Jubi-Storys
Warum?
Es war doch für ihn
Thema Nr. 1
Ich wünscht ich wär ein Engel....
One Night in Magdeburg
PS: Ich liebe dich!
Beautiful
I hate this Song
Es tut mir Leid
Ich erinnere mich an die Zeit...


Kapitel 629:

„Okay Schluss jetzt, ihr packt sofort meinen Bruder aus und du lässt meinen Bruder in Ruhe.“ Sagte ich auf einmal streng zu Lukas, Leon und Liza. Sie und Bill sahen mich ruckartig an. „Ende für heute, ich habe keine Lust mehr!“ Ich sah genervt in die Runde. Sophie stand auf. „Jana ist alles in Ordnung?“ „Klar alles bestens!“ es klang abweisend, unemotional und gleichgültig. Meine Art half sogar, zumindest was die beiden Jungs um Tom anging. Gustav kam zu mir. „Komm her, lass uns reden.“ Er wollte meine Hand fassen doch ich zog sie weg. „Ich will nicht reden.“ Gustav blickte mich an. Er verstand mich in diesem Moment wohl nicht. Wie sollte er auch. „Jana komm wieder runter.“ Jojo faste auf meine Schulter, doch ich schüttelte sie von mir und sagte „Fass mich nicht an!“ Mit einmal verschwand der Gesichtsausdruck voller Sorge, auf einmal war dort ein enttäuschter. Doch es machte mir nichts. Andi ließ gleich seine Hände von mir. „Bill komm!“ befahl ich. „Spinnst du?“ fragte er und stellte sich mir gegenüber. „Warum sollte ich spinnen, ich möchte gehen und du kommst mit!“ Ich griff nach seinem Handgelenk und wollte ihn hinter mir her ziehen. Doch mit einem kräftigen Ruck hatte er sich befreit. Ich drehte mich zu ihm. „Ich bleib hier, von meiner hysterischen Schwester, lass ich mir bestimmt nichts sagen!“ „Na dann Tschüss!“ sagte ich nur noch zickig und drehte mich um. Tom der immer noch total fertig auf dem Sofa saß schien das alles nur so halb mit zu kriegen. „Was ist los?“ fragte er in seinem besoffenen Ton. Ich antwortete ihm nicht. Ich riss ihn hoch. Stehen war wohl in diesem Moment nicht mehr seine Stärke. Ich versuchte ihn zu halten, aber es klappte nicht er war mir zu schwer. Er ließ sich zurück auf das Sofa fallen. Ich sah zu den anderen, sie blickten mich auch alle an. Alle so komisch, so als wenn sie mich nicht kennen würden., so fremd. Warum weiß ich nicht, aber ich hatte das Bedürfnis hier weg zu gehen, so als wenn ich grade viel falsch gemacht hätte. Ich fluchte noch ein lautes „SCHEIßE!“ Bevor ich aus dem Zimmer ging. Ich rannte nicht, ich ging nur etwas zügig. Mir folgte aber keiner, ob sie geschockt waren oder so konnte ich nicht sagen. Draußen auf der Straße machte ich halt. Wo sollte ich denn hingehen? Da es nicht weit bis zur Stadt war beschloss ich dort hinzu gehen. Im Dunkeln würde keiner mich erkennen und außerdem war es mittlerweile 4 Uhr. Ich zog noch meine Kapuze von meinem schwarzen Pullover über die Haare. Kalte Luft drang an meine Nase. Es war frisch geworden. Ich zog die Ärmel meines Pullis weit runter und griff sie fest. Dann verschränkte ich noch meine Arme, wie ich es immer tat wenn mir kalt war. Langsam ging ich Schritt für Schritt vorwärts. Wenn ich an Laternen vorbei ging achtete ich oft auf meinen Schatten. Er tauchte immer wie aus dem Nichts auf und verschwand auch wieder genauso schnell bis zur nächsten Laterne. Manchmal trat ich gegen kleine Steinchen gegen und schoss sie weit weg. Das Geräusch konnte man klar und deutlich hören, es war so leise. Es war alles wie ausgestorben. Manchmal ließ ich meine Finger an den verschiedenen Zäunen am Straßenrand entlang gleiten. Wie ein kleines Mädchen, das früher an der Hand von seiner Mutter spazieren ging. Früher hat man es gemacht, weil die Finger dabei so witzig wackelten und es sich lustig anfühlte. Heute war es wohl nur so ein Reflex und die Sehnsucht nach alten Zeiten. Als Kind oder Baby war man so unbeschwert eigentlich war immer alles toll. Was hatte einen da schon groß gestört, außer manchmal das Essen was einem nicht schmeckte. Ich kannte da nur leider ein kleines Mädchen was mit viel mehr zu kämpfen hatte als dieses kleine Alltagsproblemchen. Genau Amy! Sie wollte doch eigentlich immer nur zu ihrem Papa. Vielleicht sah ich einfach alles immer zu eng, was sie anging. Vielleicht sollte sie mit ihrem Papa mal weg. Dann könnte ich mal wieder etwas abschalten und sie bei ihrem Vater sein. Vielleicht wäre sie auch Toms Rettung, das er in ihrer Anwesendheit nichts mehr trinkt… Aber das konnte mir ja keiner versprechen, aber war das vielleicht genau das was er brauchte?

Kapitel 630:

Es war so ruhig in der Stadt. Ab und zu kam mir ein Mensch mit einem Hund bei seinem Morgenspaziergang entgegen. Dann vielleicht mal eine Gruppe Jugendliche die nach dem Feiern nach Hause gingen, aber sonst war nichts. Einfach nichts. Ich stand auf dem großen Marktplatz. Ich war wieder vor meinen Problemen weggelaufen. Wie so oft, ich glaub es war einfach meine Art. Auch wenn ich es hasste. Nun strand ich hier, im Nichts. Dazu fing es jetzt auch noch an zu regnen. Doch umso mehr ich die schöne frische Luft einatmete und je mehr Tropfen auf mich fielen, umso besser ging es mir. Mir fiel sogar ein Lächeln auf die Lippen. Ich breitete meine Arme aus und schloss die Augen. Mein Gesicht richtete ich zum Himmel. Kalte Spritzer fielen mir auf die Wangen. Mit einmal fing ich an mich zu drehen. Einfach nur auf der Stelle im Kreis. Es war ein wunderschönes Gefühl, auch der Drehwurm der sich langsam einschlich war mir egal. Irgendwann hörte ich auf und ließ langsam meine Hände langsam wieder zu meinem Körper sinken. Dann öffnete ich meine Augen und sah zu den Sternen. Sie drehten sich, so kam es mir zumindest vor. Dann merkte ich aber wie mein Handy vibrierte. Gut das wahrscheinlich schon zum zehnten Mal, aber davor war es mir egal. Ich kramte es aus meiner Hosentasche und sah auf den Display. Gustav! Ich nahm ab. „Ja?“ fragte ich ruhig. „Jana?“ „Wer sonst?“ „Wo bist du?“ „Mir geht es gut, macht euch keine Sorgen…“ Mit den Worten legte ich auch schon auf und machte das Handy gleich danach aus. Ich steckte es wieder dort hin, wo ich es her hatte und begann ein wenig über den Platz zu gehen. Ich sah dem Pfalstermuster der Steine auf dem Boden nach. Klar irgendwie klang das alles etwas durchgeknallt, so hatte ich auch etwas das Gefühl das ich es war in diesem Moment, aber eigentlich brauchte ich nur mal meine Ruhe. Ich beschloss zu gehen. Wohin? Zu Gustav, da wollte ich heute schlafen. Mir war es egal ob es dunkel war, Angst hatte ich nicht. Mir war so viel egal in diesen Momenten. Ich lief ab und zu ein Stück sprang sogar in Pfützen wenn ich Lust dazu hatte. Der Weg zu Gustav war lang. Länger als zu Andi. Trotzdem in einer guten halben Stunde hatte ich ihn dann doch geschafft. Ich holte mein Handy aus meiner Tasche und machte es wieder an. Dann klingelte ich ihn an. Kurze Zeit später schaute er oben aus seinem Fenster zu mir hinunter. Sofort verschwand der Kopf wieder. Er wollte wohl runter kommen. Ich stand immer noch im strömenden Regen da. Da wurde auch schon die Tür unten aufgerissen und er kam zu mir gerannt und nahm mich in seine Arme. „Gott sei dank da bist du ja!“ sagte Gustav erleichtert und drückte mich fest an sich. Ich legte meine Arme um ihn. „Ich hab doch gesagt ich komme.“ Flüsterte ich etwas heiser. „Aber wir wussten doch nicht wo du bist…“ dann stockte er. „Du klingst total unterkühlt und du bist auch ganz durchnässt lass uns reingehen.“ Ich schüttelte mit dem Kopf. „Warte noch.“ „Nein Jana du gehörst ins Bett.“ Ich lächelte ihn an. Meine Lippen zitterten schon, er hatte ja Recht, aber ich wollte erst noch was sagen. Er sah mich an. „Du kannst Amy mitnehmen. Sie ist ein Papakind, sie braucht dich glaube ich in Moment mehr als mich und was Tom angeht… Ihr könnt mich nicht vor etwas schützen wo ich trotzdem drin hänge, ich werde mit ihm reden und Amy wird ihm vielleicht auch helfen…“ Gustav sah mich zufrieden an und drückte mich erneut. Ich zitterte zwar schon am ganzen leibe, aber es war mir egal. Dann sah er mich an. Ein Tropfen vom Regen tropfte von seiner Augenbraue hinunter. „Ich liebe dich Jana.“ Sagte er und blickte mir ganz tief in die Augen. Ich wollte noch ein „Ich dich auch“ sagen, aber das konnte ich nur noch mit meinen Lippen formen, weil meine Stimme gänzlich versagte. Er lächelte, er hatte es trotzdem verstanden. Ich stand schon vor Wasser. Meine ganze Kleidung war durchnässt, da machte meine Stimme für den Moment einfach nicht mehr mit. „Na komm…“ flüsterte er und hob mich hoch und brachte mich ins Haus.
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