Jubi-Storys
Warum?
Es war doch für ihn
Thema Nr. 1
Ich wünscht ich wär ein Engel....
One Night in Magdeburg
PS: Ich liebe dich!
Beautiful
I hate this Song
Es tut mir Leid
Ich erinnere mich an die Zeit...


Kapitel 681:

Ein paar Leute waren von Dr. Carlsens wohl untertrieben. Da standen die anderen drei Jungs, zwei Bodyguards, die Polizisten, David mit Amy auf dem Arm und Tamara. Sie sahen mich. „Jana wie geht es ihm?“ kam gleich von allen Seiten. Am liebsten wäre ich sofort heulend vor der Tür zusammen gebrochen, doch Amy war da und das konnte ich ihr nicht antun. „Na ja, alles ist gut, aber er hat noch Schmerzen und ist noch sehr müde.“ Antwortete ich. Tom kam auf mich zu. „Komm her Schwesterchen.“ Er nahm mich in seine Arme. Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter. „Es tut mir Leid das wir jetzt erst kommen, aber Saki wollte uns nicht hier her kommen lassen.“ Flüsterte er in mein Ohr. „Ist schon in Ordnung vielleicht besser so, bevor euch auch noch etwas passiert wäre.“ Antwortete ich. „Übrigens sie haben das Arschloch der auf Gustav geschossen hat gefunden. Ging total schnell deswegen durften wir auch jetzt hier her.“ Sagte Georg. „Ja sonst wären wir noch weiter im Hotel eingesperrt gewesen von unseren eigenen Bodyguards.“ Bill schielte etwas böse zu ihnen hinüber. „Na Bill du solltest mal ganz still sein, sei lieber froh dass der Kerl nicht zielen konnte.“ Brachte sich nun auch David ein. „Warum?“ fragte ich. „Er wollte eigentlich Bill treffen hatte er nach seiner Festnahme gesagt…“ sagte Tamara mit ruhiger Stimme. Ich sah zu Bill. Er sah etwas unglücklich aus. „Wegen mir liegt Gustav wohl nun da…“ Bill ließ den Kopf hängen, er hatte wohl Angst, dass ich jetzt böse auf ihn werden würde. „Hey, du kannst da doch gar nichts für. Du musst das Positiv sehen Gustav hat dir so gesehen das Leben gerettet.“ Sagte ich zu ihm. „Ja und selber wäre er beinahe gestorben.“ Antwortete Bill. „Ja, aber er ist es nicht und das zählt!“ sagte nun auch Tom um sein Bruder auf zu heitern. „Mama!“ sagte Amy und sah zu mir. David stellte sie auf ihre Beine und sie kam zu mir gelaufen. Ich fing sie auf als sie bei mir war. „Was ist los?“ fragte ich sie, als ich vor ihr hockte. „Papa weg.“ Sie hatte ihre Augen ganz groß auf und sah etwas geschockt aus. Klar sie merkte natürlich wenn der fehlte, schließlich waren alle anderen da. „Ja Amy, dem Papa geht es grade nicht so gut.“ „Papa Aua ´macht?“ Ich nickte. „Dein Papa liegt hier in einem Bett in dem großen Haus hier und schläft sich gesund.“ Lächelte ich sie an. „Hause machen.“ Sagte sie und verschränkte ihre Arme vor ihrem Bauch. „Ne das kann der Papa leider nicht zu Hause machen. Komm her mein Engel.“ Ich nahm sie auf den Arm und drückte sie ganz doll. „So wie machen wir das jetzt?“ fragte Saki. „Was bringt es wenn wir jetzt alle hier rum stehen?“ Ein allgemeines Schulternzucken ging durch die Leute. „Also ich bleibe noch hier.“ Sagte ich, ich wusste wohl als einzige was ich wollte. „Ja dann bleibt Jana hier, noch wer, aber nicht alle.“ „Dann bleib ich noch damit sie nicht alleine ist! Ich sehe dann nachher auch noch mal nach Gustav und dann kommen wir zusammen zurück.“ Meldete sich David freiwillig. „Gut, der Rest kommt jetzt mit.“ Befehlte Saki. „Sollen wir Amy mitnehmen?“ fragte Tamara. „Amy möchtest du mit Bill und Tom wieder zurück oder noch ein bisschen hier bei Mama bleiben?“ fragte ich sie. Das konnte sie schon selbst entscheiden. „Bibi und Tom!“ sagte sie und legte ihren kleinen Ärmchen um meinen Hals zum Abschied. „Gut dann bis nachher.“ Verabschiedete sich Tamara. Ich sah zu David. „Wie sah er denn vorhin aus?“ fragte er mich. „Unbeschreiblich schlecht, aber besser als kurz nach dem Schuss.“ David nickte. Er sah nachdenklich aus. „Was ist?“ fragte ich. „Ich weiß auch nicht, so kann es nicht weiter gehen, wenn wir noch nicht mal für die Sicherheit der Band sorgen können. Ich meine das es so weit geht damit hätte ich nie gerechnet, aber nun ist es passiert und jetzt? Wenn die Band Tokio Hotel bei manchen Leuten schon so ein Hass ankurbelt dann können wir das nicht weiter verantworten, sonst endet das doch in eine Katastrophe.“ Ich verstand das, dass er darüber nach dachte. „Aber viele andere lieben sie doch auch.“ Versuchte ich ihm Mut zu machen, aber andererseits verstand ich nicht warum. Viel zu viel Angst hatte ich das so etwas noch mal passieren konnte.

Kapitel 682:

„Ach Jana…“ seufzte David und legte seine Hand auf meine Schulter. Ich sah ihn an. „Ja?“ „Komm mal her.“ Er nahm mich noch einmal ganz fest in die Arme. Ich fing bitterlich an zu weinen. Immer noch saß dieser Schrecken tief in mir drinnen, wahrscheinlich in uns allen, aber vor allem in mir. „Hey, er lebt…“ flüsterte David. „David, ich glaube es ist besser wenn ich bleibe.“ Kam auf einmal eine Stimme von hinten. Ich drehte mich um. Es war Tom. „Aber, du solltest doch mit zurück.“ Sagte David etwas verstört. „Ja, aber sie ist meine Schwester, die anderen warten unten auf dich.“ David sah mich an und nickte mir zu. Dann tauschten sie die Plätze und Tom kam zu mir. Ich ließ mein Kopf auf seine Schulter fallen. „Tom, ich verstehe die Welt nicht mehr, Gustav tut niemanden etwas.“ Ich fing wieder an zu schluchzen. „Ja, Jana, aber dein Mann hat unserem Bruder das Leben gerettet und er lebt selber und das zählt. Der Arzt war doch schon sehr optimistisch.“ Tom versuchte mich auf zu bauen. Ich hatte ein Stechen im Bauch, ein heftiges, schon die ganze Zeit. Es kam zusammen mit dem Zittern das jetzt zum Glück wieder weg war. Es fühlte sich an wie eine Leere im Magen. Immer wenn ich an die Zeit vor wenigen Stunden dachte wurde es mehr. „Das ganze hier macht ganz schöne Bauchschmerzen.“ Sagte ich zu Tom. Der nur nickte. „Ich war total beeindruckt von dir, wie du noch daneben sitzen konntest und ihn beruhigen konntest.“ Sagte Tom der ganz fest nach meiner Hand griff. „Das war der Schock.“ Sagte ich etwas lachend zu ihm. Das lachen klang mehr wie weinen, da immer noch so viele Tränen in mir steckten. „Weißt du was Tom?“ Ich sah zu ihm. „Was ist?“ fragte er. „Vor wenigen Tagen war ich mit Gustav ganz alleine spazieren.“ Sagte ich, dann stoppte ich. „ja und?“ fragte Tom. „Er hatte gesagt, er wollte mich und Amy eigentlich nie alleine lassen und würde es auch nie wollen, er hat gesagt er mag es wenn er mich retten kann und wenn ich etwas nur mit seiner Hilfe schaffe…“ Ich stoppte erneut. Ich musste erstmal den Kloß in meinem Hals etwas herunter schlucken. „Und heute dachtest du er muss euch alleine lassen?“ fragte Tom. Ich nickte sanft. „Ich kenne das Gefühl, damals als Andra, na ja du weißt schon…“ Tom konnte es nicht aussprechen, es fiel ihm schwer. Darüber reden war für ihn sowieso nie etwas gewesen. „Da hab ich mich auch alleine gefühlt und ich musste das alleine schaffen, alles alleine meistern. Ich weiß ich hatte euch, meine Geschwister und ihr wart immer für mich da, aber andererseits ihr wart halt nicht sie!“ Tom sah mich an. Er wirkte nicht traurig, er wirkte stark. „Ich meine Tanja war doch damals auch gestorben, aber das heute war was ganz anderes, es war Gustav.“ Tom zog mich noch näher an sich ran. „Ach Schatz!“ Zum Glück war Tom da. Ich wusste wie schwer es ihm fiel im Krankenhaus zu sein, wie sehr ihn jedes Krankenhaus an Andra erinnerte, aber er tat das hier alles nur für mich. „Ich möchte wieder zu ihm, kommst du mit?“ fragte ich meinen Bruder. „Ja, wir müssen mal nachfragen ob das geht.“ Ich nickte. Langsam standen wir auf. „Jana, warte noch mal kurz.“ Ich sah zu ihm. Er wischte mit seinen Finger mir ein paar Mal auf den Wangen herum. „Da waren noch Tränen.“ Lächelte er mich an. „Danke…“ sagte ich zu ihm. „Nicht zu danken du würdest es auch tun.“ Zusammen gingen wir in den Vorraum der Intensivstation. Eine Schwester saß dort. „Hallo.“ Begrüßte sie uns freundlich. „Hallo…“ sagten ich und mein Bruder zurück. „Ich würde gerne wieder zu ihm…“ Sie nickte. „Ziehst du dir wieder einen Kittel an.“ Ich nickte und holte mir ein. „Ginge es das ich auch noch mit rein kann?“ fragte Tom. „Also es ginge, aber ich weiß ja nicht wie das bei ihnen so ist ob sie gut befreundet sind oder nicht, ich würde nämlich nur die engsten angehörigen mit rein lassen.“ Sagte die Schwester, in einem wirklich vertrauenswürdigen Ton. „Na ja, wir reisen jede freie Minute zusammen rum, sind Freunde, er ist mein Schwager und der Vater meiner Nichte. Das heißt ich sehe ihn eigentlich rund um die Uhr und streit gibt’s da wenig.“ Die Schwester lächelte. „Das müssen sie mir nicht sagen, sie müssen von sich aus wissen ob sie da mit rein wollen.“ Tom nickte, „okay, dann hole ich mir auch ein Kittel.“ Die Schwester nickte uns beiden zu. „Aber bleiben sie ruhig, schlaf ist in Moment das Beste was ihm passieren kann.“ Tom und ich nickten. Langsam stieß ich die Tür auf und setzte mich wieder auf einen Stuhl.
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