Jubi-Storys
Warum?
Es war doch für ihn
Thema Nr. 1
Ich wünscht ich wär ein Engel....
One Night in Magdeburg
PS: Ich liebe dich!
Beautiful
I hate this Song
Es tut mir Leid
Ich erinnere mich an die Zeit...




Ich ging durch die Schule, hatte ein paar Bücher auf dem Arm. Neben mir meine Clique, ja meine Clique. Ich Jaime, mit meinen vier Mädchen. Das waren Tassia, Hupe, sie hieß eigentlich Melanie doch ihr Nachname war Hupe und deswegen nannten sie alle so, Donika und Steffi. Wir gingen wie immer nebeneinander durch die Schule. Ich in der Mitte. Die Jungs sahen mich nur so an. Wenn wir fünf vorbei gingen waren meist alle ruhig, warum auch immer. Mädchen sahen uns mit bösen, angewiderten oder einfach nur wütenden Blicken an die Jungs eher mit erwartungsvollen. Aber noch einmal zu uns Mädchen. Tassia war unsere kleine Discogängerin, sie war jedes Wochenende unterwegs. Sie wollte immer, dass wir mit kommen, was wir öfters ja auch taten aber wenn wir einmal nicht konnten nannte sie uns schon Langweiler. Sie hatte das Glück immer so lange weg zu dürfen wie sie nur wollte von ihren Eltern aus. Hupe war unsere Rockerin. Auch wenn sie mehr so auf andere Musik als wir stand, gehörte sie trotzdem zu uns. Donika war unsere türkische Hip Hop Queen. Sie kannte jeden türkischen Jungen in der Umgebung. Dann wäre da noch Steffi der gute Geist der Clique, ich denke mal nur wegen ihr hält das alles zusammen. Wenn jemand sich streitet bringt sie die beiden wieder zusammen. Dann wäre da noch ich. Ich hatte von jedem etwas und war selbst ein wenig eingebildet. Nein das war ich eigentlich nicht, ich gab mich nur so. Die Schule war gespaltener Ansicht an uns. Entweder sie meinten wir wären die besten Freundinnen uns könnte nichts trennen und andererseits dachten viele die mögen sich gar nicht sie gehen nur zusammen, weil sie zusammen halt die coolsten waren. Sie hatten beide nicht Unrecht. Wir waren schon befreundet, aber nicht die besten Freundinnen, keiner von uns hatte eine richtige beste Freundin, aber das wusste ja keiner außer uns. Tassia und Steffi hatten einen Freund. Mit dem waren sie Nachmittag immer unterwegs. Wenn ich einen Freund hatte wussten es sofort alle, alle wollten mit mir zusammen sein. Manche auch nur damit sie mit mir angeben konnten. Natürlich zeigte ich das nicht wenn ich es bemerkte. Dann machte ich Schluss und keiner wusste, dass es mir mal wieder sehr wehgetan hatte. Noch nicht mal meine 4 Mädchen. Sie wussten auch noch nicht, dass ich noch Jungefrau war, aber alle dachten ich hätte schon mal Sex gehabt, schon alleine weil ich hier die Anführerin war. Ich war auch nicht so hochnäsig wie ich mich gab. Zu hause war ich ganz anders, raus aus den hochhakigen Stiefeln oder andere Schuhe und barfuss durchs Haus. Blonde Mähne zum Pferdeschwanz zusammen gebunden und Schokolade essen. Ich brauchte nicht auf meine Figur achten, sie blieb so oder so und außerdem ging ich jeden Abend joggen, aber wohl eher nicht wegen Gewichtsproblem, sonder weil ich einfach so eine Abregung abends brauchte. Ich war Einzelkind, was in der Schule noch besser ankam und noch bester in meiner Rolle passte, ich war das verwöhnte, hochnäsige, sexy, beliebte Einzelkind. Meine Eltern wussten das, ihnen war es aber egal, ich hab keine Ahnung ob es ihnen nie auffiel das ich zu hause total anders war als wenn ich morgens zur Schule ging. Sie arbeiteten beide, mir war das egal. Ich kannte es nicht anders. Ich war trotz mancher nicht so tollen Dinge doch irgendwie glücklich mit meinem Leben.

Heute war erster Schultag nachdem so zwei Idioten mit ihrer Band den großen Durchbruch geschafft haben. Diese Band bestand nur aus Idioten einer größer als der andere. Leider ging der größte Vollidiot, Bill war sein Name, auch noch in meiner Klasse. In der siebten hatten wir auch noch seinen komischen Bruder in dieser Klasse. Dank einer Klassenkonferenz sind wir den aber losgeworden. Ich hoffte für Bill, dass er mir nicht die Schau stehlen würde, schließlich war ich die Nummer eins, er war erst seid ein paar Wochen bekannt und ich schon seit Jahren, in der achten hatte ich den Zehntklässlern schon den Kopf verdreht. Ich hatte mich ausgiebig geschminkt. Meine Haare hatte ich wie immer sauber durchgebürstet und offen runterhängend. Hose saß perfekt auf den Hüften und meine neuen Schuhe mit mal wieder einem zu großen Absatz, na ja für mich nicht aber für andere Schülerinnen war er zu hoch. Wenn ich die Schuhe anhatte war ich genauso groß wie die Jungs also die perfekte Größe. Ich nahm meine Tasche und hing sie mir über meine Schulter und los ging es. Eine Strähne von meinen Haaren hing mir im Gesicht ich strich sie sanft raus. Nach ein paar Metern war ich schon bei der Schule ich öffnete mir langsam die Tür und ging hinein. Vorne im Raum standen viele kleine neue Siebtklässler. Neues Jahr neue jüngere Schüler. Jedes Jahr das gleiche. Ich hörte neben mir jemanden was flüstern. „Sie wurde schon mal gesehen als sie mit einem Lehrer aus dem Lehrerklo kam!“ Mich regten solche Gerüchte nicht auf, sie stimmten natürlich nicht, aber ich kannte sie alle schon. Was Besseres konnte den Gerüchtemachern auch nicht einfallen. Waren wohl mal wieder eifersüchtiger Mädchen gewesen, eigentlich taten mir die Mädchen die runter gemacht wurden von Jungs leid, aber ich durfte es nicht zeigen. Ich ging zu meiner Klasse, zwischendurch sagte ich noch ein paar Leuten „Hallo“ und umarmte sie zur Begrüßung vorsichtig so, dass meiner Frisur nichts schaden konnte. Ich lächelte und blinzelte sie an, so war die perfekte Begrüßung. Dann traf ich auf meine vier Mädchen begrüßte sie alle mit einem Küsschen und wir gingen zu unseren Klassen, wir gingen in zwei verschiedene Klassen, Donika und Steffi gingen noch in meine. Wir stöckelten langsam die Treppe hinauf. Gegenüber von unserer Klasse war eine achte. Mindestens fünf Mädchen davon hatten ein Tokio Hotel T-Shirt an, ich sah sie etwas komisch an, ging aber an ihnen vorbei. Wie peinlich war das denn? Bill tat mir jetzt schon Leid wenn er hochkommen würde, er würde erstmal auf ein paar kreischende Mädchen treffen und dann noch auf unsere Klasse wo unsere ganzen Hip Hopper ein T-Shirt anhatten wo Kill Bill drauf stand. Sollte mir egal sein, ich musste ja nichts sagen nur hinter die Jungs stellen. Diese Jungs waren zwar kindisch und total verblödet aber das hatten wohl Jungs in diesem Alter so an sich. Deswegen trafen wir uns ja abends nur mit älteren Jungs, aber in der Schule taten wir so als wenn die Jungs so cool wären wie sie glaubten. „Oh Hallo Jaime.“ Sagte Achmed, der grade neben mir auftauchte. Ich umarmte ihn uns lächelte ihn an. Dann ging er noch zu Donika und Steffi. Auf einmal hörte man fünf richtig hohe und laute Schreie in unseren Ohren klingeln. Ich hielt mir mit einmal die Ohren zu. Ich drehte mich genervt um und da kam grade Bill hoch. „Oh mein Gott.“ Sagte Donika, ich nickte ihr zu. Wir drehten uns wieder um und machten so weiter wie vor den Ferien, Bill einfach nicht beachten egal wie bekannt er doch war. „Jaime wo hast du denn den geilen Ring her?“ sagte Steffi und hielt meine Hand und sah sich meinen neuen Ring an. „Den hab ich von meiner Mutter bekommen.“ Diese oberflächlichen Themen gingen mir auf Geist, aber das sagte ich natürlich nicht. Bill kam zu unserer Klasse mit einem Grinsen im Gesicht, dachte er, er wäre jetzt beliebter dadurch, dass er bekannt war? Wusste er eigentlich wie egal uns das war? Er entdecke die ersten Shirts wo Kill Bill drauf stand. Sein grinsen verschwand. „Guckt euch sein Gesicht an.“ Fing Donika an zu witzeln. Ich sah es, er tat mir eigentlich mehr leid, okay er hatte ja selber Schuld was hatte er gedacht das ihn alle mit ausgebreiteten Armen empfangen? Trotzdem tat er mir Leid, ich lächelte trotzdem zu Donika. Ich schaute erneut zu Bill hinüber. Er stand bei seinen Leuten, na gut noch einem Jungen mit dem er klar kam aus unserer Klasse, wohl auch der einzige. Bill hatte sich von Anfang an von allen abgekapselt er hatte ja immer seinen Bruder auch wenn es seid Jahren nicht mehr so war, er hatte keinen Anschluss gesucht und wir haben es natürlich nicht probiert da es schon in der 7ten nicht geklappt hatte mit ihm. Bevor unser Lehrer kam, kam noch ein blonder Junge die Treppe hoch gestürmt. Er hatte Karten in der Hand, gab ein paar Jungs aus meiner Klasse welche sogar Bill und dann kam er noch zu mir, Donika und Steffi. Er drückte mir auch noch eine Karte in die Hand schaute mich kurz an und verschwand. Ich öffnete langsam die Karte. Das war eine Geburtstagseinladung. Steffi sah mich etwas komisch an, sogar ein wenig angewidert. „Du willst da noch nicht hin gehen oder?“ ich schüttelte heftig mit dem Kopf, „ich hab den Jungen noch nie gesehen.“ „Na dann wieder mal eine Geburtstagseinladung auf den Müllhaufen!“ grinste Donika. Wir lachten, das gehörte wohl dazu wenn man das beliebteste Mädchen der Schule war, andauernd bekam man komische Einladungen von Jungs die einmal davon träumen mich auf ihre Geburtstagspartys zu haben. Leider gingen diese Wünsche meistens nicht in Erfüllung, na ja eigentlich nie. „Soll ich sie mal ärgern?“ grinste ich, Steffi sah mich fragend an, „ja ich gehe einfach mal auf die Geburtstagsfeier mal sehen wie die dann schauen.“ Donika lachte „ja mach mal und dann erzählst du es uns bis ins kleinste Detail!“ Ich nickte, „Du traust dich echt auf so eine Kinderparty?“ fragte Steffi, na ja ich wusste ehrlich gesagt gar nicht wie es auf solchen Kinderpartys war, seitdem ich richtig weg ging war es in die Disko in die nur ältere gingen, weil ich eigentlich nicht auf die „Kleinkinder“ stand, das sagen zumindest meine Freundinnen. Unser Lehrer kam und wir gingen in die Klasse.

Eine Woche später war der so genannte Kinderpartytag. Ich freute mich eigentlich auf die Party warum auch immer. Ich stand vor dem Haus aus dem laute Musik dröhnte. Die Tür stand offen, ich ging selbstbewusst wie immer in das Haus rein. Sofort merkte ich die Blicke, alle wunderten sich warum ich hier war, ich kannte den Jungen noch nicht einmal und war trotzdem hier. Die Mädchen schauten mich böse an und die Jungs mit riesen Augen. Ich ging weiter hinein. Ich schwenkte etwas meine Haare, ich kam mir vor wie in einem Hollywoodstreifen wo alle einen ansahen und die Haare in Zeitlupe geschwenkt wurden. Ich ging weiter rein. Ich sah mich um, ich kannte wenig Leute hier nur ein paar Idioten vom sehen. Ich fühlte mich leicht einsam. Doch das ließ ich mir natürlich nicht anmerken. Ich sah mich noch einmal um und entdeckte Bill. Sollte ich zu ihm gehen? Aber vielleicht hasste er mich ja? Tom war ja auch da und ich kam mit den beiden ja noch nie besonders klar okay hatte mit ihnen ja noch nie wirklich geredet. Vielleicht dachten sie ich käme auch nur an weil sie jetzt berühmt wären, was ja nicht stimmte eher weil ich es hier sehr langweilig fand und Keinen kannte. Ich stand immer noch in der Mitte des Raumes, meine Tasche in meinen Händen vor meinem Bauch gehalten. Ich sah noch einmal durch den Raum, da traf mein Blick wieder die beiden Brüder. Bill zeigte mir ein Zeichen das ich zu ihm kommen sollte. Ich wunderte mich leicht ging aber auf ihn zu. Er sagte „Hallo“ und begrüßte mich zur Umarmung. Ich erwiderte sie ohne Bedenken. „Was machst du denn hier sonst gehst du doch auch nicht auf so komische Partys?“ Ich nickte „Ich wollte sie alle mal so zum staunen bringen.“ Sagte ich mit meiner leicht hochnäsigen Art, die ich ja eigentlich gar nicht so war. „Das dir ja geglückt.“ Brummte Tom, der war ja so was von unfreundlich. „Verpasst hier aber auch nicht viel.“ Sagte Felix der auch aus meiner Klasse kam. „Will noch wer was trinken?“ fragte Bill, ich nickte. Er ging los. Ich setzte mich auf ein Sofa, schon total genervt, so viel zur Kinderparty. Und dieses Mal fand ich es wirklich langweilig und das lag nicht daran das ich hochnäsig spielte nein es war echt langweilig. Bill kam wieder und drückte allen ein Becher in die Hand, ich nippte ein paar Mal dran. Irgendwann sah ich rum und traf genau Toms Augen. Oh mein Gott hatte der Hammer Augen die hatte ich ja noch nie gesehen. Er sah mich auch an, nicht nur kurz, länger. Ich schaute dann doch scheu weg. Warum eigentlich? Ich überlegte, vielleicht war es besser so wegen meinem Ruf. Doch dann dachte ich daran, mein Gott wer interessiert sich schon für seinen Ruf. Wenn er mich interessieren sollte, hätte er das schon den ganzen Abend müssen und dann hätte ich mich nie hier zu Bill und Tom setzten dürfen. „Lass mal gehen Bill.“ Sagte Tom nun endlich, „und wohin?“ fragte Bill, „keine Ahnung aber um die Zeit laufen ja nicht mehr so viele Fans hier draußen rum, also komm.“ Sagte Tom und stand auf. Er blickte zu mir, „kommst du mit oder willst du hier weiter vergammeln?“ Ich überlegte kurz, „Ja ich denke ich komme mit.“ Er nickte, ich nahm meine Tasche und folgte den Zwillingen raus. „Und jetzt?“ fragte ich, „Rauchen wir eine.“ Grinste Bill und er und Tom holten seine Zigarette raus. Tom bot mir auch eine an und ich nahm mir eine. Dann warf mir Bill noch sein Feuer zu und ich zündete sie noch an. Dann gingen wir langsam die Straße entlang. Die beiden fingen an sich zu unterhalten über irgendein unwichtiges Zeug, was mich auch nicht wirklich interessierte, aber sie wohl auch nicht denn es verstummte kurz darauf wieder. „Erzähl mal was.“ Sagte Bill und stupste mich an, ich grinste und stupste ihn zurück. Wir mussten lachen. „Oh man ich muss aus diesen Schuhen raus.“ Sagte ich. Ich hielt mich an Bill fest damit ich auf einem Bein auch stehen blieb, trotzdem kippte ich fast um. Tom kam von hinten und legte mir seine Hände um die Hüften. So konnte ich nicht umfallen, doch so begann mein ganzer Körper an zu kribbeln und ich bekam Gänsehaut die man ja zum Glück durch mein Top nicht fühlte. Die Straße war kalt aber es war mir egal. Nach einer Stunde fing ich aber an zu zittern. „Warte mal Jaime.“ Sagte Tom und schlüpfte aus seinen Schuhen und gab sie mir. Ich musste lachen und lief mit seinen Schuhe durch die Gegend die mir mindestens 5 Nummern zu groß waren, er lief dafür nur noch auf Socken. Nach einer weiteren Stunde trennten wir uns und die letzten Worte die die beiden zu mir sagten waren. „Du bist eigentlich ganz anders als man dich wahrnimmt. Viel netter.“

Es war wieder Schule, ich ging mit meinen Mädels durch die Schule. Ich traf viele Jungs und Mädchen von der Party wieder. Gut die Mädchen verachteten mich eher, aber die Jungs grüßten, ich grüßte aber nicht zurück. Vor unserer Klasse kam auch Bill wieder, nach dem er wieder den Mädchen wie jedes Mal tausend Fragen beantworteten musste, lächelte er mich an und kam zu mir. „Hey Jaime.“ Sagte er, Donika sagte sofort, „was will der denn?“ Ich dachte nur, scheiße Jaime was hast du dir da wieder eingebrockt. „Genau was willst du denn hier?“ fragte ich Bill und sah ihn abfällig an. Er sah mich leicht böse an und drehte dann um. Was war ich bloß für eine Schlampe ich war nie so zu hause nur vor den Mädchen war ich so, warum nur? Sogar Bill und Tom wussten, dass ich nicht so war wie ich mich gab. „Was wollte der denn, wie war es eigentlich auf der geilen Party?“ lachte Donika, ich grinste „So was Langweiliges hab ich noch nie erlebt glaubt mir, ich komm rein alle schauten mich an und andauernd kamen irgendwelche Jungs und wollten irgendwas von mir, ich war ja so genervt.“ Steffi und Donika lachten, „dass hätte ich dir auch gleich sagen können.“ Sagte Steffi immer noch grinsend. Ich nickte und sah zu Bill der immer noch leicht sauer aussah, okay ich fand es war verständlich. Ich musste noch mal mit ihm reden aber wann? Vielleicht gab es in der Pause mal eine Möglichkeit. Aber nun kam erstmal der Lehrer und wir mussten zwei Unterrichtsstunden aushalten. Aber das war man ja nach fast 10 Jahren gewohnt. Und wir waren alle erleichtert als es in die Pause ging. Wir trafen uns wie immer mit Tassia und Hupe am gleichen Fleck. „Kommt wer mit zum Kiosk?“ fragte Steffi und alle nickten außer mir, sie setzten sich in Bewegung, „Kommst du nicht mit?“ fragte Steffi, die als einzige merkte da sich nicht mitkam. „Ne muss kurz mit wem reden.“ Sie nickte und ging mit den anderen mit. Ich wollte mich grade nach Bill und Tom umschauen, als mich schon wer antickte. Ich drehte mich und sah Tom an. „Sag mal was soll denn das?“ fragte Bill der neben ihm stand. „Du bist doch gar nicht so wie du dich gibt’s, du bist ein total nettes Mädchen, du gibt’s dich nur so um hier die schönste und geilste zu sein, was bringt dir denn das? Du bist auch so sau hübsch und noch hübscher von innen wenn du normal bleibst. Schau dich um, ich glaube die mögen alle nur dein Aussehen, weil alle dich für eine arrogante Zicke halten, die Mädchen hassen dich sagen zwar das du gut aussiehst trotzdem hassen sie dich weil du so bist wie du bist! Wie du dich gibst, es ist ekelhaft.“ Machte mich Tom an. Das saß, es saß tief. Ich wusste nicht so recht, ich hatte mich an dem Abend wohl in Tom verliebt und wenn er das sagte saß es echt tief. „Jaime, was unterhältst du dich denn jetzt mit denen?“ ich drehte mich wieder um, hinter mir standen meine Mädels, wie ich sie ja nannte. „Ich ja, also ich….“ Ich stotterte vor mich hin, ich sah hin und her. Bei Bill und Tom sah ich warme Blicke die mich so ansahen wie ich war und mich doch flehend anstarrten, dass ich doch irgendwie zu ihnen gehörte, als wenn ich nach dem einen Abend schon mit ihnen befreundet gewesen wäre. Dann blickte ich noch einmal zu der anderen Seite. Mit diesen Mädchen hatte ich seid Jahren Kontakt und nie hatten wir irgendwie eine richtige Freundschaft aufgebaut. Eigentlich war der Fall ganz klar und doch wusste ich nicht wirklich was ich machen sollte. Egal was ich machen würde, ich würde immer was verlieren. Entweder meinen Ruf oder eine Freundschaft. Das Problem wäre das die halbe Schule Bill und Tom hasste, aber was hatte das mit mir zu tun? „Es tut mir Leid Mädels, ich glaube wir waren nie wirklich Freundinnen, es tut mir echt Leid.“ Mit den Satz ging ich zu Bill und Tom. Ich sah noch mal zu den Mädchen zurück, sie sahen mich böse an, vor allem Donika. Bei Hupe sah man eigentlich kein Unterschied in ihrem Gesicht ihr schien es total egal zu sein, da sie wie ich dachte eh mit uns Tussen nie was wirklich anfangen konnte, es nur wegen dem Stand in der Schule gemacht hatte. Bei Steffi war ein leicht trauriger Ansatz in ihrem Gesicht zu drehen, aber trotzdem war es nicht schlimm. Ich merkte wie sofort Donika die Macht der Mädchen hatte, sich umdrehte und die anderen ihr folgten. Ich senkte meinen Kopf, irgendwie traf es mich doch, ich fühlte eine Hand auf meiner Schulter ich drehte mich es war Tom. „Es war die richtige Entscheidung.“ Sagte Tom, ich nickte und sagte „ich hoffe es.“

Es verging eine Woche, die halbe Woche waren zwar Bill und Tom nicht da, aber ich hatte ja noch ihre Freunde, die nun komischer Weise auch zu meinen zählten. Wenn ich meine Mädchen, die ja nun nicht mehr meine waren sah, hatte ich immer leicht Angst, wie sie mich ansahen richtig böse, aber nicht so böse das sie mir was tun könnten. Sie hatten ein neues Mädchen gefunden, sie hieß Nina und war erst eine Neuntklässlerin, aber sie war hübsch, sehr hübsch sogar. Nun waren Bill und Tom aber wieder da und da es Wochenende war wollten wir eine Party feiern. Wo war klar bei mir zu Hause, warum? Na weil mal wieder meine Eltern nicht da waren wie so oft. Okay da dran hatte ich mich ja schon gewöhnt. Mein Vater wusste von der Party und hatte mir drei Kisten Bier gekauft, auch wenn ich das nicht so gern trank, den Rest würden andere mitbringen so hatten wir es zumindest ausgemacht. Mein Vater sagte aber meiner Mutter nichts von einer Party. Sie würde sich bloß aufregen und so, wie immer eigentlich. Meine Mutter fand den Wechsel zwischen meinen Mädchen und Bill und Tom nicht so toll. Sie sagte nur immer was von, wie stehen wir denn jetzt da? Die mag doch keiner, jetzt würden alle sauer auf mich sein und noch so manche Sachen die gar nicht stimmten. Mein Vater hielt sich daraus sagte nur, dass es mein Leben wäre und mich selber drum kümmern sollte. Ich hatte mich grade etwas geschminkt nicht viel, ich hatte keine Lust so auszusehen wie ich davor aussah, weil alle meinten das ich natürlicher noch besser aussehen würde und das ich so auch netter wirken würde. Da klingelte es auch schon. Tom und Bill waren die ersten, sie wollten sowieso früher kommen. Sie hatten sehr viel komischen gemischten Kram dabei, wie Fruchtsekt oder gemischte Biersorten. Wir stellten sie auf. Andauernd trafen sich wieder Tom und meine Blicke, sogar Bill merkte diese Blicke, er lief dann anständig dazwischen, damit sie sich trennten und wir weiter machten. Anders hätte ich mich nicht von Toms Augen trennen können. Es war mir leicht peinlich, ich glaube ich war zum ersten Mal richtig verliebt. Tom wollte sicher nichts von mir, es war sicher nur meine Einbildung das er mich auch so ansah wie ich ihn. Dann kamen die ersten Leute, ich kannte nicht alle, aber es sollte ja eine gute Party werden also durften so viele kommen wie wollte.

Die Party war gut, fand ich zumindest. Ich tanzte grade, mit Georg, ich kannte ihn noch nicht gut, aber tanzen konnte er. Mir kam er aber manchmal etwas komisch vor weil er andauernd zu Bill sah. Ich wusste nicht wirklich wie ich diese Blicken deuten sollte, war er etwa schwul? Das konnte ich mir nicht vorstellen. Nach einer weiteren Viertelstunde tanzen und noch ein paar Blicken zu Bill von Georg, trafen sich Georg und Bills Blick. Bill stand neben Tom. Georg und Bill nickten sich zu. Georg fing an mich mit einem Ruck in die Mitte zu schubsen, das gleiche tat Bill mit Tom. Wir krachten genau zusammen. Tom hielt mich, das ich nicht umkippte. Ich strich mir ein paar Strähnen aus dem Gesicht. Ich sah auf, als ich meine Haare wieder leicht so hatte das ich was sehen konnte. Genau in Toms Augen, seine Augen sahen mich fest an, diesmal war niemand da der uns stören konnte. Ich merkte wie seine Hand langsam meine Wange entlang an meinen Hinterkopf wanderte. Seine Hand drückte meinen Kopf ganz sanft zu seinem, es war kein aufdringliches drücken. Ich schloss die Augen und spürte seine Lippen auf meinen. Sie waren warm, ich spürte seine Zunge. Es ging alles so schnell und doch so langsam. Ich merkte nichts mehr um mich rum, keine Musik mehr keine Menschen die Krach machten. Es waren nur noch Tom und ich. Meine Hände strichen ihm sanft über den Rücken und der Rest meines Körpers rutschte immer mehr zu Tom ran. Dann lösten wir uns langsam wider von einander. Er lächelte und sah mich an. Ich lächelte auch, man sah ihm an das er es ernst meint, nicht so wie die anderen Kerle. Ich kuschelte mich fest an Tom und wir tanzten zusammen, mein Kopf lag an seiner Schulter. Ich sah Bill der nur zufrieden zu uns sah.

Nach diesem Abend waren Tom und ich ein Paar. Wir waren ein ziemlich glückliches Paar, was wir auch nicht versteckten. Ich erlebte mit Tom meine erstes Mal. Er wusste, dass es mein erstes Mal war, auch wenn er es zu erst nicht glauben wollte. Meine Mädchen, die ja schon lange nicht mehr meine waren, haben sich auch getrennt, sie liefen nie wieder zusammen durch die Schule. Keiner sagte sich mehr „Hallo“ gegenseitig weil sie wohl doch merkten das zu einer Freundschaft doch gehörte als nur zusammen gut auszusehen. Meine Muter fand sich mit Tom als mein Freund ab und auch mit all den anderen, da sie sie alle mit der zeit richtig kennen gelernt hatte und sie doch netter als die Mädchen fand. Georg war nicht schwul, aber das war mir ja schon nach dem ersten Kuss mit Tom klar geworden, es war halt nur der Plan mit Bill und mit dem Blickkontakt hatten sie ausgemacht wann sie uns zusammen schubsen würden. Ich war ihnen sehr dankbar und Tom auch. Eigentlich war ich ihnen allen dankbar, sie haben aus mir einen echten Menschen gemacht, sodass ich nicht mehr die Tussi von nebenan war. Ich war immer noch beliebt und das ohne nur ein wenig Aufmerksam haben zu wollen. Sie mochten mich weil ich nett zu ihnen war. So schön es auch war, das mit Tom hielt grade mal einen Monat, warum? Weil er zu oft unterwegs war und auch die kurz vor unserer Trennung die Schule verließ, denn das normale zur Schule gehen war nicht mehr drin. Wir sahen uns nu noch selten und wenn dann waren meist viele Freunde dabei, weil Tom die ja auch gerne wieder sehen wollte. Wir hatten selten zeit für uns also ließen wir es einfach bleiben. Es war keine schlimme Trennung, es passierte alles freundschaftlich und er und sein Bruder Bill sind immer noch meine besten Freunde. Jede kleinste Soge konnte man bei ihnen loswerden auch wenn es ein Jungeproblem war. Mein Leben wurde durch diese beiden perfekt. Ich hatte wahre Freunde gefunden und konnte so sein wie ich wirklich bin.


!!!Ende!!!

Ich hoffe es hat euch gefallen...HEL Janna
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