Jubi-Storys
Warum?
Es war doch für ihn
Thema Nr. 1
Ich wünscht ich wär ein Engel....
One Night in Magdeburg
PS: Ich liebe dich!
Beautiful
I hate this Song
Es tut mir Leid
Ich erinnere mich an die Zeit...


Kapitel 693:

Ich setzte mich auf die Bettkante. „Red es mir nicht aus Jana, bitte.“ Ich atmete einmal tief durch. „Nein, mach ich nicht. Auch wenn ich der Meinung bin das wir es nicht überstürzen sollten.“ Gustav fasste meine Hand. „Du musst hier ja auch nicht liegen. Außerdem glaube ich das es besser ist wenn du in deinem jetzigen Zustand bei dir zu Hause wärst und dann in Magdeburg ins Krankenhaus kommst.“ Es war klar er dachte nur an das neue Baby. „Vielleicht…“ flüsterte ich. Ich machte mir doch etwas Sorgen das konnte ich wohl nicht verschweigen. „Ich hoffe das ist alles einfach bald vorbei…“ David klopfte an die Scheibe an. Ich sah Gustav an „magst du unser neues Glück schon verraten?“ fragte Gustav, ich schüttelte mit dem Kopf. „Okay…“ sagte Gustav und machte zu David eine Geste dass er reinkommen konnte. „Hey, wie geht’s heute?“ fragte David. Gustav sah David skeptisch an. David wusste es eh schon, David wusste immer alles. „Ja ist ja in Ordnung, ich weiß was Sache ist. Der Arzt hat grade erzählt das du morgen gerne verlegt werden möchtest.“ Gustav nickte, „keine Predigten danke!“ David hob die Hände, „hatte ich nicht vor.“ Gustav lächelte etwas „Gut!“ „ich wollte auch was anderes fragen.“ Sagte David. „Was denn?“ fragte ich. „Ja, also Bill, Georg und Tom werden morgen wohl erstmal wieder ein paar Interviews geben. Die Presse wartet natürlich schon sehnsüchtig und die drei meinten sie würden lieber persönlich darüber irgendwo sprechen als wenn nur so Onlinemeldungen auf eurer Homepage rauskommen, denn dann sind die Monster vor dem Krankenhaus immer noch nicht weg.“ Monster? Ich musste lachen, klar meinte er die Journalisten. „Wäre das für dich in Ordnung?“ fragte David seinen Schützling. „Ja, was soll ich schon dagegen haben.“ Stimmte Gustav zu. Dann sah David mich an. „Was ist?“ fragte ich verwirrt. „Ich soll dich von den dreien Fragen, ob du nicht auch dabei sein willst.“ Ich schüttelte mit dem Kopf, „dafür ist mir das alles zu frisch.“ David nickte „Ist in Ordnung verstehen die Jungs bestimmt.“ David verabschiedete sich erstmal. Ich sah ihm hinterher. „Schatz?“ hörte ich Gustav fragen. Ich drehte mich zu ihm „Ja?“ „Ist alles in Ordnung?“ Ich nickte. Er strich mit seinem Daumen meine Hand entlang. Ich blickte ihn kurz an, dann schloss ich aber die Augen und ließ meinen Kopf sinken. „Komm, der Rest von diesem Kack hier ist doch nur noch ein Katzensprung, das schlimmste haben wir schon überstanden.“ Lächelte Gustav mich an. Ich öffnete wieder meine Augen und musste etwas lächeln. „Ich mach mir trotzdem Gedanken, was ist wenn…“ Ich blockte ab. „Wenn was?“ „Wenn noch einmal so was ist wie heute Nacht?“ „Jana, die Ärzte werden schon aufpassen, glaube ihnen doch, ich lebe doch noch…“ Das er da so drüber reden konnte, war für mich ein Rätsel, manchmal hatte ich das Gefühl für mich war das in Moment alles schlimmer als für ihn. Die Schwester kam rein. „Hallo.“ Wir grüßten sie auch. Ich machte etwas Platz, sodass ich die Schwester nicht behinderte. Sie begann Gustav Wunde noch einmal zu desinfizieren und verband diese wieder ganz vorsichtig. Gustav sah nicht hin, er wollte es wahrscheinlich nicht sehe, was aber auch verständlich war, lecker sah es nicht aus. „Tut es noch sehr weh?“ Gustav nickte. „Wollen sie noch Schmerzmittel bekommen?“ „Wenn das ginge.“ Die Schwester nickte „ich komme gleich wieder.“

Es war der nächste Tag. Gustav hatte sich seinen Plan nicht noch mal überdacht, er wollte unbedingt nach Magdeburg verlegt werden. Der Arzt hatte alles vorbereitet. Amy war schon mit ihrer Oma und Opa auf dem Weg nach Magdeburg. Ich wollte unbedingt bei Gustav mitfahren. Ein Arzt, der Dr. Drewen hieß, war bei uns und machte zusammen mit einem anderen jüngeren Notarzt, der sich uns als Herr Treske vorstellte, Gustav bereit für die Fahrt. Ich sah dem ganzen ja skeptisch entgegen, aber Gustav war sich so sicher. Sie schoben eine Transportliege an Gustav sein Bett und halfen ihm zusammen darauf. Die ganze Geräte die noch irgendwie an ihm angeschlossen waren wurden vorsichtig an die Liege angebracht, sodass nichts irgendwie abknickte. Dann gingen die beiden Männer, sie sagten noch, dass es noch etwas dauern könnte. Ich ging zu Gustav, der mich müde ansah. Alleine dieses aufstützen eben von einem Bett ins andere zeigte schon seine Wirkung.

Kapitel 694:

Nach einer halben Stunde kamen die beiden Ärzte wieder. Gustav war eingeschlafen. „Okay, wir können jetzt los.“ Sagte Herr Treske und begann Gustav aus dem Zimmer zu schieben. Ich folgte ihnen einfach. Dann wurde er durch ein paar Türen geschoben und rein in den Krankenwagen. Der Arzt sagte mir, dass ich mich auf einen der Sitze konnte. Ich schnallte mich an und kurze Zeit später ging es auch schon los.

Nach zwei Stunden fahrt und nur ein paar Kilometer von Magdeburg entfernt wachte Gustav langsam auf. Zufrieden sah ich zu ihm. Herr Treske und Dr. Drewen beobachteten die Monitore und hörten alle 10 Minuten seine Lunge ab. Gustav blickte nach oben. „Wie geht es ihnen?“ fragte Herr Treske. „Ich bekomme wenig Luft.“ Sagte er gleich. Dr. Drewen hörte gleich noch einmal ab und sah auf den Bildschirm. „Es ist aber alles in Ordnung.“ Sagte er dann zu Gustav. „Ich bekomme aber keine Luft!“ sagte Gustav etwas lauter. Ich blickte die Ärzte nervös an. Gustav klang aggressiv. Die beiden Ärzte tasteten ihn noch einmal ab. „Bitte tun sie was!“ Gustav klang plötzlich voller Panik. „Herr Schäfer sie müssen sich beruhigen. Es kann sein das dieses Beklemmende Gefühl von ihrer Aufregung grade kommt.“ Sagte Dr. Drewen. Danach drehte er sich zu mir „Können sie versuchen ihn zu beruhigen?“ Ich nickte, ich schnallte mich schnell ab und stellte mich neben Gustav. „Schatz, ganz ruhig, es ist alles in Ordnung.“ Ich fasste seine Hand, die war total nass geschwitzt, außerdem zitterte Gustav. „Schnellere Hertöne!“ sagte Dr. Drewen zu seinem Kollegen. „Jana, ich bekomme keine Luft!“ Gustav sah mich Panisch an. Er hatte eine große Angst in den Augen, was mich besorgte. Doch wenn die Ärzte doch sagten das alles in Ordnung war… „Herr Schäfer, ist noch was außer dieses Beklemmende Gefühl?“ „Mir ist kalt und schwindelig!“ Gustav schrie schon fast. Er war kein bisschen mehr ruhig. Ich strich immer weiter sanft über seine Hand, doch mir fiel nichts ein womit ich ihn beruhigen konnte. Seine Atmung wurde schneller, man hörte das und merkte das. „Gustav du musst dich beruhigen.“ Flehte ich ihn an. Doch ich konnte noch nicht mal sein Blick mit meinen Augen einfangen. Plötzlich begann Gustav auf zu springen, er ließ Ruckartig meine Hand los und rollte sich von der Liege. „Gustav!“ rief ich. Doch da hatte ihn schon Dr. Drewen gehalten und schob ihn wieder zurück mit Hilfe von Herr Treske auf die Liege. „Wir müssen ihn anschnallen.“ Sagte er gleich und begann die Gurte um Gustav zu wickeln sodass dieser sich nicht mehr bewegen konnte. Dies versetzte ihn aber nur noch mehr in Panik. „Okay, wir brauchen doch ein Beruhigungsmittel.“ Sagte der Dr. und holte etwas aus dem Schrank und begann es auf eine Spritze zu ziehen. Sein Kollege machte Gustavs Arm frei und hielt ihn fest und bereit für die Spritze. Der Arzt beeilte sich und stach hinein. Ich folgte dem Geschehen nur noch abwesend mit meinen Augen. „Reden sie mit ihm, das hilft!“ rüttelte mich einer der Männer wach. „Gustav? Alles ist in Ordnung.“ Sagte ich und fasste wieder an seine kalte nass geschwitzte Hand. Er zitterte immer noch. Klar das Beruhigungsmittel hatte noch nicht angeschlagen. Dr. Drewen begann mit einem Handy bei der Magdeburger Klinik an zu rufen, das hörte man da er alles durchgab was grade passiert war. Doch er wurde durch ein Piependes Geräusch schnell unterbrochen. Er legte das Handy einfach weg und sah wieder zu Gustav. Ich tat das Selbe und sah wie Gustavs Augen nach oben wegklappten. „Beatmung!“ rief Dr. Drewen und Herr Treske war schon dabei die Maske zu holen und sie Gustav auf zu setzen. Dr. Drewen dagegen lief einmal um die Liege herum. „Die Drainage ist geknickt, kein Wunder.“ Er deutete auf den Schlauch der Pumpe sie noch bei Gustav in der Brust steckte. „Das muss bei dem aufstehen grade passiert sein. Ist er stabil?“ fragte er seinen Kollegen. „Ja, noch.“ „Gut!“ sagte der Doktor. Ich wusste nicht wie ich reagieren sollte ich stand einfach nur da und sah meinen Mann an wie so oft in den letzten Tagen. „Frau Schäfer setzen sie sich, sie können jetzt nichts tun.“ „Aber…“ brachte ich nur heraus. „Nichts aber, sein Sauerstoffgehalt steigt wieder, sie brauchen sich keine Gedanken machen, in 5 Minuten sind wir auch in der Klinik.“ Versuchten sie mich zu beruhigen. Ich wusste einfach, dass diese dumme Verlegungsidee von Gustav nicht gut gehen konnte.
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