Jubi-Storys
Warum?
Es war doch für ihn
Thema Nr. 1
Ich wünscht ich wär ein Engel....
One Night in Magdeburg
PS: Ich liebe dich!
Beautiful
I hate this Song
Es tut mir Leid
Ich erinnere mich an die Zeit...


Kapitel 613:

„Du hast ja Recht…“ meinte Bill nur niedergeschmettert. „Vielleicht braucht sie einfach etwas Zeit, ich denke das beruhigt sich alles wieder, schließlich liebt sie dich.“ Sagte ich. „Nein, sie will nicht mehr, das einzige was sie brauch ist einen Jungen, der ihr genau das gibt was sie braucht, ihr immer zur Seite steht, nicht so wie ich Hornochse!“ „Bill jetzt lass dich mal bitte nicht so hängen, das stimmt doch alles gar nichts du bist das perfekte Gegenstück zu Larissa und das weißt du auch! Ihr kriegt das wieder geregelt.“ Sprach Tom seinem Bruder Mut zu. „Sie will nicht mehr versteht ihr das nicht?“ Bill sah uns durch dringlich an. Tom und ich senkten den Blick. Wir haben es verstanden, wir wollten es nur nicht wahr haben. „Ich glaube, wir lassen dich ein wenig alleine oder?“ fragte ich leise. Tom sah seinen Bruder an, ob das okay wäre, oder ob er das jetzt bräuchte. Bill nickte. „Hey… Bill, wir sind immer für dich da…“ sagte ich und nahm ihn in dem Arm. Dann gab ich ihm noch einen leichten Kuss auf die Wange. Danach nahm Tom seinen Bruder auch noch mal in den Arm. Danach gingen wir aus dem Zimmer. Langsam schloss Tom die Tür hinter sich. „Scheiße.“ Sagte er leise. Ich nickte nur. „Willst du noch mit zu mir ins Zimmer kommen?“ fragte ich ihn. „Nein lass mal, ich brauch auch mal ein bisschen Zeit.“ Ich nickte und dann trennten sich auf dem Flur unsere Wege. Ich ging in mein Zimmer wo Gustav und Amy schon warteten. „Und?“ fragte Gustav gleich. „Sie hat Schluss gemacht!“ „Oh…“ meinte Gustav. „Ja oh…“ sagte ich nur darauf. Ich ging zu Amy und nahm sie hoch. „Na Schnuckelpuppe?“

Es war Freitagnachmittag. Ich wurde von Michael abgeholt. Schließlich hatte ich letztes Wochenende mein Ausstieg angekündigt, jetzt musste ich dafür noch so einige Pressetermine bewältigen. Da Gustav dieses Wochenende zu hause war, ließ ich Amy bei ihm. Ich stieg grade in das Auto, wo Schnute, Leon und Lukas schon drin saßen. „Hey!“ sagte ich. „Guten Abend Jana!“ kam erstmal von allen dreien im Chor zurück. Ich sah sie kurz skeptisch an. „Wie geht’s?“ fragte ich dann aber doch ganz locker. „Gut und euch?“ „Auch… wo ist denn das kleine Engelchen?“ meinte dann Schnute. „Amy? Die bleibt das Wochenende bei ihrem Papa!“ „Oh ist der da?“ grinste Lukas. „Ja, wie sie sich gefreut hat ihn zu sehen unbeschreiblich!“ „Glaub ich.“ „Und wie geht’s dem Rest so?“ fragte dann noch Leon. „Welchem Rest?“ „Ja unserem Echopartyleuten!“ lachte Schnute. „Ach denen, ja ganz gut!“ antwortete ich kurz und knapp. Klar ging es eigentlich keinem Gut! Bill verschanzte sich in seinem Zimmer und ließ uns zwar hinein, aber davon hatten wir auch nicht viel. Tom rastete immer fast aus, weil sein Bruder sich so hängen ließ, war aber auch etwas niedergeschmettert, weil diese ganze Situation ihn an ein Mädchen erinnerte. Dann wäre da ja noch Larissa, die hatte ich heute in der Schule gesehen, glücklich sah sie nicht aus und zu uns kam sie auch nicht. Sie sah zwar oft zu uns aber hatte sich anscheinend nicht getraut sich zu uns zu stellen. Dabei war sie doch trotzdem eine Freundin von uns. Andi machte sich kleine Vorwürfe, dass er sich keine bessere Ausrede einfallen lassen hatte und diese ganze Situation machte Jojo natürlich auch unglücklich. Die einzigen beiden die irgendwie noch am Stimmungsvollsten waren, waren nun mal Georg und Sophie, die könnten in Moment eh eine Party feiern so viel Glück wie auf einmal auf die Niederprasselt. Trotzdem taten sie mir Leid so viel scheiße zu der Zeit wo alles so schön sein könnte! Also irgendwie war nirgends alles perfekt! „Das klingt ja nicht so überzeugt…“ meinte Leon. „Ja egal, muss da jetzt nicht drüber reden, das versaut einem nur die Stimmung.“ Sagte ich. Die Jungs verstanden das. „Also was steht heute an?“ fragte ich voller Elan meinen Manager der vorne saß. „Erstmal fahren wir jetzt erstmal zur Bravo!“ „Wunderbar!“ sagte ich eher uninteressiert. Gut eigentlich wollte ich jetzt lieber zu Hause sein, bei den ganzen Dramen. Aber ich wollte aufhören und dann hätte ich ja irgendwann für immer frei. Also besser zwei oder drei Wochenende noch mal durchgehend schuften und dann für seine Familie da sein!
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Kapitel 513:

„Bei uns hier in der Redaktion sind ganz viele verstörte, enttäuschte oder traurige E-Mails und Briefe angekommen, weil ihr aufhört! Warum hört ihr auf?“ fragte der Reporter von der Bravo. „Also ich glaube erstmal muss ich klar stellen, es ist nur eine Entscheidung von mir. Die Jungs und das ganze Team wussten davon nichts.“ „Gab das kein Ärger?“ unterbrach er mich. „Nein, natürlich nicht, ich muss sagen mein Team und ich, also zumindest die vom Team die ich kenne und mit denen ich also am meisten zu tun habe und von denen auch nur Ärger hätte kommen können, haben es sehr gelassen entgegen genommen. Ich meine ich hatte von vorne rein gesagt ich weiß nicht wie ich das machen soll alles mit einer Tochter und meinem Privat Leben, es hätte immer vorbei sein können. Das wussten sie alle und da wir eh alle und so gut kannten hatten sie damit auch rechnen können.“ Sagte ich. „Nicht das sie jetzt denken, ihr wurde das zu viel nä!“ brachte sich Schnute plötzlich ein. „Sie war perfekt, sie hätte noch Jahre weiter machen können, aber wenn man so eine Karriere hier macht bleibt vieles auf der Strecke oder man hat einfach oft die Zeit nicht dafür und Jana brauch die, wenn man länger mit ihr zusammen ist merkt man das Jana diese Zeit braucht!“ Ich lächelte zu ihm rüber. „Wer brauch denn deine Zeit, deine Tochter?“ fragte der Reporter. „Die auch ja, aber eigentlich auch noch der Rest meiner Familie auch wenn meine Brüder selten zu hause sind, aber manchmal waren sie dann zu Hause ich dafür nicht und sie fehlen einem dann doch.“ „ist irgendwas besonderes geschehen das ihnen das grade jetzt auffällt?“ Der hatte ja Fragen drauf, auch noch grade solche Fragen die mich in so eine Zwickmühle brachten. Andererseits hatten sie ja alle einen Sinn. „Nein!“ sagte ich nur kurz und knapp. Bloß nichts rausrutschen lassen. „Und was werdet ihr jetzt mit eurer freien Zeit machen?“ fragte der Reporter. „Also ich werde wohl weiter zur Schule gehen, nächstes Schuljahr ist Abi angesagt!“ lachte ich. „Ja ich denke wir machen erstmal Urlaub, sie wissen gar nicht wie anstrengend das ist mit einer Sängerin.“ Lachte Leon, worauf ich ihn erstmal leicht haute. „Na ja, und sonst werden wir halt weiter Musik machen und mal sehen was kommt, wenn nichts kommt bleiben wir Studiomusiker, den Job haben wir nämlich schon sicher.“ Sagte Lukas. „Also keiner landet von euch auf der Straße!“ grinste der Reporter. „Nein, zum Glück nicht, so weit ist es dann doch nicht gekommen.“ Witzelte Schnute zurück. „So und was möchtet ihr euren Fans noch zum Ende hin sagen?“ fragte er noch. „Es tut uns und vor allem mir schrecklich Leid, aber es ist besser so und wir sind ja nicht aus der Welt!“ sagte ich, doch etwas traurig, weil irgendwie es mir ja auch ein bisschen Leid tat. „Und wir sind ja nicht aus der Welt…“ fügte Leon noch hinzu. „Ja und wir sehen uns bestimmt wieder…“ sagte Lukas. „Ob ihr wollt oder nicht!“ fügte Schnute noch zum Schluss lachend hinzu. „Vielleicht hört man sich ja doch irgendwann irgendwie wieder…“ sagte ich dann doch noch. „Lass euch überraschen!“ meinte dann Lukas noch. „Okay Danke!“ sagte dann der Reporter. „Jetzt könnten wir noch ein paar Foto machen gehen.“ Wir rafften uns alle auf. Wir gingen in einen Nebenraum wo schon ganz viel Fotoausrüstung aufgebaut war. Die Fotografin kam auf uns zu. „Geschminkt seid ihr schon, super!“ lächelte sie und gab uns dann noch zur Begrüßung allen die Hand. Als Kulisse war ein riesen Torbogen aufgestellt worden und wenn man hinein sah, sah es so aus als wenn er mindestens noch 20 Meter weiter gehen würde, wie ein langer Flur, dabei war da höchstens noch 5 Meter Platz. „Okay stellt ihr euch da mal vor?“ fragte sie ganz höflich. Wir taten natürlich was sie sagte. „Okay ich würde sagen Jana in die Mitte ein Junge hockt sich davor die anderen beiden auf den beiden Seiten platzieren.“ Lächelte sie. Wir machten brav mit. Es kamen noch viele Posen doch die letzten beiden waren neu. Die hatten wir sollten so tun als wenn wir den langen Flur langgehen, mit dem Rücken zur Kamera, es sollte wohl dieses aufhören symbolisieren. Beim ersten der beiden Fotos schauen wir noch zurück beim anderen nicht mehr.
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Kapitel 615:

Es kamen Termine über Termine das ganze Wochenende über. Am Sonntagabend war ich wieder zu Hause. Es war schon Abend. Amy schlief bereits. Bill blieb immer noch in seinem Zimmer. Ich hatte zwar mit ihm telefoniert doch lange waren diese Telefonate nie. Er wollte nicht. Tom dagegen erzählte mir immer wieder, dass Bill ihn nur selten zu sich rein ließ und wenn er drin war Bill nur weinte. Komisch was Liebeskummer alles anrichten konnte. Was eine gebrochene Bindung zu einem Menschen nur machen konnte. Menschen waren wohl das kostbarste eines jedem im Leben. Wenn sich einer trennt fühlt es sich so an als wenn das Leben vorbei wäre obwohl es nur ein einziger Mensch ist und man noch so viele andere hat, sie dann aber in Vergessenheit geraten. Das ist zwar unabsichtlich, aber es ist nun mal so. Noch schlimmer ist der Gedanke wenn jemand stirbt oder man vielleicht weiß diese Person könnte bald sterben. Die Tränen kann niemand stoppen das einzige was andere Menschen können ist für einen da zu sein, diesen Menschen seine Nähe spüren zu lassen und ihm zu zeigen, dass man immer für einen anderen da ist. Ich ging grade zu Hause rein und schloss die Tür hinter mir. In meinem Kopf herrschte Chaos ich wusste nicht wirklich was ich tun sollte um Bill zu helfen. „Hey…“ sagte eine Stimme in die Dunkelheit hinein. Ich sah nach links, woher die Stimme kam. Ich erkannte Toms Umrisse. Er sah grade aus dem Wohnzimmer. „Hi!“ meinte ich auch leise wieder zurück. Ich war müde, doch das war egal. „Gustav und Amy sind oben…er bringt sie grade ins Bett…“ „Ja“ hauchte ich und stellte meinen kleinen Koffer etwas an die Seite. „Wo ist Bill?“ „Oben, wie die letzten Tage auch…“ Tom kam nun zu mir. „Vielleicht redest du mal mit ihm, ich weiß auch nicht worüber, aber es muss doch irgendwas geben…“ Ich nickte. „Und was machst du hier grade?“ Tom lächelte. „Ich gucke mit Mum und Gordon fern.“ Ich musste auch etwas Lächeln. „Na dann mach das mal weiter.“ Sagte ich und kam noch kurz mit ihm ins Wohnzimmer und begrüßte sie erstmal alle wieder. Danach ging ich die Treppe nach oben. Ich entkrampfte ein wenig. Wenigstens ging es Tom gut, ihm machte es zwar das mit Bill zu schaffen, aber andererseits ließ es ihn immer mehr aus seiner Trauer aufwachen. Man fühlte es, er war wieder mehr für andere Menschen offen und wusste das man ihn brauchte mit oder ohne Andra. Immer mehr hatte ich das Gefühl das er wieder in sein richtiges Leben zurückkam. Es klang komisch, schließlich lebte er es ja schon lange wieder. Aber er realisierte wieder mehr was um ihn herum geschieht. Wie man auf andere trauernde Menschen eingeht. Ich kam an meinem Zimmer vorbei und ging hinein. „na ihr beiden?“ lächelte ich. Gustav der Amy grade ins Bett legen wollte drehte sich mit ihr auf den Arm zu mir. Amy die schon ganz kleine Augen hatte, riss diese sofort wieder auf. „Mama!“ freute sie sich. Gustav kam zu mir. „Endlich bist du wieder da!“ Er küsste mich sofort und nebenbei nahm ich ihm unsere Tochter ab. Dann blickte ich zu ihr und gab ihr auch einen Kuss. „Das kleine Mädchen hier hat dich ganz schön vermisst.“ Meinte Gustav. „Wirklich? Normalerweise vermisst sie doch wenn ihren Papa!“ „Normalerweise ist aber die Mama immer da.“ Grinste Gustav und küsste mich erneut. Danach lächelte er leicht. „Aber… na ja der Papa har die Mama auch ziemlich vermisst.“ Grinste er verlegen. Ich lachte und küsste ihn erneut. „Was macht ihr denn grade schönes?“ ich sah zu Amy. „Bett!“ sagte sie und zeigte auf ihr Bettchen. „Ihr geht grade ins Bett, dann will euch dabei aber nicht stören.“ Sagte ich und gab sie wieder zu Gustav rüber. Er legte sie ins Bett und wir gaben ihr beide noch ein Gute-Nacht Kuss. Danach gingen wir aus dem Zimmer. „War das Wochenende irgendwas besonderes?“ fragte ich.„Ich war ja nicht oft hier, war mit Amy viel unterwegs und gestern sogar mit Franzi, Jan und Emily. Tom hat sich wegen Bill nirgends blicken lassen, na ja und Bill ist ja klar wieso. Sophie und Georg sind in Moment eh nur im Doppelpack unterwegs und ja die anderen keine Ahnung.“ „Ach so“ sagte ich. „Du willst jetzt sicher zu Bill oder?“ Ich nickte. „na dann geh ich mal runter und gucke mit Fernsehen.“ Mit den Worten trennten wir uns.
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Kapitel 616:

Langsam ging ich zu Bills Zimmertür. Man hörte den Fernseher und sah das leicht flackernde Licht unter der Tür hindurch blitzen. Meine Hand legte ich langsam auf die Türklinke und drückte sie hinunter. Ich schob die Tür auf und blickte hinein. Bills Blick wandte sich vom Fernseher zu mir. „Darf ich rein kommen?“ fragte ich leise. Bill nickte etwas. „Danke…“ Ich schloss vorsichtig die Tür hinter mir und sah wieder zu ihm. „Wie waren die Termine?“ fragte er. Ich atmete kurz durch. „Wie immer, aber auch anders. Wollen wir jetzt wirklich über die Arbeit sprechen?“ Bill zuckte mit den Schultern. „Na dann entscheide ich und ich will es nicht.“ Bill nickte. Ich überlegte mir langsam zu ihm zu gehen. Bill war es egal. Er wusste, dass ich mit ihm am liebsten über Larissa reden wollte, doch er wollte es nicht. Er sah wieder zum Fernseher und ich setzte mich neben ihn. „Den Film kenn ich schon der ist langweilig.“ Sagte ich zu ihm. Er nickte „Find ich auch…“ „Und mies ist er auch, die Schauspieler sind so schlecht und…“ Bill sah zu mir und stoppte mich. „Jana du bist doch gar nicht hier um mit mir über den dummen Film zu spreche oder?“ fragend blickte er mich an. „Nein eigentlich nicht, ich möchte nur Zeit mit dir verbringen!“ Er nickte und schaute wieder weg. Es trat Stille ein. Er hatte mich durchschaut obwohl das klar war. Er sah mir doch meistens alles an. „Willst du aber nicht umschalten?“ Ich unterbrach unser Geschweige. Er sah wieder zu mir. „Man, jetzt komm auf den Punkt!“ murmelte er leise. „Welcher Punkt? Ich will nur nicht, dass du dich so hängen lässt wegen Larissa. Sie hat Schluss gemacht ja, aber…“ Er unterbrach mich. „Jana, aber ich komm darauf nicht klar, dass Schluss ist. Andererseits denk ich aber auch, du und Tom ihr habt schon mal einen Menschen so verloren das er tot ist und ich finde mein Problem in Moment einfach winzig dagegen schließlich ist es „nur“ Aus! Sie ist nicht tot und Andra…“ Er stockte. „Bill, Toms Problem in Moment ist schlimm ja, aber deswegen sind deine Probleme doch nicht weniger schlimm. Sie sind genauso wichtig wie Toms Probleme und es ist doch fast als wenn sie gegangen wäre oder?“ Ich sah ihn durch dringlich an. Bill machte zu erst nix, sah nur zu mir zurück, doch dann nickte er etwas. „Ich weiß doch wie das ist…“ sagte ich und strich Bill vorsichtig eine Strähne aus seinem Gesicht. „Ja und ich weiß nicht was ich tun soll…“ sagte Bill leise. „Nimm dir ausnahmsweise dein Bruder als Vorbild, er hat es geschafft, ich weiß es hat gedauert, aber er hat es geschafft. Und ich weiß, dass du genauso stolz auf ihn bist wie ich. Du schaffst das auch, schließlich hast du uns und ich weiß dass du es ändern kannst. Mach dich selber stolz Bill!“ „Ich kann nicht…“ sagte Bill nur leise. Seine Augen waren glänzend, so als wenn gleich eine Träne aus ihnen hinausrollen würde. Er wirkte verletzlich und sogar leicht ängstlich. Die Angst vor dem Abgrund. „Bill… denk noch mal drüber nach…“ hauchte ich ihm leise entgegen und stand auf. „Wo möchtest du hin?“ fragte er. „Zum Rest der Familie…“ Er nickte. Mit den Worten öffnete ich langsam seine Zimmertür und ging hinaus. Als ich die Tür hinter mir geschlossen hatte seufzte ich. Es war schwierig Menschen in ihrer Trauer zu überzeugen. Andererseits sollte er ruhig leiden nicht weil ich es toll fand sondern weil es vielleicht nötig war. Manchmal war Schmerz die einzige Therapie. Nicht das man sich selber verletzten sollte, aber je mehr man den seelischen Schmerz zu ließ umso schneller war er auch weg. Man darf ihn nur nicht unterdrücken. Das zerstört einen im Inneren mehr als man zu gibt und sich vorstellen kann. Auf Zehenspitzen schlich ich den Flur entlang und die Treppe hinunter. Ich wollte aufpassen dass Amy mich nicht bemerkte. Ich hoffte das Bill noch mal nachdachte, doch ich bezweifelte es. Er suchte wahrscheinlich eher einen Schuldigen der die Verantwortung dafür trägt das es zwischen ihm und Larissa nicht passt. Obwohl so wie er aussah hat er sich die längst selber gegeben. Es musste sich was verändern aber wie?
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