Jubi-Storys
Warum?
Es war doch für ihn
Thema Nr. 1
Ich wünscht ich wär ein Engel....
One Night in Magdeburg
PS: Ich liebe dich!
Beautiful
I hate this Song
Es tut mir Leid
Ich erinnere mich an die Zeit...


Seid 2 Wochen stehe ich hier nun. Jeden Tag bin ich hier von morgens bis abends. Hier im Krankenhaus mir fällt es so schwer weg zu gehen. Seid 2 Wochen liegt meine große Liebe Judy im Koma. Jeden Tag dieselben Gedanken. Morgens wenn ich her komme hoffe ich dass sie noch lebt. Warum sie hier lag? Es war ein Streit. Sie hatte mich betrogen auf einer Party. Ich wollte sie zur Rede stellen, doch sie wollte nicht.  Sie war genervt da ich sie angeschrieen hatte, ich war sehr verletzt. Daraufhin machte sie Schluss. Ich wollte es nicht. Ich lief ihr hinterher, ich wollte das alles so nicht. Ich liebte sie doch. Sie stieg ins Auto ihrer Freundin Mel. Eine ihrer Freundinnen, Mel war schon 18 und hatte ein Auto. Mel war schon ziemlich angeheitert. Ich bat Judy noch nicht in das Auto zu stiegen, doch sie tat es. Was später passierte weiß keiner genau. Nur das sie einen schrecklichen Autounfall hatten und Judy seid dem an im Koma lag. Mel geht es gut, sie hat gar nichts abbekommen, nicht mal eine einzige Schramme, aber sie plagten schreckliche Schuldgefühle. Nun stand ich wieder neben Judy und streichelte ihre Hand. Ich wollte und wünschte mir das sie aufwacht, aber um ehrlich zu sein wusste ich auch nicht was ich dann tun sollte, schließlich hatte sie ja an dem Abend Schluss gemacht. Ich wusste noch ganz genau wie wir und kennen gelernt hatten. Es war in der Schule. Wir waren beide in Eile, sie hatte ihre Bücher auf dem Arm. Ich lief vor hat als hinter mir „Gustav“ meinen Namen rief. Ich drehte mich ruckartig um und traf genau mit meiner Tasche ihre Bücher die ihr dann erstmal hinunterfielen. Ich entschuldigte mich und half ihr beim Büchern aufsammeln. Irgendwann sahen wir beide gleichzeitig auf und da trafen sich genau unsere Augen. Ihre blauen Augen waren ein Traum und ich konnte mein Blick nicht von ihnen nehmen. Wir standen dann langsam auf und begrüßten uns. Die ganze Hektik von davor war vergessen. In dem Moment gab es nur uns. „Ich bin Gustav“ sagte ich, sie lächelte. „Judy kommst du?“ sie sah kurz zu ihr. „Ja…klar.“ Noch einmal sah sie mich an und ging. Ihr Name ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Bis wir nach dem Tag zusammen kamen dauerte es noch etwas, aber dann waren wir seid einem Jahr ein paar. Auf der Party hatten wir unser einjähriges, doch es sollte ja nicht so werden wie wir es wollten. Obwohl sie ja nicht ganz unschuldig dran war, trotzdem nahm ich es ihr nicht übel. Piep…Piep kam von dem Gerät das zeigte wie ihr Herz schlug wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Ich merkte meine Tränen, ich wischte sie schnell weg und sah noch einmal zu dem bildhübschen Mädchen was dort im Bett lag und ging.         

 

Piep…Piep…Piep. Was war das für ein grässliches Geräusch. Es machte mich wahnsinnig, lange konnte ich das nicht mehr aushalten. Wo war ich überhaupt, warum lag ich. Ich war doch auf einer Party und feierte mit Gustav mein einjähriges. Warum gingen meine Augen so schwer auf. Ich wusste überhaupt nicht was zu dem Zeitpunkt mit mir los war. Ich blinzelte heftig, endlich sie waren auf. Alles war weiß, meine Augen mussten sich erstmal an das Licht gewöhnen. Langsam erkannte ich einen Menschen. Es war meine Mutter. Ich wusste immer noch nicht was war, aber als ich sie sah wusste ich alles war gut. Aber wo verdammt war ich. Meine Mutter strich mir sanft über meinen Kopf. „Alles ist gut Schatz, alles ist gut.“ Sagte sie, es klang so weinerlich, so dass mich ihre Aussage nicht wirklich beruhigte. Da kam jemand zur Tür rein. Ich wollte was sagen doch es ging nicht. Mein Hals war so trocken und da steckte was drin, ich hustete. „Judy hörst du mich?“ brüllte mich die Person an die zur Tür rein kam. Ich dachte nur was brüllt mich dieser Kerl denn so an, da wurde ich aber durch einen erneuten Hustanfall wieder von dem Gedanken weggerissen. Was war das da in meinem Hals. Ich nickte zart, denn antworten ging ja schlecht. „Okay Judy der Schlauch in deinem Hals hilft dir beim Atmen, soll ich ihn rausholen?“ Ich fragte mich warum der Kerl so laut mit mir sprach, ich war doch nicht taub. Ich nickte erneut zart. Er schloss etwas von dem Schlauch der aus meinem Mund kam ab. „Okay, Judy einmal tief ausatmen.“ Ich tat was der Schreihals da vor mir sagte. Er zog den Schlauch hinaus. Ich fing wieder heftig an zu husten. Langsam aber beruhigte sich meiner trockenen Kehle. „Weißt du warum du hier bist?“ fragte der Typ vor mir mal wieder in seiner lauten Lautstärke. „Laut!“ sagte ich leise, es war eher ein Gekrächze, ich erschrak selbst, alles war so komisch zu der Zeit, ich begriff gar nicht was los war. „Was?“ fragte der Typ. Meine Mutter tickte ihn an. „Ich glaube sie will ihnen sagen, dass sie zu laut reden.“ Ich nickte wieder nur. Nicht noch mal wollte ich meine Stimme hören, zu viel Angst hatte ich davor das sie wieder so klang. „Ach so, ja Hallo Judy ich bin dein Arzt Dr. Hermann. Ich untersuch dich jetzt noch einmal.“ Er sprach endlich in einem normalen Ton mit mir, lange hätten das meine Ohren auch nicht mehr ausgehalten. Trotzdem nickte ich nur als Antwort was anderes blieb mir ja auch nicht übrig. Der Arzt leuchtete mit einer kleinen Taschenlampe mir in die Augen und untersuchte noch weiteres. Zur Tür kamen mein Dad und meine große Schwester Leila rein. Sie lächelten alle. Was war bloß los? Wo war ich? Ich hatte viele Fragen im Kopf. Aber mittlerweile war mir klar da sich im Krankenhaus lag. Aber warum? Und wo war eigentlich Gustav? Der Arzt war grade bei meinen Beinen und sah meine Mutter an. Als sie ihn ansah, schüttelte er sanft mit dem Kopf. Meine Mutter blickte zu mir traurig. „Hallo? Konnte mir mal jemand sagen was hier los war? Ich konnte ja nicht fragen. Was war passiert? Wo ist Gustav geht es ihm gut?

 

Das Telefon klingelte, ich ging ran „Schäfer?“ meldete ich mich. „Gustav? Ich bin es Judys Vater!“ Mit einmal hatte ich Angst, große Angst, es war ein schlimmer Moment. Ihr Vater klang nicht glücklich, alles andere sogar. In diesem Moment hatte ich noch nie so viel Angst davor den Satz zu hören sie ist tot. Mir gingen tausend Dinge durch den Kopf, dabei wusste ich noch gar nicht was los war. „Gustav?“ fragte ihr Vater „Ja Herr Petersen, ich bin noch dran Entschuldigung, ist irgendwas mit Judy?“ fragte ich schnell nach. „Ja sie ist aufgewacht.“ Mein Herz sprang hoch davor war es wie tot, doch als die Nachricht kam fing es wieder heftig an zu schlage. „Endlich, Danke, oh danke Herr Petersen das sie angerufen haben.“ Schrie ich fast in den Hörer rein. Mir schossen Freudentränen in die Augen. „Gustav was ist?“ kam aus dem Wohnzimmer. „War das grade Bea?“ fragte Judys Vater, „Ja warten sie.“ Ich legte kurz den Hörer zur Seite, ich hätte warten sollen bis Her Petersen mir alles gesagt hatte, aber mir war es wichtiger erst einmal Bea, der besten Freundin von Judy zu sagen was los war. „Bea, Judy ist aufgewacht!“ sagte ich und fiel ihr um den Hals. „Was?“ sagte sie und fing an zu weinen vor Freude. Ich nahm wieder das Telefon. „Gustav, bitte freut euch nicht zu früh.“ Sagte Judys Vater. „Warum? Was ist mit ihr?“ fragte ich nach, „so wie es aussieht fühlt sie ihre Beine nicht!“ sagte Herr Petersen ernst. Ich stieß ein „Oh mein Gott“ aus!  „Ich gehe wieder rein zu ihr! Tschüss!“ „Auf wieder sehen“ sagte ich mit geschockter Stimme. „Gustav was…was ist?“ fragte Bea mich leise. Ich ließ das Telefon langsam von meinem Ohr gleiten und an mir hinunter sinken. „So…“ Ich hustete erstmal, musste meine Stimme wieder finden „so wie es aussieht spürt sie ihre Beine nicht mehr.“ Wiederholte ich das was mir Judys Vater, Herr Petersen,  am Telefon grade sagte. Sie riss die Augen geschockt auf und stand nur da. Ich kam Bea langsam näher und nahm sie in den Arm. Bea war Judys beste Freundin. Sie war an dem Abend vor zwei Wochen, an dem der Unfall war, im urlaub, doch sie wusste alles bis ins kleinste Detail von unseren Erzählungen her. Wir hatten uns gegenseitig fest im Griff. „Gustav, sie lebt das ist doch die Hauptsache oder nicht?“ meinte Bea und sah mich an. Ich nickte, aber wir wussten beide, dass Judy das was mit ihr passiert war nicht wegstecken könnte, sie war immer so sportlich, sie spielte Handball und dazu bräuchte man nun mal seine Beine. „ich möchte zu ihr, kommst du mit?“ fragte Bea, „nein, du weißt wieso!“ sagte ich, es war meine Entscheidung sie hatte Schluss gemacht und das sicher nicht ohne Grund. „Komm schon, sie liebt dich, nur dich, das was da passiert ist, ist auch ihre Schuld sie braucht dich!“ versuchte mich Bea zu überreden, „nein ich würde weggeschickt werden, geh zu ihr!“ drängte ich sie. Sie nickte, nahm mich noch einmal in den Arm und ging zur Tür hinaus. Ich schloss die Tür hinter ihr und ließ mich an ihr hinunter gleiten. Ich weinte. Sie war wach, sie lebte und ich weinte, ich sollte mich freuen, aber es ging nicht.

 

Ich wachte nach einem kurzen Schlaf wieder auf. Mein Hals war etwas feuchter. „Morgen Schatz!“ sagte meine Mutter. Ich brachte ein „Morgen“ über die Lippen. Es war viel einfacher nun zu reden als davor, auch wenn es nur leise war. „Was mache ich hier?“ fragte ich. Meine Mutter fasste meine Hand und strich sanft hinüber. „Du hattest einen Autounfall mit Mel.“ Ich erschrak und wollte mich aufstützen, „was ist mit ihr?“ Meine Mutter drückte mich wieder so sehr ins Bett das ich mich hinlegen musste. „Ruhig, ihr geht es gut, sie hat nichts abbekommen.“ „War noch wer im Auto? Bea oder Gustav?“ flüsterte ich ängstlich. Meine Mutter schüttelte mit dem Kopf und ich beruhigte mich langsam wieder. Das atmen fiel mir schwer, aber es ging. „Bea ist draußen, darf sie rein kommen?“ Ich nickte sanft. Meine Mutter ging zur Tür, sagte ihr Bescheid und flüsterte ihr irgendwas zu. Dann ging sie raus und Bea kam rein. „Hey“, sagte sie und setzte sich neben mich. „Hey“ antwortete ich leise. Sie musterte mich einmal ganz. „Wie geht es dir?“ „Sieht man das nicht?“ Ein leichtes Lächeln huschte mir über mein Gesicht. Sie lächelte auch leicht, doch in ihren Augen bildeten sich Tränen. „Tut mir Leid.“ Schluchzte sie und ließ auf einmal ihren Tränen freien Lauf. „Was ist?“ fragte ich erschöpft und deutete an, dass ich sie in den Arm nehmen wollte. Sie kam zu mir und schloss mich in ihre Arme. „Es ist so schön, dass du wieder wach bist, die letzten zwei Wochen waren der reinste Horror, immer wieder der Gedanke, dass du sterben hättest können.“ Sie weinte weiter, ließ mich aber wieder los. Seid zwei Wochen war ich hier schon? Das wusste ich bis eben nicht. Ich schloss kurz meine Augen. Ich musste an Gustav denken. Ich öffnete meine Augen wieder. Ich wunderte mich warum er nicht da war. „Ich geh dann mal damit du dich ausruhen kannst okay?“ sagte Bea und wollte aufstehen, doch ich stoppte sie noch „Halt, wie geht es Gustav?“ „Den Umständen entsprechend. Hab dich lieb.“ Sagte sie noch und ging. „Ich dich auch!“ Sie lächelte mich noch einmal an bevor mit Tränen in den Augen aus dem Raum ging. Warum war Gustav mein Schatz nicht bei mir? Ich liebe ihn doch. Ein Arzt und meine Eltern kamen rein. Meine Mutter setzte sich wieder zu mir. „Judy spürst du grade irgendwas Piecksieges?“ fragte der Arzt mich, „Wie? Was meinen sie?“ Schon etwas geschwächt, von der Stunde die ich wach war. Der Arzt schüttelte ein wenig mit dem Kopf und kam tief durchatmend zu mir. „Judy, also so wie es aussieht spürst du deine Beine nicht mehr, es kann sein das es nur vorübergehend ist, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es das nicht sein, das können wir dir leider nicht vorher sagen. Es geht ab der Hüfte abwärts.“ Sagte er noch. Mein herz fing heftig an zu pochen. Da ich lag konnte ich meine Beine nicht sehen. Ich versuchte sie zu bewegen, ich versuchte es mit aller kraft, doch es ging wirklich nicht. „Bitte probieren sie es noch mal mit der Nadel, Bitte!“ flehte ich, ich konnte es einfach nicht glauben. Er stach noch einmal zu, doch es tat sich nichts. Ich merkte wie die Tränen in meine Augen schossen. Ich hatte keine Kraft sie zurück zu halten. Ich merkte nur noch wie mir langsam schwarz vor den Augen wurde, wie ich langsam nichts mehr vor mir sah. Meine Augen fielen zu und ich war weg, spürte nichts mehr. Gar nichts mehr!

 

Ich war inzwischen in meinem Zimmer und sah mir ein Foto von mir und Judy an, aus glücklichen Zeiten. Es war schwer für mich so etwas zu sehen. Ich freute mich trotzdem irgendwie, sie lebte, der Arzt hatte immer gesagt, wenn sie aufwacht wäre sie übern Berg, dann würde sie wieder gesund werden. Aber, dass so etwas passieren konnte wie mit ihren Beinen hatte er mir nie erzählt, gut so was wollte ich auch erst gar nicht wissen. Wichtig für mich war nur das sie lebt. Das tat sie nun und was tat ich nun ich saß zu Hause. Sie hatte Schluss gemacht, damit musste ich leben. Sie hatte mich betrogen. „Bin wieder zu hause!“ kam von unten nach oben gerufen. Es war meine Mutter. Mit einmal sprang ich auf und lief die Treppe hinunter. „Gustav was ist los?“ fragte sie „Sie ist aufgewacht!“ Schrie ich ihr fast ins Ohr. Mir kamen wieder Tränen, aber sie waren undefinierbar. Zum Teil Freudentränen und zum anderen Teil doch wieder vor Trauer. Meine Mutter ließ einfach ihre Einkäufe auf den Boden fallen und nahm mich sofort in den Arm. „Endlich mal gute Nachrichten!“ sagte sie. Meine Mutter mochte Judy von Anfang an. Sie wusste auch alles von mir, sie war mir immer die nächste und wichtigste Person meines Lebens. Bevor Judy dazu stieß. Auch wenn Judy mich betrogen hatte, meine Mutter liebte sie trotzdem, genauso wie ich. Mein Vater war oft auf Geschäftsreisen und meine große Schwester die ich noch hatte war schon längst ausgezogen. „Aber sie kann vielleicht nie wieder laufen, sie spürt ihre Beine nicht!“ schluchzte ich. Meine Mutter tröstete mich. „Warum bist du nicht bei ihr?“ „Du weißt warum!“ sagte ich. „Ach Juschtelchen.“ Sagte sie und drückte mich noch mehr. „Komm, wir packen jetzt die Einkäufe aus und dann koche ich und Abendessen.“ Sagte sie. Ich löste mich langsam von ihr, nahm eine der zwei Einkaufstüten und brachte sie in die Küche. Da klingelte das Telefon, ich lief hin und nahm ab. „Schäfer?“ „Hi Gustav ich bin es Bea.“ Ich merkte wie mein Herz anfing zu pochen und wie mir sofort ein „wie geht es ihr?“ rausrutschte. „Na ja sie ist noch richtig schwach, war nicht lange bei ihr. Sie redet total leise und wirkt müde, na ja und das atmen tut sie auch recht schwer, aber sie sieht schon um einiges besser aus.“ Erzählte Bea. Ich war still, wusste nicht so richtig was ich zu ihr sagen sollte. Es war schön das es meiner Maus, stopp nein sie war es nicht mehr, aber trotzdem war es schön das es ihr besser ging. „Sie hat nach dir gefragt…“ sagte sie leider. „ECHT? Was hat sie gefragt?“ „Wie es dir geht, hat sie gefragt!“ „Bea tut mir Leid, ich muss Schluss machen, Tschüss.“ Würgte ich das Gespräch so schnell es ging ab. Ich ließ den Hörer fallen und lief hoch in mein Zimmer. Diese Frage „Wie geht es Gustav?“ zeigte doch das sie wusste das sie Schluss gemacht hatte. Sie vergewisserte sich, dass ich mir nichts antun würde. Ich würde nicht zu ihr ins Krankenhaus gehen, zu viel Angst davor hatte ich doch vor einer Abfuhr, schließlich liebte ich sie ja. „Gustav Essen!“ rief meine Mutter hoch. Ich ging wieder zu ihr und erzählte ihr von dem Telefonat mit Bea.      

                            

„Sie wacht wieder auf!“ Es war mein Dad, ich blinzelte. „Was…was ist passiert?“ fragte ich verwirrt. „Du hast dich zu sehr aufgeregt Schatz, deswegen bist du in Ohnmacht gefallen.“ Sagte meine Mutter. Sie stellte das bett etwas hoch, sodass ich sitzen konnte.“ Du musst was essen!“ sagte sie und hatte eine Schale mit Suppe in der Hand. Ich nickte und aß etwas, wenn auch nicht grade gewollt.

Es vergingen ein paar Tage. Gustav hatte sich kein einziges Mal blicken lassen. Ich war enttäuscht dachte aber den Grund zu wissen. Er dachte sicher ich wäre ein Krüppel, was sollte er mit so einer? Er brach mir damit das herz. Zum Glück war grade keiner in meinem Zimmer, denn ich fing heftig an zu weinen. Dann sah ich meine Beine und fing an wütend auf sie ein zu hämmern. „Judy, was machst du da?“ Bea kam grade ins Zimmer und rannte zu mir. „Was ich mache? WAS ICH MACHE? Ich hasse meine Beine, ich werde nie wieder laufen können, noch nicht mal aufs Klo. Nicht mehr hüpfen, kein Sport mehr machen! Alle werden mir hassen!“ schrie ich sie an, mit voller Kraft, die ich nach und nach wieder gewonnen hatte. Sie nahm mich in den Arm. „ich hasse dich nicht und das mit dem Sport, es gibt auch Sport für Rollstuhlfahrer.“ Tröstete sie mich. Ich weinte, was ich nicht sagte war, dass noch nicht mal meine große Liebe was mit mir zu tun haben wollte, weil ich ein Krüppel war und das schon mit 16. „Du verstehst das nicht, ohne Handball bin nicht mehr die Judy. Mein leben hat doch kein Sinn mehr, warum bin ich nicht gestorben?“ Bea ließ mich los und sah mich fassungslos an. „Sag nicht so was! Wimmerte sie. „Nein, ich will sterben, warum lebe ich noch?“ Auf einmal wurde Bea wütend. „Immer denkst du nur an dich! Denkst dir für mich oder deine Familie ist da einfach? Es ist verdammt schwer, ich würde auch lieber mit dir shoppen gehen als dich im Krankenhaus zu besuchen. Aber lieber so als wenn du tot wärst, was meinst du wie wir dich vermissen würden?“ Sie sah mich erwartungsvoll an. Doch ich war so überrascht und verwirrt durch das was sie sagte, da sich nicht antworten konnte. Sie drehte sich um und ging. Ich wollte sie noch zurück rufen, doch ich bekam kein Wort heraus. Ich sah nur weiter fassungslos auf die offene Tür. Das ging noch eine viertel Stunde so bis eine Krankenschwester rein kam. Sie lächelte mich an. „Ich muss den Katäter wechseln.“ Lächelt sie. Ich verzog angewidert das Gesicht. Den Schlauch zum pissen wollte sie wechseln. Aber es musste ja sein. Dabei fing die Frau sich an mit mir zu unterhalten. „Sag mal, war das grad deine beste Freundin?“ „Ja war und ist sie und das schon seid über 10 Jahren.“ Antwortete ich. „Und wie sieht es mit anderen Freunden aus?“ „ja ich habe viele Freunde, aber sie trauen sich hie alle nicht her, Bea erzählt mir immer die Neuigkeiten.“ Sie lächelte „und wie sieht es aus mit Jungs?“ „ich habe einen Freund, aber der will jetzt anscheinend nichts mehr mit mir zu tun haben, weil ich ein Krüppel bin!“ Ich sah hinaus, aus dem Fenster. „So darfst du nicht denken! Es gibt sicher andere Gründe!“ wollte sie mich ermutigen. Ich sagte dazu nichts, auch wenn ich immer dachte da Gustav mir in jeder Lage beigestanden hätte. Aber da hatte ich wohl falsch gedacht.“ So ich bin dann auch fertig, der Doktor kommt nachher noch zu dir und sagt dir wann du nach hause darfst!“ Ich zwängte mir ein Lächeln auf mein Gesicht, obwohl mir so gar nicht zu Mut war. Mir war klar, dass ich das heute noch mit Bea klären musste!     

 

Seid Tagen saß ich nun zu Hause. Ich war glücklich das Judy nun übern Berg war, doch die Tatsache das es zwischen uns aus war und ich die Liebe meines Lebens nicht mehr bei mir hatte machte mir zu schaffen. Ich wusste. dass es ihr nicht gut ging, Judy ohne das sie ihre Beine bewegen konnte war einfach nicht vorstellbar, wie sie auf ihnen ging und ihren Hintern immer leicht nach links und rechts schwang. Wie eifersüchtig ich doch immer war, das ihr fremde und andere Typen immer drauf starrten. Doch jedes Mal wenn sie meine Eifersucht in mir aufstiegen sah küsste sie mich und sagte mir immer wieder, dass sie nur mich liebte. Es beruhigte mich jedes Mal. Doch jetzt konnte ich ihr trotz ihrer Riesen Krise nicht beistehen, hätte ich sie doch bloß an diesem Abend aufgehalten, aber sie wollte ja trotz ihrem großen Fehlers nicht mit mir reden. Klar ich hatte Stress gemacht und das wusste sie. Ich hätte, sie hätte, wen interessierte aber jetzt schon noch das hätte, nun war es eh zu spät es war nun mal passiert. „Hey!“ sagte mein bester Kumpel Georg zu mir, „na“ antwortete ich. „Wie geht’s dir?“ fragte er, „Willst du nicht wissen, lass nach oben gehen.“ Schlug ich vor, er nickte. „Wie geht’s Judy?“ fragte Georg, „sie ist vor ein paar Tagen aufgewacht!“ erzählte ich, auf seinem Gesicht breitete sich ein Grinsen aus. „Endlich mal gut Nachrichten, warst du schon bei ihr?“ fragte er mit einer gewissen Zurückhaltung weil er genau wusste was passiert war. „Nein, du weißt warum.“ Sagte ich. Er sagte zu dieser Sache nichts mehr, ließ es lieber bleiben, lieber lenkte er ab. „Kommst du heute Abend mit ins Dejavu?“ Das war unsere Stammkneipe einmal am Wochenende waren wir eigentlich immer da. „Nimm es mir nicht übel, aber ich habe nicht so die Lust.“ Sagte ich. „Also Gustav, wenn es mit Judy vorbei ist solltest du grade mit kommen und außerdem musst du mal wieder unter Menschen kommen, dass lenkt von dem ganzen Scheiß der letzten Wochen ab.“ Versuchte er mich zu überreden und das mit Erfolg, „na gut ich komme mit.“ „Na dann sehen wir uns heute Abend!“ sagte er und ging. 

Ich ging in die Bar und stieg missmutig die Treppe hinunter. Da saßen sie schon alle wieder auf unserem Stammplatz, Georg, Katja, Bill, Bea, Mel, Finja und Tom. Ich begrüßte sie alle uns setzte mich auf meinen Platz, der Platzt neben mir blieb frei, da saß nun mal normalerweise Judy. Ein Kellner kam zu uns „Und ich dachte schon unsere Stammkunden haben sich eine neue Kneipe ausgesucht.“ Sagte er, „Das würden wir doch nie tun.“ Sagte Bill. „Na ihr wart seid über 2 Wochen nicht mehr da gewesen, das gab mir schon zu denken. Sagt mal wo ist denn meine Sunny?“ Der Kellner sah mich an, Sunny war Judy, er nannte sie immer so weil sie eigentlich immer mit einem Lächeln auf den Lippen rum lief. Blicke wanderten von einem zu nächsten bis sie alle bei mir stoppten. „Sie liegt im Krankenhaus wegen mir.“ Sagte Mel und fing an zu weinen. Katja nahm sie in den Arm, „das stimmt doch gar nicht.“ „Doch wegen mir kann sie nicht mehr laufen.“ Schluchzte Mel. Der Kellner stand wortlos daneben. „Das gleiche wie immer bitte.“ Sagte Georg nun mit gedämpfter Laune. Ich musste aufs Klo, zumindest sagte ich das, ich konnte mir, dass Geheule nicht antun. Ich ging die Treppe hinauf. „Hey Gustav, ist das der große Unfall vor drei Wochen gewesen und war sie ins Koma gefallen?“ fragte der Kellner. Ich nickte, „und wie geht’s Sunny?“ fragte er, „sie ist aufgewacht!“ Mehr konnte ich nicht sagen und verschwand wirklich aufs Klo.      

 

Immer wieder versuchte ich auf dem Telefon von Bea anzurufen, doch sie hörte es wohl nicht. Ob sie wohl im Dejavu waren? Ohne mich? Ich hoffte es, sie wollten ihren Spaß haben nicht immer nur an mich denken. Ich dachte die letzten zwei Wochen hatten sie sicher nichts anderes gemacht. Ich würde sie zu gerne alle mal wieder sehen. Meine Mutter sagte aber immer das wenn ich zu Hause wäre das dafür wieder genug Zeit wäre. In zwei Wochen würde eich hier rauskommen, endlich! Eigentlich in eine Rehaklinik, doch das konnten meine Eltern mir ersparen, weil ich da he nicht mit gemacht hätte. Die Ärzte beschlossen mir hier wichtigsten Bewegungen zu zweigen und wo drauf ich achten musste, wenn ich mit dem Rollstuhl fahre. Ich wollte es eigentlich alles nicht lernen, schließlich ohne Beine war ich nicht mehr ich, eigentlich wollte ich nur noch sterben, doch durch Bea wusste ich, dass ich nicht aufgeben durfte und mich sonst ganz viele Menschen vermissen würden. Aber trotzdem merkte ich wie ich immer mehr meinen Lebensmut verlor, aber das durfte nicht passieren, doch ich wusste das ich so viele Sachen nicht mehr konnte die ich liebte. Nichts war mehr mit tanzen in der Disco und dem Handball spielen. Der Arzt wiederholte so oft, dass es sehr hart werden würde, er aber an mich glauben würde, doch trotzdem sagte er immer wieder dass diese Kleinigkeiten wie tanzen oder so was nicht die einzigen Dinge wären die ich nicht mehr könnte. Meine Mutter versuchte mich immer wieder hoch zu reißen „Komm Judy es ist eine Herausforderungen, die liebst du doch, bis jetzt hast du jede gemeistert.“ ABER DOCH NIE ALLEINE! UND BIS JETZT WAR KEINE FÜR IMMER! Wenn Gustav mich ja jetzt schon nicht mehr besuchte und mit der Sache klar kam, mich wohl als Krüppel ansah, werden die anderen ja wohl nicht viel anders denken oder? Aber klar war es eine Herausforderung, eine die ich mir nie gewünscht hatte, aber nun war sie da. Ich lag wach in meinem Krankenhausbett, ich konnte nicht schlafen zu sehr musste ich an Bea und Gustav denken. Gustav war einfach der richtige Junge für mich und das wussten alle! Ich war immer ein glückliches Mädchen, Stress kam an mich nicht ran. Doch Gustav war der erste Mensch der es wirklich geschafft hatte mich zum weinen zu bringen, vor Freude! Ich schnappte mir mein Handy und versuchte noch mal Bea an zu rufen. Nach ein paar Mal tuten ging sie ran. Inzwischen war es schon 4 Uhr nachts, das hatte ich bei meinem Nachdenken ganz vergessen. „Ja?“ fragte Bea verschlafen. „Hey Bea!“ „Judy was ist? Weißt du wie spät es ist?“ fragte sie. „Ja weiß ich, aber es ist wichtig.“ „Na was ist denn?“  „Du hast Recht mit allem was du vorhin zu mir gesagt hattest!“ gestand ich ein. „Es tut mir so Leid!“ flehte ich. „Oh Judy, ich bin dir doch nicht böse, dass musste vorhin nur einfach mal raus, mach dir deshalb doch nicht so viele Gedanken, ich bin immer für dich da und das weißt du. Egal ob ohne oder mit Rollstuhl, du könntest sogar deinen Kopf verlieren und ich würde dich nicht im Stich lassen, dass weißt du doch oder?“ fragte sie noch mal vorsichtig nach. „Ja eigentlich schon, ich weiß auch nicht wie ich daran zweifeln konnte.“ Sagte ich schon um einiges erleichterter als vorher. „Ich lass dich jetzt weiterschlafen“ sagte ich, „Ich komme morgen vorbei Judy, ich hab dich doch lieb.“ Sagte sie und drückte noch einen Kuss in ihr Handy rein. Ich tat es auch und wir legten auf. Ich fragte mich nun wirklich warum ich zweifelte oder warum ich überhaupt gezweifelt hatte. Sie war doch meine beste Freundin und niemand auf der Welt hatte eine bessere als ich. Ich kuschelte mich in mein Bett. Ich sollte Gustav vergessen, wenn er mich nicht so liebte wie ich nun war, hatte er meine Liebe nicht verdient. Aber es tat doch so weh. Ich schloss sanft meine Augen, in meinen Armen mein Kuschelhase den ich mal von Gustav bekommen hatte und schlief ein.

 

Es vergingen Monate. Aus Erzählungen wusste ich, dass Judy sich gut zu Hause eingelebt hatte und wohl auch gut klar mit ihrer Behinderung kam, sie aber trotzdem immer noch nicht wirklich akzeptierte. Sie kam nie in Dejavu, manche sagten es liege an mir. Warum verstand ich nicht schließlich hatte sie ja Schluss gemacht. Bea sagte mir, dass es Judy eher peinlich wäre so ins Dejavu zu kommen. Bea erzählte immer viel, Judy wollte wohl nie als Rollstuhlfahrerin gesehen werden, lieber als ein normales Mädchen doch das war einfach unmöglich. Ich hatte sie aber ja seid dem sie wach war nicht wieder gesehen gehabt. Ich ging grade durch die Innenstadt als mir Judys Mutter entgegen kam. Sie entdeckte mich auch sofort, obwohl ich es eigentlich wollte und trotzdem kam sie auf mich zu. „Gustav Hallo, dich habe ich ja seid Judy wach ist gar nicht mehr gesehen.“ Ich gab ihr nett die Hand und begrüßte sie nett. Nach einem kurzen Unwichtigen Gespräch sagte sie, „komm doch mal wieder mit zu uns, Judy würde sich sicher freuen dich zu sehen ich aber auch du warst doch schon so lange nicht mehr bei uns.“ Ich lächelte verlegen, ich wusste nicht wirklich was ich sagen sollte. „Ach komm schon!“ sagte sie, man merkte, dass sie es wirklich unbedingt wollte. „Na gut!“ sagte ich, nach wirklich langem ringen mit mir selbst. „Jetzt gleich?“ fragte sie und ich nickte und fuhr mit zu ihrem Haus. Wir gingen langsam rein. Ich folgte ihr in die Küche. Das Haus war etwas umgebaut, dort wo sonst kleine Treppen waren befanden sich jetzt Rampen. Viele Sachen waren tiefer, aber ansonsten war es wie immer, der Geruch und die Farben. Ich fühlte mich hier wieder sofort wohl. Ich setzte mich an den Tisch an die Küche auf dem ich früher immer saß, wenn ich hier war. Kurze Zeit da rauf kam Frau Petersen wieder rein. „Tut mir Leid Judy ist gar nicht da, die ist bei Bea.“ Lächelte sie und drückte mir einen handgeschrieben Zettel von Judy in die Hand, wo drauf stand sie sei bei Bea. Ihre Schrift erinnerte mich an so einige Briefe wo drinnen stand wie sehr sie mich doch liebte. Frau Petersen stellte mir einen Kakao vor die Nase. „So wie immer mit drei Löffeln.“ Sagte sie, an so was erinnerte sie sich also noch. „Es ist wie früher für mich wenn du hier bist.“ Lächelte sie und ich nickte ihr zu, „find ich auch!“ In diesem Moment hörte man die Tür. „Mama, ich bin wieder da mit Bea.“ rief Judy. Ihre Stimme so klar und schön wie früher. Da ging die Tür auf und sie kam rein mit Bea. Sie erschrak als sie mich sah. „Was macht der denn hier?“ sagte sie abfällig. „Ich habe ihn eingeladen.“ Sagte ihre Mutter. „Ich will, dass er geht!“ sagte sie böse und sah mich mit Hass in den Augen an. Ich stand auf „ich geh dann glaube ich besser mal.“ Sagte ich. „Nein Gustav du bleibst, Judy meint das sicher

nicht so oder Schatz?“ Judys Mutter sah streng zu ihr herüber. Nun stand ich da. „GEH! Ich will dich nie wieder sehen, es sei denn du möchtest mit zu sehen wie ich mich aus meinem Rollstuhl hebe.“ Sie schrie es fast, es tat weh sie so zu hören. „Oder möchtest du mir zu sehen wie ich meinen Katheter wechsele? Das ist natürlich auch sehr lecker. HAU AB! Für dich bin ich doch eh nur noch ein Krüppel, du brauchst mich doch nicht mehr, willst du mir noch mehr wehtun?“ Ich sah sie kopfschüttelnd an, mir  schossen Tränen in die Augen. Ich lief an ihr vorbei zur Haustür und warf sie hinter mir zu! Warum musste SIE mir so wehtun? Reichte ihr es denn nicht, dass sie Schluss gemacht hatte, musste sie mich auch noch so verletzten? Ich kam mir vor wie eine Heulsuse immer hin war ich ein Junge, ein Mann, doch Georg war das wohl egal, als ich mal wieder vor seiner Haustür stand. Ich erzählte ihm alles, auch er verstand Judy nicht. Er lenkte mich aber ab, doch nach einer Stunde klingelte mein Handy. JUDY!

 

Er rannte an mir vorbei. Wollte er mir mit Absicht so wehtun? Ich sah zu meiner Mutter, die mich nur geschockt ansehen konnte. Ich drehte mich mit dem Rollstuhl und fuhr in mein Zimmer. „JUDY?“ rief mir Bea nach und kam kurz darauf in mein Zimmer. „Judy, was sollte das eben, bist du denn von allen guten geistern verlassen?“ fragte sie aufgebracht und stand fassungslos vor mir. Ich merkte in mir Tränen aufsteigen, „warum? Er hat mir so wehgetan! Ich dachte er würde für immer zu mir halten. Kaum passiert etwas ist er weg. Haut er einfach ab und taucht hier auf nach so langer Zeit als wenn nie was gewesen wäre. Nie war er im Krankenhaus, nie war er da als ich ihn brauchte!“ schrie ich, ich warf meine Hände in mein Gesicht und weinte. Ich merkte wie Bea sich vor mich hockte und ihre Hände auf meine Arme legte. „Judy was redest du denn da?“ fragte sie und sah mich verwirrt an. „Ich schluchzte. „Hey, dass stimmt doch so alles gar nicht.“ Sagte sie, ich sah auf nur durch meine Tränen sah ich sie nur verschwommen. „Was soll denn sonst stimmen?“ fragte ich sie. „Weißt du das denn nicht? Ich war ja nicht da, aber Gustav meinte, dass es ganz anders war, du hattest ihn betrogen und er wollte mit dir reden doch du warst halt wie immer, wolltest kein Stress. Dann bist du in Mels Auto gestiegen und Mel hatte nun mal schon getrunken, was dann passierte weiß keiner, Mel auch nicht mehr.“ Sagte sie. „Ist…ist das wahr?“ fragte ich noch mal leise und langsam nach. Sie nickte nur stumm. Ich ließ mein Kopf wieder in meine Hände fallen. „Ich habe Gustav betrogen und jetzt DAS! Er muss mich doch hassen. Kein Wunder das er nie im Krankenhaus war. Zu so einer wie mich würde ich auch nicht gehen.“ Sagte ich unter Tränen. „das stimmt auch nicht, er war jeden Tag da in den zwei Wochen, wo keiner wusste was mit dir war, erst wo du wach geworden bist kam er nicht mehr.“ Sie nahm mich in den Arm, dabei setzte sie sich auf meinen Schoß, was mir ja nichts ausmachte da ich es eh nicht spürte.  „Bea, ich bin so blöd, ich liebe ihn über alles in dieser Welt.“ „Und er dich!“ sagte sie. „Wenn du ihm alles erklärst, wird alles wieder gut.“ Sie wirkte sicher. „Es wird sich das nicht anhören wollen. Und unverzeihlich ist es auch!“ „Du musst es probieren ruf ihn doch wenigstens mal an!“ Ich tat was sie sagte. Ich brachte ihn dazu, dass wir uns treffen wollten. Ich hoffte wirklich, dass er kam, sonst hätte das alles keinen Sinn gehabt.

Ich rollte zum Dejavu. Zum ersten Mal seid dem Unfall. Ich versuchte mir die Tür zu öffnen. Ich bekam es nicht hin zumindest nicht das rein fahren in der Zeit in der die Tür offen war. Ich probierte es trotzdem weiter. „Kann ich dir helfen?“ fragte jemand mit mir einer nur zu gut vertrauten Stimme, der hinter mir stand. Ich sah mich um und sah Gustav an. „Nein! Ich muss das alleine schaffen.“ Und versuchte es weiter. Doch als es wieder nicht klappte. „Judy…“ sagte Gustav und machte mir die Tür auf. Ich rollte rein und sah ihn an. „Danke“ sagte ich leise und rollte hinein. Er folgte mir. „Wohin?“ fragte Gustav, ich zeigte auf einen freien Platz. Gustav nickte. „Sunny!“ sagte Mike unser Lieblingskellner. Er kam auf mich zu, lächelte mich an und fragte „Welchen Tisch hättet ihr gerne?“ Gustav deutete auf den ausgesuchten Platz. Mike lächelte. „Sunny mein Schatz wie schön du heute mal wieder aussiehst und dein Lächeln ist mal wieder so hell wie immer.“ Er behandelte mich wie immer. Kein bisschen anders. Er ging zu dem Platz und hob nur einen Stuhl weg, aber ansonsten war alles wie immer, zwischen Mike und mir. Was man von Gustav und mir nicht sagen konnte. Nun saßen wir uns gegenüber, schweigend. „Was wollt ihr denn trinken?“ fragte Mike. „Nen Kiba!“ sagte ich und Gustav sagte nur „Ja ich auch!“ Mike ging. Wieder war die Stille da. Ab und zu sahen wir uns an, doch trotzdem sagte niemand was. Bis ich diese Stille nicht mehr aushielt. „Verdammt, ich weiß nichts mehr was an diesem Abend war, ich dachte du denkst ich wäre ein Krüppel und willst nicht mehr mit mir zusammen sein, weil ich halt verkrüppelt bin und sie mich an ich bin so doch total hässlich und nicht mehr ich!“ um es kurz zu sagen ich bin verzweifelt, aber das musste ich so ja nicht sagen! „Das stimmt alles gar nicht, du hast an dem Abend mich betrogen und dann wollte ich dich zur Rede stellen und du wolltest nicht hast die Mel geschnappt und ihr seid gegen so ein scheiß Baum gefahren!“ erklärte er, „ich weiß“ sagte ich leise. Da kam Mike mit unseren Getränken.             

       

„Ich weiß“ sagte sie leise. Wir bekamen unsere Getränke. Mike ging wieder. „Judy? Mir ist egal was du gemacht hast und mir ist egal was passiert ist! Ich liebe dich und du bist schließlich trotzdem Judy Petersen, vielleicht sogar jetzt mehr als damals!“ Sie sah mich an. „Ich…ich liebe dich doch auch, aber schau mich an, wie stellst du dir das vor mit mir zusammen zu sein, schau mich an!“ Sie rollte etwas nach hinten und deutete auf ihre Beine. „Ich habe grade gesagt, dass ich dich liebe und wir stehen alles zusammen durch. Gib mir deine hand.“ Sagte ich zu ihr. Sie zögerte. „Hey, liebst du mich?“ fragte ich, sie nickte und streckte mir ihre Hand entgegen. Ihre Wange liefen Tränen hinunter. „Wie wollen wir das denn schaffen?“ fragte sie, „so!“ sagte ich beugte mich über den Tisch und fing an sie zu küssen!    

 

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