Jubi-Storys
Warum?
Es war doch für ihn
Thema Nr. 1
Ich wünscht ich wär ein Engel....
One Night in Magdeburg
PS: Ich liebe dich!
Beautiful
I hate this Song
Es tut mir Leid
Ich erinnere mich an die Zeit...


Kapitel 631:

Ich wachte auf. Mir war kalt, obwohl ich unter einer dicken Bettdecke lag. Ich hatte einen Schlafanzug von Gustav an. Er war auch relativ dick. Die Tür ging auf und Gustav kam rein. „Du bist schon wach?“ Ich nickte. „Ist dir immer noch kalt?“ fragte er. Ich nickte erneut. „Ich hab dir eine neue Wärmflasche mitgebracht und einen Tee.“ Ich lächelte. „Danke.“ Er hatte mir am gestrigen Abend noch aus den nassen Sachen herausgeholfen und mich ganz dick eingepackt und sich an mich rangekuschelt, da ich vollkommen durch gefroren war. Wenigstens zitterte ich jetzt nicht mehr. Er setzte sich mit zu mir auf das Bett. „Du hast uns gestern einen richtigen Schrecken eingejagt.“ „Tut mir Leid.“ Sagte ich leise. „Nicht so schlimm… du hattest ja Recht.“ „Nein nicht ganz. Ich sollte mich nicht einmischen bei dem was Bill macht. Es ist seine Entscheidung was er mit welchem Mädchen macht. Nur Larissa ist eben meine Freundin und für mich gehört sie zu ihm und keine andere. Auch wenn sie in Moment nicht will, ich weiß von ihr, dass sie nur Abstand braucht und Bill weiß das schließlich auch. Aber es ist seine Sache, wenn er meint er will Liza wird das richtig sein. Ich mag Liza ja auch, so ist das ja nicht… Vielleicht war es auch einfach nur ein Kuss.“ Gustav nickte. „Sag das nicht mir sag das ihm und jetzt trink noch mal ein Schluck Tee und bekomm wieder richtig gesunde Gesichtsfarbe ja?“ „mach ich Sir! Aber nur wenn du dich zu mir legst.“ grinste ich. Gustav gab mir noch ein Kuss und legte sich dann tatsächlich zu mir unter die Decke.

Am Nachmittag fuhren Gustav und ich noch zu mir nach Hause. Dort legte ich mich gleich aufs Sofa, mir war immer noch so kalt. Bill und Tom standen da grade als ich rein kam mit meiner Mutter und unterhielten sich. „Oh Gott Jana, was ist los?“ fragte meine Mutter besorgt. „Keine Angst, sie bekommt glaube ich nur eine kleine Grippe.“ Sagte Gustav der hinter mir ging. „Was habt ihr denn gestern gemacht, Tom kommt hier mit Kopfschmerzen an, was aber denke ich an anderen Ursachen liegt, und du bist krank.“ „Nichts haben wir gemacht, nur ein wenig gefeiert.“ Ich blickte zu meinen Brüdern rüber und warf ihnen einen warnenden Blick zu. Meine Mutter musste ja nicht unbedingt wissen, dass ich mitten in der Nacht ein Ausraster hatte und alleine durch die Stadt gelaufen bin. „Ich mach dir einen Tee.“ Sagte sie ganz schnell und ging aus dem Zimmer. „Wo ist Amy?“ fragte Gustav meine Brüder. „Oben mit Gordon spielen.“ Antwortete Tom. „Na dann geh ich mal hoch.“ Gustav wusste genau, dass ich mit den beiden sprechen wollte. Also verschwand er. Dann war erstmal Stille. Keiner sagte was. Wahrscheinlich wusste keiner was. Doch irgendwie mussten wir ja anfangen. „Jana…das gestern mit Liza…“ Bill. „Ist mir egal, wenn du das so willst dann soll mir das Recht sein. Ich meine Hey ich mag sie ja, es war nur so plötzlich und… ach vergiss es ich denke ich hab scheiße reagiert.“ Bill kam langsam näher zu mir und setzte sich zu mir aufs Sofa. Ich nahm seine Hand. Meine Hand wirkte blässer als seine, war wahrscheinlich auch um einiges kühler. „Was ist denn mit dir und ihr?“ fragte ich lächelnd. Er zuckte mit den Schultern. „Ich denke das muss sich entwickeln, ich fand sie gestern echt nett und keine Ahnung, so richtig anziehend. Mal sehen was wird…“ Ich nickte ihm aufmunternd zu. Am liebsten hätte ich gefragt was jetzt mit Larissa wäre, aber das tat ich nicht. Das wäre gemein. Er dachte wahrscheinlich eh schon genug daran. Dann wanderte mein Blick zu meinem zweiten Bruder rüber. „Andi hat es dir erzählt oder?“ fragte Bill. Ich nickte. „Was hat Andi dir erzählt? Das die alle bescheuert sind und meinen ich hätte ein Alkoholproblem?“ „Tom…“ wollte ich beruhigend sagen doch gebracht hatte es nichts. „Das glaubst du doch wohl selber nicht, ihr seid meine Geschwister ihr solltet hinter mir stehen und nicht so eine Kacke euch ausdenken. Es pisst mich an, ich muss es mir schon jeden Tag von Bill anhören und jetzt fängst du auch noch an oder was? Mir geht es gut okay! Ich weiß was ich…“ da fing er an zu stoppen. Unsere Mutter kam rein, mit dem Tee in der Hand. Sie sah uns irritiert an, weil keiner etwas sagte. „Danke Mama.“ Sagte ich dann doch und nahm die Tasse. „Ich glaube ich geh nach oben.“ Sagte Tom, sein Gesichtsausdruck war genervt. Bill und ich sahen uns an. Hilflosigkeit, mehr war in Bills Gesicht nicht zu sehen. „Was hat er denn?“ fragte Simone. Leise sagte ich „Seine Freundin verloren…“

Kapitel 632:

„Sie ist tot Mama, Andra ist tot.“ Ich schloss meine Augen und ließ mein Kopf auf die Lehne sinken. „Ja, aber Jana was heißt das? Bill sag mir was das heißt für euren Bruder!“ Zum ersten Mal hörte ich bei meiner Mutter ein zittern in der Stimme. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl hatte sie so eine Sorge in sich, das sich einer von uns was antun könnte. Zum ersten Mal konnte sie solch eine Situation nicht einschätzen und zum ersten Mal fragte sie uns um Rat. „Mama, wir denken Tom hat ein Alkoholproblem.“ Sagte Bill. Ich schlug meine Augen wieder auf. Stille! Keiner sagte etwas. Doch nach ein, zwei Minuten hörte ich einen leisen Schluchzer meiner Mutter. Ich sah sie zwar nicht an, aber es brach mir das Herz. Meine Augen füllten sich mit Tränen. Bill hatte auch nur seine Ellenbogen auf die Knie gestemmt und ließ den Kopf hängen. Langsam richtete ich mich auf. Ich drehte mich zu meiner Mutter. Ihr liefen Tränen die Wangen hinunter. Ich fasste ihr ans Knie, langsam streichelte ich es immer wieder auf und ab. Sie blickte mich an. Ich unterdrückte meine Tränen und lächelte etwas. „Wir haben schon so viel geschafft, als Familie oder wir als Drillinge oder wir mit unseren ganzen Freunden, Mama. Dann kriegen wir das auch in den Griff. Ich weiß es auch erst seid gestern Nacht, aber ich weiß das Tom das packt.“ Da bewegte sich Billy auch zu uns und kniete sich dazu. „Sie hat Recht, Mama. Ich denke es gibt viele Sachen die du noch gar nicht weißt und sie du jetzt auch nicht mehr wissen brachst, aber wir haben echt schon viel durch gestanden. Außerdem muss es Tom nur einsehen. Er ist ja noch kein Alkoholiker oder so, er kann auch ohne, dass weiß ich. Ich bin schließlich immer mit ihm zusammen. Er möchte nur nicht an sie denken, er lenkt sich damit ab, aber er ist nicht süchtig.“ Redete Bill unserer Mutter gut zu. Er hatte aber Recht. Ein Alkoholiker war anders. Nur wenn Tom so weiter machen würde, würde er schneller darein rutschen als er denkt. „Er hat sie sehr geliebt, wie noch nie zu vor eine Freundin von ihm oder?“ fragte Simone. Bill und ich sahen sie an. „Ihr habt Recht, das weiß ich selber.“ Flüsterte sie. „Aber vielleicht wäre eine Pause gut für ihn.“ Schlug sie vor. „Damit er noch mehr an sie denkt?“ fragten Bill und ich gleichzeitig. „Gut das wäre nicht gut. Aber was habt ihr jetzt vor?“ „Ihm ins Gewissen reden. Mama du kennst uns, wir sind deine Kinder und vertrau uns.“ Sagte Bill und legte seine Hand auf die unserer Mutter. „Ich vertrau euch immer das wisst ihr…“

Nach dem Gespräch mit Simone gingen Bill und ich also nach oben. Wir mussten. Ich hatte Bills Hand in meiner. Wie oft hatten wir in letzter Zeit mit Tom geredet über so viele Dinge und vor allem über Andra. Dieses Thema konnte einfach nicht ruhen, zwischen uns allen. Es war nicht so wie bei Tanja. Tanja war meine beste Freundin, ich war damals durch die Hölle gegangen, aber hier erinnerte mich nichts jeden Tag an sie, außer ein Foto von ihr was auf meinem Nachttisch stand. Bei Andra war es so, sie gehörte zu uns allen und vor allem zu Tom. Sie fehlte wenn wir zusammen saßen. Sie fehlte sogar, wenn wir nur telefonierten. Die Frage „Was machen die anderen so?“ konnte ich jetzt nur noch mit den anderen beantworten, ich konnte nicht mehr sagen was Andra machte, es fiel einfach auf. Einen Menschen für immer vergessen ist wahrscheinlich unmöglich, vor allem wenn er einem etwas bedeutete. Ich hatte etwas Angst zu Tom rein zu gehen. Es war so was wie eine letzte Chance, auch wenn ich es erst seit gestern wusste. Die Lage war ernster als sonst. Wenn er es nicht einsah würde er sich einen riesen Schaden zufügen. „Soll ich?“ flüsterte mir Bill zu und stand schon bereit zum klopfen. Ich nickte ihm zu. „Wenn nicht jetzt wann dann…“ lächelte ich unsicher. Ich merkte wie Bill fester meine Hand drückte und anfing an die Holztür zu klopfen. Jeder Klopfer machte mir mehr Angst, bis ein „Herein!“ kam…
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