Jubi-Storys
Warum?
Es war doch für ihn
Thema Nr. 1
Ich wünscht ich wär ein Engel....
One Night in Magdeburg
PS: Ich liebe dich!
Beautiful
I hate this Song
Es tut mir Leid
Ich erinnere mich an die Zeit...




„Tom, ich kann das nicht mehr.“ Sie steht vor mir und hält meine Hand. „Es tut mir Leid, aber so geht es einfach nicht deine scheiß Karriere macht alles kaputt. Manchmal fühle ich mich wie ein Stück Dreck und dann will ich es alles nur beenden, aber bis jetzt habe ich es nie gemacht weil ich dich einfach unsterblich doll liebe, aber ich kann einfach nicht mehr. Du fährst weg und ich weiß gar nicht wohin für wie lange oder ob du überhaupt noch wieder kommst, ich vermisse dich dann einfach nur so schrecklich. Ich möchte nicht mehr leiden.“ Mir verschlug es die Sprache, was sollte ich dazu sagen. Sie hielt immer noch meine Hand. „Sag doch was!“ sagte Jill leicht weinerlich. „Was denn? Ich liebe dich!“ brachte ich hinaus. Ihr Kopf senkte sich. Doch kurze Zeit später sah sie noch mal hinauf, „Tom ich liebe dich und… und es tut mir Leid.“ Sie gab mir noch einen sanften Kuss auf die Wange und ließ meine Hand los. Sie drehte sich um und ging. Ich wollte ihr noch irgendetwas nach rufen, aber mir fiel nichts ein. Sie ging durch unsere Gartenpforte. Mit einem quietschen fiel diese hinter ihr zu. Ich schloss langsam die Tür. „Hey Bruder!“ kam mein Bruder Bill angelaufen mit einem lachen auf dem Gesicht. „War Jill nicht grade vor der Tür?“ fragte er etwas irritiert. Langsam drehte ich mich um. „Oh mein Gott Tom was ist los?“ fragte Bill mich sofort. „Jill…sie…sie hat Schluss ge…gemacht.“ Stotterte ich und wusste eigentlich immer noch nicht so wirklich was grade passiert war. Bill sah mich an. Etwas geschockt und vor allem überrascht. Dann nahm er mich langsam in seine Arme. Er drückte mich an sich ran, ob ich das grade brauchte wusste ich nicht. Ich konnte nicht weinen war immer noch so in meinem Schock. Bill ließ mich auch kurz danach wieder los, weil er merkte das ich nicht weinte und kein bisschen Emotionen zeigte. „Tom? Was ist mit dir?“ fragte er, er wusste genau das Jill die Liebe meines Leben war. Seid dem wir mit unserer Band erfolgreich waren, hatte ich keine Freundin mehr. In den Medien war ich der Mädchenschwarm, was ich auch so wollte, als Schutz vor dem was ich wirklich war. Doch dieser Schutz wurde mir zum Verhängnis. Viele Mädchen wollten nur einmal mit mir schlafen, andere wollten mich nur weil ich erfolgreich war. Es verletzte einen sehr tief in einem, doch das konnten wir nicht zeigen. Eigentlich wusste es keiner. Keiner bis auf meinen Zwillingsbruder Bill. Ihm ging es genauso und den anderen beiden sicher auch, aber das Thema wollten wir nie mit anderen besprechen. Bill hatte sich so sehr mit mir gefreut als ich Jill kennen gelernt hatte. Sie hatte ich durch einen Kumpel Felix kennen gelernt. Er meinte sie wäre die richtige für mich. Sie interessierte sich am Anfang gar nicht für mich, sie wusste wer ich war grade deshalb nicht. Doch irgendwie funkte es dann doch und alle wussten sie würde mich nicht verarschen und dazu hatte ich mich auch wirklich in sie verliebt. Ich sah Bill an, der mich immer noch an den Armen festhielt. Jill hatte Schluss gemacht eben grade. Man Tom Jill deine große Liebe hatte grade mit dir Schluss gemacht. Nun wurde es mir doch langsam klar. Der Schock verschwand und die Tränen stiegen in mir hoch. Ich ließ mich die Tür runter rutschen und vergrub mein Gesicht in meinen Händen und fing an zu weinen. Mein Bruder kniete sich sofort zu mir und nahm mich noch mal in den Arm. Ich sah auf und ihn an. Er sah meine geschwollenen Augen. „Tom?“ Ich schüttelte nur mit dem Kopf und ließ ihn gleich wieder hinunter fallen. Diese Situation war einfach nur trostlos, niemand konnte mich in Moment trösten, es ging einfach nicht. Noch nicht einmal mein Seelenverwandter. Ich weiß nicht wie lange wir noch so da saßen, aber es war lang genug. Irgendwann war ich aber doch in meinem Zimmer gelandet und wollte noch etwas alleine sein. Das verstand Bill, er verstand mich eigentlich immer. Ich packte meine Tasche, mit Tränen in den Augen. Jill war doch gekommen damit ich ihr auf Wiedersehen sagen konnte. Wir mussten heute wieder los, wieder irgendwelche Termine. Aber ob ich das heute schaffen würde wusste ich nicht. Meine große Liebe hatte mit mir Schluss gemacht. Es klopfte. „Ja?“ sagte ich und erschrak mich selbst darüber das meine Stimme schon so versagte vom weinen. Bill kam rein. „Kann ich dir irgendwo bei helfen?“ fragte er etwas unsicher. „Bill ich bin traurig, aber nicht krank.“ Sagte ich. Er nickte und sah mich einen Moment an, als wenn er wusste, dass ich doch seine Hilfe brauchte. Als wenn er wusste, dass ich vor weinen zusammen brechen würde. Ich sah ihn auch an und ließ mich auf mein Bett sinken. „Bill warum? Ich liebe sie doch so!“ Sofort kam er zu mir. „Tom, alles wird wieder gut.“ „Was soll den gut werden?“ schluchzte ich. „Warum hat sie Schluss gemacht?“ Bill besaß die nötige Ruhe in seiner Stimme um mich irgendwie aufzupäppeln. „Weil, sie… sie hat gesagt, sie kann so nicht mehr, weil wir nie zu Hause sind.“ Die größte Scheiße an der ganzen Sache war, das ich wusste das wir nie zu Hause waren und ich sie verstand und trotzdem tat es doch so sehr weh. Zu dolle für mich. „Tom, Band oder Jill?“ fragte Bill mich. Er wusste meine Antwort, meine Antwort wäre immer Band gewesen und sie ist es immer noch. „Band!“ sagte ich leise. Bill strich mir über den Rücken. „Sagst du das jetzt nur, weil du meinst, dass ich das hören will?“ Ich schüttelte mit dem Kopf, die Band ging immer vor, bei uns allen.

Es vergingen noch ein paar Stunden und dann wurden wir abgeholt. Wir stiegen ein. „Georg und Gustav begrüßten uns mit einem freundlichen „Hallo!“ Bill der zu erst einstieg gab es zurück, doch ich sagte nichts. Ich hatte keine Lust auf Freundlichkeit. Bill und ich setzten uns auf die Rückbank. Bill nach rechts und ich nach links. Ich ließ meinen Kopf gegen die Fensterscheibe fallen. „Was ist denn dem über die Leber gelaufen?“ fragte Georg Bill. Bill wank nur ab. „Lasst ihn einfach in Ruhe.“ Ich fühlte wie das Auto anfing sich zu bewegen. Wir fuhren. Ich sah unser Haus, wie wir langsam weg fuhren. Dann begannen die Häuser an uns vorbei zu huschen. Eins nach dem anderen, bis wir auf eine Landstraße fuhren. Nun sah man nur noch Bäume und Felder und die unendliche Weite. Ich merkte wie in mir wieder Tränen aufstiegen und diese langsam meine Wangen hinunter rollten. „Tom was ist los?“ Gustav. Er hatte sie entdeckt. Ich sah ihn nicht an, schloss nur langsam meine Augen. Die Tränen konnte ich eh nicht stoppen, also ließ ich sie einfach weiter rollen. „Bill willst du uns wirklich nicht sagen was los ist? Vielleicht können wir dann etwas Rücksicht nehmen.“ Sagte Georg. Bill sagte nichts. Ich fühlte nur kurz darauf, dass mich jemand leise ansprach. „Tom?“ Es war Bill. Ich drehte meinen Kopf langsam zu ihm. Ich wollte gar nicht wissen wie ich aussah. Meine Augen schmerzten und auf meinem ganzen Gesicht waren Tränen verteilt. „Willst du es ihnen sagen?“ fragte Bill. „Ich kann nicht, mach du es, bitte.“ Sagte ich und ließ meinen Kopf gleich wieder zurück an die kalte Scheibe fallen. Ich merkte wie Bill mir noch einmal über den Arm strich. „Jill hat ihm vorhin gesagt das es…“ Ich hielt mir sofort die Ohren zu, ich wollte es nicht hören, reichte es nicht dass es so war, ich wollte es doch nicht noch öfter hören. Ich schloss erneut meine Augen und wollte nur noch einschlafen und nicht mehr an irgendwas denken. So konnte es nicht weiter gehen. Mein Herz war einfach nur gebrochen, es tat so weh und wenn ich schlief konnte ich die Schmerzen nicht spüren.

„Tom! Wach auf!“ Eine mir sehr bekannte Stimme weckte mich. Ich öffnete meine Augen und sah Bill. „Was ist denn los?“ fragte ich. „Wir sind bei den Radiostudios angekommen.“ Ich sah ihn müde an und wollte grade aufstehen, als mir wieder einfiel warum ich eigentlich geschlafen hatte. Warum ich unbedingt schlafen wollte. Bill sah es mir wohl an. „Soll ich dich bei David entschuldigen?“ fragte er. „Glaubst du das geht?“ fragte ich. „Na ja so kannst du eh nicht auftreten deine Stimme klingt als wenn du ne Woche lang durchgeweint hättest und David versteht das.“ Ich nickte ihm zu und er verstand sofort. Bill stieg aus und machte die Autotür zu. Ich sah durch das Auto, meine Laune war wieder beim Nullpunkt angekommen, wenn sie in den letzten Stunden denn schon mal besser gewesen war. Auf Bills Platz lag ein Block auf dem er öfters drauf rum malte. Ich nahm ihn mir und riss mir ein Blatt ab. Den Stift der daneben lag nahm ich mir auch noch und ich begann zu schreiben. „Ich bin hier irgendwo gelandet…Bring mich zurück bring mich nach Haus… Ich schaff es nicht mehr alleine hier raus.“ Ich schreib einfach auf wie ich mich in diesem Moment fühlte. „Ich finde mich hier nicht wieder, erkenne mich selber nicht mehr, was ist bloß los mit mir? Ich brauche Flügel um hier weg zu fliegen, ich leih sie mir, wenn ich keine eigenen hab. Ich tausche sie gegen alles was mich hält und gegen alles was ich hab’.“ Ich legte den Stift aus der Hand. Sah noch einmal auf das Blatt. Dann faltete ich es zusammen und steckte es mir in die Hosentasche. Wie ich es geschrieben hatte ich erkannte mich wirklich selber nicht mehr, so was tat ich doch sonst auch nicht. Noch nie schrieb ich meine Gedanken so auf, zumindest nicht in solchen Wörtern. Doch meine Gedanken an Jill machten einfach alles möglich, die tiefste Trauer und das größte Loch in meinem Herzen.

Es vergingen zwei Wochen, heute würden wir Lieder einsingen und aufnehmen, zumindest damit anfangen. Wir freuten uns da drauf und fragten und was Bill wieder schönes geschrieben hatte, was zu uns passen würde. Wir gingen ins Studio und setzten uns an einen großen Tisch. Unser Produzent David Joost kam rein. Er hatte ein paar Zettel in der Hand. „Also Jungs, Bill hat mir seine Songs gegeben und ich habe da auch noch ein wenig dran rumgebastelt, sodass es eigentlich alles passen müsste.“ Grinste er zufrieden und verteilte sie auf dem Tisch. Als wir uns alle schon mal einen schnappen wollten um zu lesen anzufangen stoppte uns unser Produzent, aber erstmal. „Ich habe noch einen Song…“ sagte er etwas geheimnisvoll. „Der würde eine schöne Balade sein Jungs. Ich hab die Notizen dazu auf der Rückbank unseres Vans gefunden und da kam mir einfach die Idee.“ Er zog noch einen Zettel aus seiner Tasche und legte diesen auch auf den Tisch. Wir stürzten uns alle auf die Zettel. Ich überflog die Zettel immer ein wenig. Einen nach dem anderen. „Also zu diesem Song habe ich sicher nichts geschrieben, da könnte ich mich dich dran erinnern.“ Sagte Bill und schob den letzten Song wieder auf den Tisch. Ich schnappte mir den Zettel und begann zu lesen. Nach ein paar Zeilen traf mich fast der Schlag. Ich wusste was es für Notizen waren, ich wusste wie man auf solche Gedanken kam. Ich wollte es nicht glauben und las noch mal von oben den Text:

Ich bin hier irgendwo gelandet
Kann nicht mehr sagen, wer ich bin
Hab die Erinnerung verlor'n
Die Bilder geben keinen Sinn
Bring mich zurück, bring mich nach Haus
Ich schaff's nicht allein hier raus

Refrain:
Komm und hilf mir fliegen
Leih mir deine Flügel
Ich tausch' sie gegen die Welt
Gegen alles, was mich hält
Ich tausch' sie heute Nacht
Gegen alles, was ich hab

Erzähl mir alle Lügen
Mach es so, dass ich es glaub
Sonst krieg ich keine Luft mehr
Und diese Stille macht mich taub
Nur graue Mauern und kein Licht
Alles hier ist ohne mich

Refrain:
Komm und hilf mir fliegen
Leih mir deine Flügel
Ich tausch' sie gegen die Welt
Gegen alles, was mich hält
Ich tausch' sie heute Nacht

Ich find mich hier nicht wieder
Erkenn mich selbst nicht mehr
Komm und zieh mich raus hier
Ich geb alles dafür her
Ich hab Fernweh
Ich will zurück
Entfern' mich immer weiter
Mit jedem Augenblick

Ich bin hier irgendwo gelandet...

Refrain (2x):
Komm und hilf mir fliegen
Leih mir deine Flügel
Ich tausch' sie gegen die Welt
Gegen alles, was mich hält
Ich tausch' sie heute Nacht

Gegen alles, was ich hab'
Gegen alles, was ich hab'

Es konnte einfach nicht wahr sein. Ich stand auf und ging erstmal raus. Ich hörte ein „Tom?“ ruf hinter mir herschallen, doch darauf reagierte ich nicht mehr ich musste einfach nur raus. Ich ging so schnell es ging zur Tür und ging raus, war froh draußen zu sein. Die frische Luft, sie tat gut. Da hatte ich mich dich grade halbwegs von Jills Trennung gefangen und dann das! Ich merkte wie wieder Tränen in mir aufstiegen. Wieder kam alles hoch, wieder dieser schreckliche Herzschmerz. „Tom?“ fragte jemand hinter mir. Ich drehte mich um. Bill! „Kamen diese Notizen von dir?“ fragte Bill unsicher. „Es waren keine Songzeilen. Es waren meine Gedanken…ich hatte sie doch in meine Hosentasche gesteckt…“ Bill kam langsam näher. Ich spürte seine Hand auf meiner Schulter. „Sie müssen rausgerutscht sein…“ sagte er ruhig. Es war kurz still zwischen uns, bis Bill seufzte und wieder zu reden begann. „Du liebst und vermisst sie immer noch sehr oder?“ fragte er. Ich drehte mich zu ihm. Ich schluchzte ein leises „Ja…“ uns sofort schloss mich Bill in seine Arme. „Dieses Lied darf auf keine einzige CD kommen!“ sagte ich.

Alles betteln und flehen half nichts. Das Lied kam zwar nicht aufs Album, aber als B-Seite auf unsere erste Single. Das war ja sogar fast noch schlimmer, als auf das Album. Bill hatte sich zwar auch mit eingesetzt das dieses Lied nicht bekannt werden durfte, aber wir wollten beide nicht den Grund nennen. Also wurde es genommen. Schließlich war es ein sehr gutes Lied nur alles was damit zusammenhing war nicht so toll. Wir saßen im Studio. Ich sollte dieses Lied einspielen. Lust dazu hatte ich eigentlich keine, aber mir blieb nichts anderes übrig. Ich saß nun da mit meiner Gitarre. Durch das Fenster schauten Bill und unser Produzent David herein. „Tom dann leg mal los!“ „Muss ich?“ fragte ich sichtlich genervt. „Was habt ihr eigentlich gefällt euch das Lied nicht, andauernd sträubt ihr euch da gegen dieses Lied zu singen oder zu spielen.“ Bill sah mich an. „Ich mach ja schon.“ Sagte ich und fing leise an zu spielen. Jeder einzelne Griff tat mehr weh. Jeder einzelne Klang der Gitarre traf wie ein Stich in mein Herz. Ich hätte auf der Stelle losweinen können, aber nein das wollte ich nicht. Noch ein aller letztes Mal strich ich über die Seiten meiner Gitarre, der letzte Ton, zum aller ersten Mal hatte ich dieses Lied durchgespielt. Nie wieder wollte ich dieses Lied spielen, ich hasste dieses Lied! Ich legte meine Gitarre an die Seite und ging auf die andere Seite der Scheibe. „Ich hol mir was zu trinken…“ sagte ich und ging aus dem Raum. Ich musste einfach raus da. Zu sehr erinnerte mich alles an dieses Lied, zu sehr erinnerte mich alles an Jill! An meine JILL! Ich ging in die Küche holte mir ein Glas aus dem Schrank. Ich goss mir ein wenig Cola ein. Bill kam reingestürmt. „Tom gute Nachrichten!“ rief er. „Was wird das Lied verbrannt?“ fragte ich trocken. „nein, aber du musst es nicht noch ml spielen, es ist perfekt gespielt worden.“ „Toll…“ sagte ich weniger begeistert drehte mich um und stellte mein Glas in die Spüle. „Man Tom, du bist gar nicht mehr du!“ sagte Tom. Ich drehte mich zu ihm. „Sie war deine Traumfrau, ja ich weiß! Aber lass dich doch nicht so hängen, das hast du doch noch nie gemacht!“ sagte Bill böse. „Ich habe auch noch nie ein Mädchen so sehr geliebt wie Jill!“ erwiderte ich ihm. „Du kotzt mich so an in letzter Zeit, wann hast du das letzte Mal so richtig gelacht?“ fragte Bill. „WENN ICH DICH SO ANKOTZT DANN HAU DOCH AB!“ schrie ich ihn an. Bill sah mich leicht kopfschüttelnd an und ging aus dem Raum. Er schmiss die Tür hinter sich zu. Was hatte ich getan? Warum machte ich Bill an, den Jungen der immer zu mir hielt? Meinen besten Freund? Mein Zwillingsbruder? War ich denn jetzt total abgedreht? Ich blieb noch ein paar Minuten stehe, war fassungslos. Wie hatte mich dieses Mädchen nur verändert. Wieso liebte ich grade sie so abgöttisch. Sie war mir nicht wichtiger als Bill, aber trotzdem ließ sie mich ihn anschreien, weil ich sie einfach liebte und ich noch nie vorher gewusst hatte wie sehr ich einen anderen Menschen der nicht zu meiner Familie gehörte, ein Mädchen lieben könnte. Ich ließ mich gegen die Wand fallen. „Warum nur?“ fragte ich mich selber leise. „WARUM VERDAMMT!“ schrie ich und drehte mich um und schlug gegen die Wand. Immer und immer wieder bis ich mich wieder gegen sie sinken ließ. Zu allem Überfluss hatte ich noch dieses Lied im Kopf. „Ich find mich hier nicht wieder,
erkenn mich selbst nicht mehr“ wie sehr diese Zeilen doch stimmten. Was sollte ich nur tun? „Tom ich hab jetzt die Schnauze voll!“ Bill kam wieder, er hatte etwas in der Hand. Ich sah ihn an. „Nimm jetzt dieses beschissene Lied und fahr zu ihr!“ Bill hielt mir eine CD hin. „Was soll das denn bringen?“ fragte ich meinen Bruder und war schon wieder kurz davor los zu weinen. „Ihr klärt das jetzt, du liebst sie und sie liebt dich! Redet darüber ich halt das hier mit dir nicht mehr aus! Jetzt nimm diese CD und fahr zu ihr!“ Langsam nahm ich ihm die CD aus der Hand. Er umarmte mich noch einmal. „Tom, dass wird wieder ich glaub an dich!“ sagte Bill leise, das nur ich hören konnte. Da kam Georg um die Ecke. „Persönliches Tom Taxi wo soll es hin gehen?“ fragte er und sah mich an. „Zu Jill…“ sagte ich. Auf Georgs Gesicht entstand ein zufriedener Gesichtsausdruck. „Komm her Kleiner.“ Sagte er grinsend. Ich folgte ihm.

Ich stand vor der Tür. „Klingel endlich!“ rief mir Georg aus dem Auto zu. „Fahr du lieber.“ Sagte ich zu ihm und er tat auch was ich sagte. Ich stand nun vor Jills Haustür. Ich hoffte, dass sie zu hause war, aber ich traute mich nicht zu klingeln. So kannte ich mich nicht, doch in Moment war nun mal alles möglich. Ich atmete noch einmal tief durch. „Tom du bist doch sonst auch nicht so schüchtern.“ Sprach ich mir selber zu. Ich wollte grade zur Tür gehen, als sie sich öffnete. Eine etwas hektische Jill kam raus, die noch zurückblickte und irgendwas ins Haus rief. „Jill!“ sagte ich, mit einmal blickte sie nach vorne. Sie blieb stehen und sah mich an. Sie sah nicht glücklich aus, mich zu sehen. „Was willst du?“ fragte sie kühl. „Mit… mit dir reden.“ Sagte ich fast schüchtern. „Ich glaube wir haben uns nichts mehr zu sagen.“ Sie sah auf den Boden und wollte schnell an mir vorbei gehen. Meine Hand fasste fast selbständig an ihren Arm und hielt sie fest. Sie blieb stehen ohne mich an zu sehen sagte sie „Tom…lass mich los.“ „Nein! Erst wenn du mit mir redest.“ Sagte ich mit ruhiger aber fester Stimme, ich hatte sie wieder gefunden. Sie sah zu mir auf. Ihre Augen, sie sahen mich traurig an. „Dann komm mit rein.“ Sagte sie, nach kurzer Stille, sie musste wohl erstmal mit sich selber ringen. „Danke.“ Antwortete ich ihr und folgte ihr mit rein. Wir gingen in ihre Zimmer. „Willst du was essen?“ fragte sie „Nein!“ „Willst du was trinken?“ „nein.“ Wiederholte ich mich. „Willst du irgendetwas anderes?“ „Nein, ich möchte wirklich nur mit dir reden!“ sagte ich zur ihr und versuchte nur einen einzigen Blick von ihr zu erhaschen. Sie atmete noch einmal tief durch und blickte mich an. „Was gibt es denn? Was hast du da in deiner Hand?“ Sie meinte die CD. „Hier, hör es dir an.“ Sagte ich und hielt sie ihr hin. „Nein, egal…“ sagte sie, sie wollte mich so schnell wie möglich loswerden ihr fiel das hier auch alles nicht leicht. Ich ging zu ihrem CD Player. Ich legte die CD ein und drückte auf Start. Leise hörte man die Musik beginnen. „Tom ich hab jetzt wirklich keine Zeit für so was Albernes.“ Sagte sie. „Hör es dir nur einmal an, Bitte Jill!“ „Nein, ich habe jetzt wirklich keine…“ sie stoppte. Der Text hatte angefangen. Mit einmal hörte sie dem Text zu. „Was…was ist das?“ fragte sie mich. „Ein neues Lied, aber ich hasse dieses Lied!“ Jill sah mich an „wieso? Es ist doch wunderschön!“ sagte sie und ließ ihren Blick nicht einfach wieder schweifen wie die letzten Minuten. Sie starrte mich regelrecht an. „Weil… weil er für dich geschrieben ist, Jill! Deswegen hasse ich dieses Lied! Jill ich liebe dich und ich kann dich nicht verlieren.“ Sagte ich und sah sie an. Sie presste ihre Augen zusammen, versuchte wohl nicht los zu weinen. „Tom?“ fragte sie, ich sah sie immer noch an. Sie kam mir einfach näher und fing an mich zu küssen. Sie küsste mich, wie sie es immer tat, so wie es früher war, nur es fühlte sich noch schöner an als beim letzten Mal. Sie nahm ihre Lippen von meinen und sah mich an. „ich liebe dich auch…“ „Aber…“ sagte ich. „Vergiss alles was ich gesagt hatte, ich sehe dich lieber selten, als nie und noch was… I Love this Song!“
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