreiben:

Hi Georg

Ich weiß was du von mir hältst! Doch du hättest es mir gleich sagen können und mich nicht eine Woche lang anlügen sollen, ich habe dein Gespräch mit deiner Band mitbekommen ich verstehe nicht warum du mich angelogen hast! Glaubst du nicht das haben schon genug Menschen in meinem Leben? Du weißt es als einziger. Ich dachte zum ersten Mal würde mich wer gern habe! Aber es ist anscheinend nicht so! Vergiss alles was ich dir je erzählt habe! Es ist egal, zumindest ist es jetzt egal, vollkommen egal! Ich werde jetzt gehen, du solltest wissen das du die erste Person warst in die verliebt war so richtig, zum aller ersten Mal habe ich die Wärme eines Menschen spüren dürfen zum ersten Mal hatte ich einen wirklichen Freund der mir zu hörte und das warst du! Ich weiß, dass alles anders war als es schien! Ich bin doch nur das Erfolgreiche Mädchen für dich, das zickt bis zum geht nicht mehr. Aber meine Gefühle waren nun mal ECHT! Ich werde dich vermissen, aber es ist egal!

Jessy

PS: Ich liebe dich!    

Ich faltete den Brief und schrieb noch „für Georg“ drauf. Ich legte ihn gut zu sehen auf den Tisch. Tränen flossen über meine Wangen. Eine tropfte noch auf Georgs Namen, er verlief, aber es war mir egal. Ich stand auf und ging wieder auf das Dach. Wieder der kalte Wind um mich. Er war kalt, eine richtige Todesluft. Ich sah hinauf in den Himmel. Es war dunkel, ich sah die einzelnen Sterne. Wie sie so freundlich und unschuldig auf die Erde leuchten, doch diese Erde war ungerecht! Warum wurde man nur geboren wenn man nur ein scheiß Leben führen sollte? Ich ging an den Rand des Daches, meine Haare wehten nur so im Wind, ich setzte mich auf die Kante. Im Gegenüberliegenden Hotel, waren in vielen Zimmern Licht an und auf den Straßen fuhren manchmal ein paar Autos lang. Meine Beine schaukelten in die Tiefe, es war kein Halt unter ihnen und grade das war das schönste Gefühl in diesen Momenten, in diesem Leben. Diese Gefühle von Freiheit. Ich spürte mein Handy in meiner Hosentasche vibrieren. Ich wusste, dass es Georg war und grade deshalb ging ich nicht dran. Ein Lächeln machte sich auf meinem Gesicht breit, ich wusste da sich gleich keine Schmerzen mehr in meinem Herzen haben werde, das ich nicht mehr denken brauchte. In meinem Kopf schwirrte neben dem Freiheitsdrang zwei Sätze herum „Als wenn ich mit so einem verwöhnten komischen Kind abhängen würde, bin ich eklig die benimmt sich wie die Queen. Die ist doch nur nervig und ne Last für uns alle.“ Genau diese Sätze von Georg kam nicht aus meinem Kopf, doch gleich wären sie weg. Nun war ich bereit ich fühlte es. Ich stand langsam auf. Ich atmete tief ein und aus. Ging so nah es ging an die Kante des Daches. Ich sah noch ein letztes Mal in den Himmel zu den Sternen. „Jessy!“ Ich wurde unterbrochen. Ich wusste, dass es Georg war. „Was willst du hier?“ fragte ich und merkte meine Tränen kommen. „Tu es nicht!“ „Du hast gelogen!“ schrie ich. Er war still, „du hattest gesagt, das es Menschen gibt die mich nicht hassen, Menschen die mich mögen und du hast gesagt du denkst nicht da sich zickig bin und eigentlich ein liebes Mädchen bin. Du hast mir die ganze Woche etwas vor gespielt nur damit ich mich nicht umbringe, du wolltest dabei nicht zu sehen, du hast nur an dich gedacht!“ „Was redest du denn da?“ fragte er nun auch in einem verzweifelten Ton. „Was ich rede? Wer hat den vorhin seinen Freunden erzählt da sich eine verwöhnte Queen wäre und eine Last für alle, warst du das nicht? Zum ersten Mal hatte ich gespürt was Freundschaft, nein was Liebe ist! Ich hasse dich!“ Am liebsten wäre ich losgesprungen, jetzt in diesem Moment, doch ich konnte nicht. „Nein, aber wenn du es so siehst hast du mich auf angelogen, du hattest mir versprochen nie mehr Selbstmordversuche zu machen und außerdem….Jessy du hasst mich nicht, du liebst mich und ich…ich…ich dich auch! Komm her zu mir.“ Sagte er, ich war geschockt, auf einmal war ich stocksteif. Doch dann platzen meine Gedanken raus „Das sagst du jetzt alles nur so damit ich nicht springe!“ Auf einmal hörte ich seine Stimme ganz nah neben mir, „Glaub mir!“ sagte er und ich sah zur Seite, er stand nun auch ganz nah am Ende des Daches. „Wenn du jetzt springst, dann springe ich auch!“ Er hatte kleine Tränen in den Augen. „Geh hier weg.“ Flüsterte ich, es war viel zu gefährlich für ihn, er könnte runterstürzen. „Nicht ohne dich Jessy.“ Ich drehte mich zu ihm. Erst da sah ich, dass noch mehr auf dem Dach standen, neben David waren auch der Rest der Band da und Joey und Renate. „Jessy ich liebe dich und das sollen alle wissen.“ Er sah mich an, nahm meine Hand und sah noch einmal in den Himmel und fing ganz laut an zu rufen. „JESSY ICH LIEBE DICH!“ Ich sah hinunter. Mit seiner Hand hob er ganz leicht meinen Kopf und kam mir näher. Er fing an mich zu küssen, ganz sanft, ich schloss langsam meine Augen und fing an ihn zu umarmen. Seine Lippen waren weich und es war zu schön um wahr zu sein, doch es war wahr. Wir lösten uns ganz langsam von einander und gingen von der gefährlichen Stelle weg. Nun standen wir vor den anderen, denen der Schreck noch in den Gliedern saß und alle ganz blass um die Nase waren. Georg sah erst zu ihnen dann zu mir und dann noch einmal zu ihnen, „darf ich euch vorstellen das ist meine große Liebe, das ist Jessy!“                 

    

------> Ende <-----                                                                

       

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