Jubi-Storys
Warum?
Es war doch für ihn
Thema Nr. 1
Ich wünscht ich wär ein Engel....
One Night in Magdeburg
PS: Ich liebe dich!
Beautiful
I hate this Song
Es tut mir Leid
Ich erinnere mich an die Zeit...


Kapitel 685:

Durch ein komisches Geräusch wachte ich auf. Langsam öffnete ich meine Augen. Es klang wie ein Röcheln. Leicht verwirrt drehte ich mich um. Sehen konnte ich nichts, es war so dunkel. Meine Augen mussten sich erstmal an die Dunkelheit gewöhnen. Ich blickte zu meinem Mann. „Gustav? Alles in Ordnung?“ fragte ich leise. Es kam keine Antwort, gut es war nachts, da schlief man ja normalerweise auch. Doch dieses Röcheln, das kam aus seiner Richtung und umso wacher ich wurde umso mehr wurde mir auch wieder bewusst was alles passiert war und was alles sein könnte. Ich sprang sofort auf und ging zu ihm. „Gustav?“ Er saß aufrecht in seinem Bett und atmete ganz schnell. Ich lief sofort zum Lichtschalter und haute nur so drauf. Dann drehte ich mich ruckartig um. Gustav saß wirklich aufrecht. Seine Hände hielten seine Brust. Das atmen wurde immer ruckartiger und lauter. Ich merkte wie das Gerät neben ihm anfing Alarm zu schlagen. Ich lief wieder zu ihm. „Gustav! Gustav hörst du mich!“ Doch er bewegte sich kein Stück ich hatte nur das Gefühl es wurde immer doller. Sein Herz schlug nur wie wild auf dem Monitor, auf den ich drauf sah, und Gustav sah so ängstlich aus. Ich suchte den Notfall Knopf, obwohl das Gerät ja schon bescheid gab, das es ein Notfall gab, aber besser doppelt. Gustav fing an zu Hyperventilieren, das hatte ich nun auch gemerkt. „Gustav, du musst ruhig werden.“ Sagte ich mit etwas ruhiger Stimme. „Guck mich an, alles wird gut.“ Ich legte meine Hände auf seine Schultern und versuchte seinen Augenkontakt zu finden. „Hör mir zu, du musst ruhiger atmen und langsamer!“ Doch er konnte mich noch nicht mal angucken, ich bemerkte wie durchgeschwitzt er war und seine Hände begingen leicht blasser zu werden. Da wurde nur so die Tür aufgeschlagen. Ein Arzt und zwei Schwestern kamen rein. „Gustav, ruhiger!“ sagte ich erneut. Der Arzt drückte mich etwas zur Seite um an Gustav ran zu kommen. „Reden, sie weiter, das hilft vielleicht beim beruhigen!“ rief mir die eine Krankenschwester zu. Ich stellte mich ans Ende des Bettes. „Gustav, ich bin hier… du brauchst dir keine Gedanken zu machen…“ „Er wird müde, wir müssen ihn Intubieren.“ Ich versuchte nicht hinzuhören was sie sagten. „Gustav, bleib ganz ruhig! Es wird nichts passieren alles wird gut, Amy wartet doch nur auf dich!“ Die eine Krankenschwester zog irgendwas auf eine Spritze und spritzte es in einen der Zugänge hinein. Die andere machte das Bett hinunter und der Arzt stellte sich ans Kopfende des Bettes und begann ihm einen Schlauch in den Rachen zu schieben. Die Spritze machte ihn ruhiger, man merkte das. Das Geröchel hörte auf. Ganz ruhig lag Gustav auf einmal da. „Was… was ist los?“ fragte ich leicht verwirrt. Eine der Krankenschwester drückte immer wieder auf so einen Luftsack. „Herr Schäfer hat Hyperventiliert und da es so kurz nach der Operation war, war er zu erschöpft. Deswegen haben wir ihn erstmal Narkotisiert, wir werden ihn auch erstmal an eine Beatmungsmaschine anschließen zumindest für den Rest der Nacht. Seine Lunge muss sich schließlich erstmal aufbauen wieder.“ Okay ich verstand nur Bahnhof. Hauptsache war das es ihm gut ging. Geschockt sah ich zu ihm. Der Arzt schraubte die Beamtungsmaschine an den Schlauch. Es sah schrecklich aus. Er sah so leblos aus. Der Arzt hörte ich noch einmal ab und spritze noch ein paar Sachen in die Schläuche und alles was um Gustav herum war. Ich ging zu meinem Bett und setzte mich. Ich musste erstmal tief durch atmen. „Haben sie schon ihre Testergebnisse?“ fragte mich der Arzt. Ich schüttelte mit dem Kopf. „Wissen sie, es ist unwichtig, im Gegensatz zu dem hier.“ Ich deutete auf Gustav. „Ach kommen sie…“ sagte eine der Schwestern. „Unser Labor macht auch immer Sonderschichten, wir müssen ihrem Mann jetzt eh noch stabilisieren und auch noch mal Blut abnehmen, da ist es vielleicht besser wenn sie nicht dabei sind. Sie und ich können doch mal zum Labor gehen und nachfragen oder?“ Vielleicht hatte die Frau Recht. Ich nickte ihr zu und zusammen mit mir gingen wir zum Labor. Was ich da erfuhr, das wollte ich eigentlich glaube ich nicht erfahren, zumindest nicht in diesem Moment. Als sie mir sagte was ich hatte, fing ich an zu weinen. Hätte ich nicht nachgefragt, hätte ich zumindest für den Moment weniger Probleme gehabt!

Kapitel 686:

Verwirrt landete ich aber irgendwann wieder in meinem Zimmer. In unserem Zimmer. Ich setzte mich neben Gustav auf den Stuhl. Ich streifte ihm sanft über die Stirn. „Gustav? Bitte, warum ist alles so kompliziert, warum passiert das jetzt alles?“ Ich hatte Tränen in den Augen. Ich musste weinen, anders ging es nicht mehr in diesem Moment. Ich sah ihn an. Er lag einfach nur da, ohne jede Regung. Gesternmorgen war er noch Topfit, dann kam irgend so ein Arschloch und schießt einfach und trifft auch noch ihn. Nicht das ich das jemand anderes gewünscht hätte, aber… warum ausgerechnet ihn? Und dann dachte ich wenigstens ist es vorbei und jetzt doch noch dieser Zwischenfall. Wer sagt mir das es nicht noch mal passiert und er es nicht überlebt, vielleicht überlebt er das ganze ja auch nicht! Verzweifelt saß ich da. Ich strich mit meiner Hand sanft durch seine Haare. Er mochte es immer. Ich hoffte, dass er es fühlte. Ich wusste ja nicht was für Folgen das alles für ihn haben konnte. Was ist wenn durch den Sauerstoffmangel irgendwas in seinem Gehirn kaputt gegangen ist. Ach ich machte mir viel zu viele Sorgen. „Gustav? Bitte! Werd einfach wieder gesund und …“ Ich fing an zu weinen und ließ mein Kopf auf seine Hand sinken. „…und komm zu mir zurück. Es ist mir egal wie wenig wir uns vielleicht sehen oder wie wenig Zeit wir vielleicht manchmal nur für uns beide haben, aber auch nur telefonieren ist besser, als wenn du gar nicht mehr da wärst.“ Ich hob meinen Kopf wieder. „Du siehst so gut aus, ich liebe dich schließlich und das schon so lange. Ich habe dich auch schon länger geliebt… du hast in mir immer so ein schönes Gefühl ausgelöst und das machst du immer noch, jedes Mal wenn ich dich sehe. Mir tut jede Streiterei so leid, ich würde alles wieder zurück spulen wenn ich das gewusst hätte…“ Ich merkte wie meine Tränen auf seine Hand tropften. „Ich weiß, ich soll mir keine Sorgen machen, weil ich weiß das du es hasst wenn ich das mache und weinen soll ich auch nicht. Aber, in Moment geht es nicht anders, es tut mir so Leid. Noch nicht mal damit kann ich dich glücklich machen.“ Ich schluchzte einmal laut. „Du darfst mich niemals verlassen hörst du, ich brauche dich so sehr.“ Ich sah aus dem Fenster. Man konnte Sterne erkennen. Der Himmel war ganz klar. „Ich bin gleich wieder da, mein Engel.“ Sagte ich zu ihm und gab ihm ein Kuss auf die Wange. Ich ging zum Fenster und sah hinaus. Er fehlte mir jetzt schon, obwohl wir das letzte Mal vor ein paar Stunden miteinander geredet haben und er doch eigentlich bei mir war. Er war ja schließlich nicht tot, aber ich hatte solche Angst davor, dass es so weit kommen konnte. Ich ließ mich von dem Schein der Sterne nur so blenden. Es macht mich einfach glücklich. Sie wirkten so hell und schön so als wenn sie mir zeigen wollte, du kannst dass Jana, du packst das. Zu meinem großen Glück flog sogar eine Sternschnuppe vorbei. Sie brachte mich zum lachen, denn bei Sternschnuppen durfte man sich was wünschen. Ich überlegte kurz, obwohl es ja eigentlich nicht groß was zum überlegen gab, war doch klar was ich mir eigentlich wünschte. Ja natürlich wünsche ich mir, dass Gustav wieder gesund werden würde, kerngesund oder einfach nur das alles wieder so war wie vorgestern! Ich drehte mich um und ging langsam wieder zu ihm. Ich fasste wieder seine Hand. „Du weißt gar nicht wie gern ich da lieber liegen würde, anstatt dir. Ich möchte niemals nach dir sterben, ich könnt es nicht ertragen wenn du stirbst okay? Hast du gehört Gustav? Du musst also hier bleiben… und jetzt erst Recht.“ Ich fing wieder an zu weinen. Ich strich mit der einen Hand immer noch seine Hand, mit meiner anderen streifte ich wieder durch sein Haar. „Weil weißt du Gustav, ich war ja vorhin meine Testergebnisse abholen und glaub mir das war keine leichte Sache.“ Ich musste etwas lächeln. „Du wirst dich darüber freuen, was ich jetzt sagen werde, deswegen musst du bei mir bleiben.“ Ich wischte noch einmal die Tränen unter meinen Augen weg. „Also… ich hoffe du hörst es… ich bin schwanger!“
Gratis bloggen bei
myblog.de