Jubi-Storys
Warum?
Es war doch für ihn
Thema Nr. 1
Ich wünscht ich wär ein Engel....
One Night in Magdeburg
PS: Ich liebe dich!
Beautiful
I hate this Song
Es tut mir Leid
Ich erinnere mich an die Zeit...


Kapitel 675:

Durch ein starkes Husten, sah ich sofort wieder zu Gustav. „So eine Scheiße!“ fluchte Saki. Ich sah ihn fragend an. „Seine Lunge muss irgendwas abgekriegt haben, sonst würde das hier alles anders ablaufen!“ stieß Saki aus. Damit sprach er das aus, was ich eh schon dachte, aber es zu hören machte es leider nicht besser. Ich sah wieder zu Gustav, der seine Augen grade öffnete und mich ansah. „Jana…“ sagte er schon leicht weinerlich. „Ich will noch nicht sterben…“ Er hatte Tränen in den Augen als er dies sagte. „Wirst du doch auch gar nicht.“ Flüsterte ich schon fast, da meine Stimme versagte. „Und nicht reden achte darauf, dass du richtig atmest mein Schatz!“ Gustav machte was ich sagte. Er legte sich wieder normal hin und schloss die Augen. In mir selber sah es aber auch gar nicht gut aus. Ich machte mir in diesem Moment nur Sorgen. Was wäre wenn er wirklich…. Na ja wenn er dies nicht überleben sollte? Schließlich wurde er angeschossen und innerhalb weniger Minuten verschlechterte sein Zustand sich sichtlich. Es kam einen zwar vor wie Stunden, aber es waren seid dem Vorfall grade mal wenige Minuten vergangen. Da wurde ich durch ein lautes Röcheln wieder aus meinen Gedanken hinaus gezogen. Gustav verzog immer mehr das Gesicht, es schien ihm weh zu tun so zu atmen, aber anders schien es nicht mehr gehen. Panisch riss er die Augen auf und starrte Saki an, der ihn nur schnell aufrichtete was auch half. Ich sah wieder auf Gustavs Brust, der Notverband von Saki war schon lange errötet und voller Blut. Es lief sogar schon wieder seinen Bauch hinunter, so stark blutete seine Wunde. Gustav öffnete nun nur noch mit viel Mühe seine Augen. „Mir… Mir ist… ga… ganz… schwin… schwinde… schwindelig… und… ka… kalt.“ Stotterte er sich zu Recht. Normal in ganzen Sätzen reden war wohl nun auch schon schwer geworden. Saki hielt ihn ganz fest, sodass er aufrecht sitzen blieb. „Ich… ich will… ni… nicht… ster… ben….“ Ich strich Gustav langsam über den Arm. Er glühte regelrecht. „Er ist ganz heiß, ihm kann nicht kalt sein…“ sagte ich zu Saki, der aber langsam auch nicht mehr weiter wusste. Man sah ihm an das er nur noch auf das Eintreffen des Krankenwagens wartete. Doch trotzdem rappelte er sich noch einmal auf. „Gustav, du wirst nicht sterben! Du hast doch noch deine ganze Familie hier! Es wird alles wieder gut!“ Ich zog meine Jacke aus und legte sie über den zitternden und schwitzenden Gustav. Gustav fing wieder an zu röcheln, wieder dieses Gefühl das er keine Luft mehr bekommt. Er versuchte nur so viel Luft zu schnappen wie ihm irgendwie möglich war. Doch die Schmerzen die er dabei durchmachte konnte man trotzdem erkennen. Aber keiner in diesem Raum konnte ihm mehr helfen. Ich fasste an seinen Arm und zog ihn langsam unter meiner Jacke hervor. Saki riss danach sofort die Jacke von Gustavs Körper. „Oh mein Gott!“ hörte man nun zum ersten Mal eine Regung von hinten, es war Georg. Gustav hatte ganz viele rote Stellen an seinem Körper. „Was ist das?“ fragte Bill nun etwas panisch. „Sieht aus wie eine Allergie!“ bemerkte Tom, der wohl noch einen leicht kühlen Kopf behalten hatte. „Scheiße! Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht. Gustav… Gustav!“ Ich versuchte zu Gustavs Bewusstsein zu gelangen um heraus zu finden ob vielleicht gegen die Pistolenkugel allergisch sein könnte. Doch ich kam nicht an ihn ran. Er war zwar bei vollem Bewusstsein, doch durch das Röcheln und seinen Schmerzen nicht mehr wirklich ansprechbar. Da wurde endlich die Tür aufgeschlagen und zwei Sanitäter kamen hinein gelaufen. Ich sprang sofort zur Seite. Die Sanitäter fragten was passiert sei und Saki fing an zu berichten. Da kamen zwei weitere Männer mit einer Liege herein. Ich stand an einer guten Stelle, sodass ich gut gucken konnte was mit meinem Schatz passiert. Bevor sie ihn auf die Liege legten tasteten sie ihn erstmal ab. Danach wurde er gut festgeschnallt auf der Liege, sodass er sich nicht bewegen konnte. Denn Bewegungen würden wohl alles nur noch verschlimmern. Langsam hoben sie ihn mit der Liege hoch, sodass diese auf ihre Rädern stand. Noch einmal öffnete Gustav seine Augen und sah mich an. „Jana, ich… ich liebe dich…“ flüsterte er mir noch erschöpft entgegen, danach verdrehte er die Augen. „Er hat sein Bewusstsein verloren, wir müssen uns beeilen.“ Sagte einer der Sanitäter und schon schoben sie ihn schnell zum Hinterausgang.
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Kapitel 676:

„Kann ich mitkommen?“ fragte ich noch kurz bevor sie Gustav in den Krankenwagen schoben. „Sind sie ein Familienmitglied?“ fragte der eine Arzt. „Ich bin seine Frau!“ sagte ich mit Nachdruck. „ja setzten sie sich dahinten hin, sodass sie nicht im Weg sitzen.“ Ich tat schnell was der Arzt sagte um nicht im Weg zu stehen. Die Türen des Wagens wurden nur so zu gehauen und dann ging es auch schon mit Blaulicht los. Ich starrte Gustav an. Der eine Arzt setzte Gustav eine Beatmungsmaske auf, die ihm beim Atmen helfen sollte. Wenigstens tat er dies noch eigenständig, zwar nicht genug, aber er tat es. Keiner der beiden Ärzte wandte sich groß der Schussverletzung zu, sie sahen sie sich nur einmal kurz an, das war es aber schon. Es kam mir komisch vor, aber dafür steckten sie ihm in beide Arme Zugänge. An den einen schlossen sie sogar eine Blutkonserve an. Außerdem wurde er an ein EKG Gerät angeschlossen. Zu erst versuchte ich noch den beiden Ärzten zu zuhören und zu verstehen was sie taten, aber dies gab ich schnell wieder auf. Die ganzen Begriffe die sie verwendeten kannte ich alle nicht. Außerdem musste ich meinen Mann angucken, der so hilflos auf der Liege fest geschnallt lag. Seine Augen waren geschlossen. Ich merkte wie ich immer noch am zittern war. Ich hatte Angst und zwar viel Angst. Ihm durfte nichts passieren. Was machte man bloß ohne seinen Ehemann? Und wer war heut zu tage schon eine Witwe mit 18 Jahren? Ich sollte an so etwas nicht denken, schließlich würde alles gut werden! Es würde wirklich alles gut werden! Zumindest redete ich mir das ein. „Wir müssen so schnell wie möglich ankommen, sein Puls geht hoch, der Blutdruck fällt und die Sauerstoffsättigung sinkt, wir verlieren ihn noch wenn das so weiter geht.“ Sagte einer der Notärzte. Das half mir natürlich sehr, ich versuchte mir Mut zu machen und sie sagten so was. „Wenn wenigstens dieses Fieber aufhören würde!“ erwiderte der andere. Da fing auf einmal Gustav an zu Zucken über den ganze Körper. „Er krampft!“ rief einer der Ärzte. Ich wusste gar nicht mehr wo ich hinsehen sollte. Gustav bewegte sich komisch, obwohl er noch nicht einmal bei Bewusstsein war und die beiden Ärzte waren damit beschäftigt ihn fest zu halten, sodass ihrem Patient auch nichts passieren würde. Der andere zog eine Spritze auf. Mit vereinten Kräften schafften sie ihm die Spritze zu geben. „Was ist das!“ fragte ich total außer mir, weil Gustav immer noch nicht mit den Zuckungen aufhörte. „Ich schätze ein Fieberkrampf.“ Ich verstand die Welt nicht mehr. Eben vor ungefähr 20 Minuten war Gustav noch kerngesund hat mit seiner Tochter gespielt und war so munter wie er immer war. Und nun? Nun lag er total hilflos auf einer Liege und krampfte vor sich hin, konnte seine Bewegungen nicht mehr steuern und hatte sein Bewusstsein verloren. Endlich wurde der Krankenwagen langsamer, die Hintertüren wurden aufgerissen. Dort stand schon ein Team bereit das nur auf uns wartete. Sie zogen die Liege raus und liefen sofort mit ihm auf der Liege zusammen rein. Mich ließen sie hier einfach sitzen. Alleine im Krankenwagen… Obwohl ich eher erleichtert war das wir endlich hier angekommen waren. Gut was hieß endlich. Normalerweise hatte man für diese Strecke wahrscheinlich 45 Minuten gebraucht, wir haben sie mit dem Krankenwagen in 10 Minuten geschafft. Aber vielleicht 10 Minuten zu lange? Langsam stand ich auf und stieg aus dem Krankenwagen aus. Der Fahrer des Krankenwagens stand neben seinem Auto und rauchte eine. Er sah mich an. „Ist alles mit ihnen in Ordnung?“ fragte er. Ich nickte. „Eigentlich schon!“ „Ist ihn schwindelig oder so?“ ich schüttelte mit dem Kopf. „kann ich ihnen etwas gutes tun?“ ich schüttelte wieder mit dem Kopf. „Oder doch…“ sagte ich, „wo soll ich denn jetzt hier hin?“ fragte ich. Er warf die Zigarette auf den Boden und trat sie noch aus. „Kommen sie…“ Ich folgte ihm. Er ging durch die große Tür durch die grade Gustav geschoben wurde. Wir kamen auf einen Flur, vor mir war noch eine große Tür wo „Zutritt verboten“ drauf stand! „Da sind sie bestimmt rein oder?“ fragte ich den netten Herren. „Ja, aber ich kann sie auf die andere Seite des Raumes bringen, da werden sie am ehesten etwas erfahren.“ Ich nickte „das wäre nett!“ ich folgte ihm erneut. „Können sie mir sagen was da drin für Räume sind, also hinter der Tür?“ fragte ich den Mann während ich hinter ihm herstapfte. „Behandlungsräume, also die Notaufnahme, ein Operationssaal ist dort auch.“ Erklärte er. Kurze Zeit später kamen wir in einem großen weiß gestrichenen Flur an. „Hier können sie sich hinsetzen und warten, wenn kommen Ärzte und Schwestern aus dieser Tür heraus, das andere war nur der Noteingang für die Notfälle.“ Ich nickte und bedankte mich ganz Herzlich. Dann ging der Mann und ich ließ mich auf eine der Sitze fallen.
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