Jubi-Storys
Warum?
Es war doch für ihn
Thema Nr. 1
Ich wünscht ich wär ein Engel....
One Night in Magdeburg
PS: Ich liebe dich!
Beautiful
I hate this Song
Es tut mir Leid
Ich erinnere mich an die Zeit...


Kapitel 687:

„Mama!“ durch den Ruf meiner Tochter wurde ich geweckt. Ich hob den Kopf. Ich saß immer noch auf dem Stuhl neben Gustav seinem Bett, ich musste eingeschlafen sein. „Amy, was machst du denn hier?“ Sie kam zu mir gelaufen. Ich fing sie auf. Ich sah zur Tür. Franzi stand da. Sie kam langsam auf mich zu. Sie sah zu ihrem kleinen Bruder. Sie sah traurig aus. Es fiel ihr schwer ihn zu sehen, zumindest SO zu sehen. „Papa?“ fragte Amy leise und fasste nach seiner Hand. „Ich weiß du willst nicht, dass sie ihn so sieht, aber sie wollte unbedingt zu euch und ich finde so ist es richtig.“ Sagte Franzi. „Das sagt mir mein Muttergefühl.“ Sie lächelte etwas und kniete sich zu uns. Franzi hatte Recht, eigentlich wollte ich Amy das alles ersparen aber nun war sie hier. „Ich hab schon gehört was heute Nacht war…“ sagte Franzi leise. Ich nickte etwas gedankenabwesend und sah wieder zu Gustav. „Papa, aufwachen!“ Amy sah zu mir. „Amy, das ist nicht so einfach. Ein Arzt muss ihn wecken.“ Ich wusste, dass Amy das ganze nicht verstand. Franzi blickte uns zerknirscht an. „Und was ist mit dir?“ fragte sie. „Es ist egal…“ flüsterte ich. „Nein, Jana es ist nicht egal…“ Ich seufzte. „Ich kann es nicht sagen.“ Franzi nickte. „ist schon in Ordnung.“ Dann wandte sie sich ihrem kleinen Bruder zu. „Hey, Juschtel! Hör auf mit dem Scheiß ja? Es machen sich alle nur Sorgen um dich, weil du so ein Schwachsinn hier veranstaltest, deine Frau brauch dich und deine Tochter auch.“ Es klang ein wenig vorwurfsvoll. Doch ich wusste, dass sie es nicht so meinte. „Habt ihr schon ein Arzt gesehen?“ fragte ich sie. Sie nickte. „Und?“ „Sie werden ihn nachher wieder aufwecken, sie haben uns die Sache gestern Nacht erklärt und das es wahrscheinlich wegen Panik oder so passiert war, das er so überreagiert hat und da ja grade die Lunge ziemlich betroffen war, ging das ziemlich schnell in eine Hyperventilation über. Und da es so kurz nach der Operation war und er ja sowieso schon so erschöpft war haben sie ihn lieber schlafen gelegt.“ Erklärte sie mir die Sache. Ich nickte. „PAPA AUFWACHEN“ fing auf einmal an Amy lauter zu rufen. Ich musste etwas lächeln. Sie sah einfach mal wieder alles mit ihren Kinderaugen. „Komm, wir gehen raus.“ Sagte ich nun freiwillig von mir aus. Ich stellte sie wieder auf ihre Füße und nahm sanft ihre kleine Hand an meine. Ich war ihre Mutter. Ich musste mich schließlich um sie kümmern, egal was grade in meinem Kopf rumschwirrte. Langsam öffnete ich dir Tür zum Flur. „Jana“ kam mir sofort entgegen als ich hinaus kam. Es waren Tom und Bill, beide sahen sie mich an. „Mit mir ist alles in Ordnung!“ sagte ich sofort. Ich beugte mich hinunter und nahm Amy hoch auf meinen Arm. „Wirklich?“ Ich nickte zuversichtlich. „Wir beide gehen jetzt was frühstücken oder Schatz?“ fragte ich meine kleine Tochter auf meinem Arm. „Ja!“ sagte sie fröhlich. „Will noch jemand mit?“ „Wo willst du denn bitte was essen gehen?“ fragte Bill leicht verwirrt. „Ähm in der Cafeteria?“ Tom schüttelte mit dem Kopf. „Das vergesse aber mal ganz schnell. Überall sind hie irgendwelche Journalisten unterwegs.“ „Ja und?“ fragte ich genervt. „Hat einer von euch zufällig eine Sonnenbrille dabei?“ Tom zog eine aus seiner Hosentasche. „Danke!“ sagte ich und setzte sie auf. Ohne noch weiter mich mit den Beschwerden meiner Brüder zu kümmern, ging ich nun zur Tür. Ich stieß sie auf und drückte Amy ganz fest an mich. Mir war klar das irgendwo hier bestimmt jemand war der mich kannte, aber es war mir egal. Ich musste einfach da mal raus, raus aus diesem weißen Gang, raus ins Leben. Meinem Mann ging es einfach nur schrecklich das wusste ich wohl, aber ich hatte eine Tochter. Ich wusste, dass Gustav es mir nie verzeihen würde wenn Amy unter dieser ganzen Situation leiden würde.

Amy und ich saßen nun also in der Cafeteria und aßen ganz ruhig unser Essen. Ich hatte schon einige Blitze bemerkt von Kameras und das Getuschel neben mir ging natürlich auch nicht spurlos an mir vorbei. Am aller schlimmsten war aber die Bildzeitung sie zum Verkauf aushing. Auf dem Titelbild war Gustav abgebildet. „Sorge um Tokio Hotel!“ stand ganz fett drauf. Außerdem waren dort auch Bilder zu sehen wo Gustav so zusammen gesunken da hing. Es tat mir weh, aber ich versuchte es zu ignorieren.

Kapitel 688:

„Du bist doch verrückt!“ kam auf einmal von der Seite zu mir geflüstert. Ich sah hin, es war Franzi die neben mir auftauchte. Sie setzte sich zu mir. „Komm wieder zurück, du kannst hier nicht so sitzen…“ Sie klang ernst. „Doch kann ich, siehst du doch!“ sagte ich etwas patzig. „Jana! Werd klar im Kopf, was ist denn mit dir los?“ Ich sah sie an. „Es ist nichts, ich kümmere mich um meine Tochter und das muss sein.“ „ja, aber nicht hier! Die denken ja alle sonst was. Ja ich weiß es ist schwer für dich okay? Aber Amy steht das dieses Mal auch durch, auch ohne dich, wir sind alle für dich und sie da, bitte Jana konzentriere du dich jetzt nur auf Gustav. Er brauch dich jetzt!“ Ich sah Franzi tief in die Augen. „Und warum sagst du mir das erst jetzt, ich meine ich bin schon seid einer halben Stunde weg.“ „Weil mir grade erst gesagt wurde das du weg bist und die Ärzte ihn jetzt wecken wollen.“ Ich sah zu Amy. „Amy wir müssen wieder zurück!“ Amy sah mich an. „Zu Papa?“ Ich nickte heftig.

Ich kam wieder in das Krankenzimmer. Ich saß mit Amy neben Gustav seinem Bett. Nun schon seid einer halben Stunde. Wieso Amy es so lange so ruhig aushielt war schon komisch für mein keines Energiebündel. Aber sie sah immer wieder zu ihrem Papa. Genauso wie ich, wir starrten ihn beide eigentlich nur so an. Langsam bemerkte man ein Zucken in seinen Augenliedern. „Papa?“ fragte Amy mit leiser Stimme, sie war so klein und trotzdem hatte ich ein wenig das Gefühl das sie den Ernst der Lage verstand. Da begann Gustav zu blinzeln. Langsam öffnete er seine Augen. Man konnte erkennen, dass er uns nicht sofort erkannte. Wahrscheinlich hing ihm noch der Schlaf in den Augen, aber nach zwei Minuten fiel ihm ein Lächeln übers Gesicht. Ich strich ihm sanft über die Wange. „Amy…“ sagte er und sah seine Tochter ganz genau an. Amy fing an zu strahlen. „Mama, Papa wach!“ sagte sie fröhlich. Ich nickte „Ja Amy, du hast Recht.“ „Was ist denn los?“ fragte Gustav etwas durch einander. „Nichts schlimmes mein Schatz, du hast die Nacht hyperventiliert, aber es ist schon alles in Ordnung.“ An Gustavs Stelle hätte ich mir darüber wahrscheinlich Gedanken gemacht, aber er starrte seine Tochter an und so schien es als wenn es ihn nicht interessierte. Ihm schien es egal zu sein, er hatte nur Augen für seine Tochter. Es störte mich nicht, es machte mich irgendwie glücklich. Dann griff er nach meiner Hand. Ich schloss kurz die Augen. Ich musste meine Freudentränen zurückhalten. Hier genau das in diesem Moment war meine kleine Familie. Nichts war mir wichtiger als genau grade dieser Moment. „Es tut mir alles so Leid.“ Sagte Gustav zu uns beiden. „Das muss es nicht, oder Amy?“ Sie sah mich kurz an, dann sahen ihren Augen gleich wieder zu Gustav. Ich gab Amy einen sanften Kuss auf ihren Hinterkopf. „Amy, komm her?“ Tom schaute kurz zum Zimmer hinein. Sie schüttelte mit dem Kopf. „Doch lass deine Mama und dein Papa mal alleine.“ Wieder schüttelte sie störrisch mit dem Kopf. „Jetzt sei doch mal nicht so wie deine Mutter, wir holen dir auch ein Eis, versprochen.“ Amy sah kurz noch einmal zu mir. „Du kannst ruhig mit Tom ein Eis essen gehen.“ Das ließ sie sich nicht zweimal sagen. Sie rutschte von meinem Schoß und lief so schnell sie konnte zu Tom. Gustav musste etwas lächeln, schwach aber tat es. Als die Tür wieder ins Schloss gefallen war sah ich wieder zu ihm. „Ich höre auf, dir jetzt solche Sorgen zu machen versprochen!“ sagte Gustav leise. „Ach…“ winkte ich es ein wenig ab. „Jana, man sieht es dir an das du vor Sorgen stirbst.“ Ich presste meine Lippen zusammen. „Ich kann da nichts für.“ Flüsterte ich. „Schatz, ich hab es dir grade versprochen.“ Ich nickte. „Das kannst du leider nicht halten. Du hast mir schon wieder mehr Sorgen bereitet.“ „Doch, ich werde jetzt wieder ganz schnell gesund und dann wird alles wieder gut.“ Seine Augen hatten so ein Nachdruck. Er war sich sicher. „Schatz, wenn das jetzt alles so einfach wäre.“ „Jana, was ist los?“
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